610 Pferdchen und ein Drehmoment von 560 Nm geben durchaus Anlass zur Sorge, sollte man in naher Zukunft die italienischen Autobahnen als Rennstrecke missbrauchen. Wie schon seinerzeit mit dem Gallardo (der übrigens ein eher unrühmliches Ende fand) darf man sich bei der Polizei in Italien nun auch mit einem Huracán bewaffnen. Als Polizist käme man dann unter Umständen zum Vergnügen, ein rund 300.000-Euro-Fahrzeug als Dienstwagen zu fahren. Arbeit kann also Spaß machen, sollte man einen 5,2-Liter-V10 unter der Haube singen hören. Dank ausreichend Pferdchen und Allrad gelingt der Sprint auf 100 km/h schneller als: „Kolatschen und Kaffee!“ beim Anker des Vertrauens ausgesprochen sind. Optisch macht der blau-weiße Stier, wie schon seine Vorgänger, eine tadellose Figur. Einzig die Rundumkennleuchte und eine etwas hervorstechende Antenne könnten bei Erreichen der Höchstgeschwindigkeit unfreiwillig zu Flugobjekten werden.
Schnelle Umtriebe im Umland von Sant Agata Bolgnese erklärt Ex-Lambo-Cheftester Valentino Balboni mit Testfahrten der jeweils neuen Modelle. Ganz unfreiwillig aknn da schon mal das Speedlimit übertreten werden. Tatsächlich aber kam es immer wieder zu Straßenrennen mit dem Hauptkonkurrenten Ferrari, der seinen Firmensitz nur einen „Gastritt“ von jenem der wilden Stiere entfernt unterhält. Man will sich natürlich mit der hiesigen Polizei arrangieren und so kann es schon einmal passieren, dass ein Lambo den Rennstall wechselt.
Der neue Polizei-Huracán wird sich nun zum bereits vorhandenen Polizei-Evora gesellen und wird auch bei der Mille Miglia und der Targa Floria zum Einsatz kommen, allerdings als nur als Showcar. Schnellfahren mit dem versammelten Alteisen wird dort nämlich geduldet.



