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Infiniti M30d GT Premium: Man spricht deutsch

Mit der großen Limousine fordern die US-Japaner ihre deutsche Premium-Konkurrenz erstmals direkt heraus. Unser Intensivtest klärt, ob der elegante Newcomer gegen die arrivierten Gegner echte Chancen hat.

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Der Infiniti M30d GT Premium ist zwar ein Neuling auf dem Markt, ist aber mit einer großen Portion Selbstbewusstsein ausgestattet. Wie er sich im Konkurrenzkampf gegen arrivierte deutsche Mitbewerber schlägt, lesen Sie hier.  

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Versucht haben es schon viele, gelungen ist es keinem. Die Rede ist vom Knacken der europäischen Business Class, die sich fest in der Hand der deutschen Premiummarken befindet. Gegen Audi A6, BMW 5er und Mercedes E scheint kein Kraut gewachsen. Einzig der Jaguar XF konnte sich auf Augenhöhe, aber mit weit geringeren Verkaufszahlen etablieren. Nun nimmt ein neuer Gegner Anlauf: eine elegante, gestreckte, heckgetriebene Limousine der Nissan-Nobeltochter Infiniti. Unter dem Kürzel „M“ bieten die Japaner mit amerikanischen Wurzeln seit kurzem einen Diesel und einen Benziner zu Preisen ab rund 55.000 Euro an; im späteren Frühjahr folgt als M35h das erste Hybridmodell der Marke.

Dieselpower
Für unseren Test haben wir uns die wohl populärste Version der neuen Limousine ausgesucht: den M30d GT Premium um 67.072 Euro. Das klingt auf den ersten Blick happig, relativiert sich aber angesichts der mehr als üppigen Ausstattung, wie wir noch sehen werden.
Unter der Haube werkt ein Dieselmotor, den wir bereits aus anderen Modellen von Infiniti kennen: ein Common-Railer mit drei Liter Hubraum, 238 PS, 550 Newtonmeter Drehmoment und Siebengang-Automatik. Damit verfügt Infiniti über ein Aggregat, das ähnliche Eckdaten besitzt wie die beliebtesten Motoren der deutschen Konkurrenten.
Gegenüber jenen gibt sich der Infiniti keine Blöße: Der V6-Diesel dreht geschmeidig hoch, ist hinreichend lebhaft und fantastisch gedämmt. Die Siebengang-Automatik kann als Meister der sanften Gangwechsel gelten. Zudem kann der Fahrer die Charakteristik des Motors durch einen Fahrmodusschalter selbst beeinflussen. Auf „Sport“ wird alles spritziger, auf „Eco“ gibt sich das Gaspedal widerwillig, baut einen regelrechten Gegendruck auf, um den Fahrer zu sparsamer Fahrweise zu erziehen. Wer hier mitspielt, wird mit braven Werten an der Tankstelle belohnt: Knapp unter acht Liter sind’s bei aller Zurückhaltung, neun Liter bei normalem Treiben; das können die Deutschen auch nicht besser.

Fein im Detail
Die Karosserieform ist Geschmacksache; manchen sind die fließenden Linien zu barock, andere sehen darin jene Dynamik, die den steifen Deutschen mitunter abgeht. Über alle Zweifel erhaben ist jedoch der Innenraum: einerseits klar und übersichtlich, andererseits geräumig und opulent ausstaffiert. Schon beim ersten Einsteigen fällt die Sorgfalt auf, die sich bis zu den kleinsten Knöpfen erstreckt. Überhaupt, die Türverkleidung! Ihr schwungvolles Design rückt mit Sturm und Drang die Türschnallen ins Blickfeld, machen sie zur neuzeitlichen Allegorie der Geschwindigkeit. Die Verarbeitung ist tadellos, die Materialqualität bekommt einen Orden.

Hightech aus dem Vollen
Wenn man doch ein wenig länger braucht, um sich über die Funktion aller Knöpfe klar zu werden, so liegt das nur an der Fülle der Ausstattung. Wie schon eingangs erwähnt, sind in unserem Modell sämtliche Entertainment- und Assistenzsysteme serienmäßig – da müssen eben eine Menge Knöpfe und Hebel aufmarschieren.
Sauber geordnet präsentieren sich die meisten davon auf der Mittelkonsole, die wie ein Wasserfall in Kaskaden vom Instrumententräger abwärts fließt. Das sie verbrämende Holz ist übrigens Weißesche, die mit Silberstaubpartikel behandelt wurde – sehr apart. Ganz oben thront das große Display für alle möglichen Infos, unter anderem die Bilder der Rückfahrkamera. Darunter kommen die Knöpfe für die Klimaanlage (praktisch zugfrei!), das Navi-System und die Bose-Soundanlage (mit 16 Lautsprechern und 10GB-Festplatte).

Infiniti M30d GT Pemium: Intensivtest

Die erste große Limousine der jungen Pr...  

Charakter hat er, der neue Infiniti M. ...  

Sportlich gezeichnetes Heck mit zwei Au...  

DruckenSenden08.03.2011 von Peter Schönlaub

 
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