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Volvo S80: Götterborg

Skandinaviens Würdenträger geht erfrischt in die zweite Generation und zeigt erstmals mit Achtzylinder und Allradantrieb, wo der Schwede den Glögg holt.

Volvo Car Corporation
Der Volvo S80 ist Opulenz und Hedonismus, bietet Leistung im Überfluss und Luxus zum Abwinken. 
Sofort will man glauben, dass hier die Business Class regiert. Man ahnt es: sanftes Gestühl, wolkenhaftes Gleiten, Stille, Sanftmut, Sinneslust, Pracht. Aber dann drücken wir auf den Starterknopf, und statt einer Partitur für Triangel und Oboe melden sich Pauken und Trompeten. Genau genommen: Acht Pauken unter der Motorhaube, zwei Trompeten in der hinteren Stoßstange.

Tatsächlich: Die zweite Generation der skandinavischen Würdenträgers besitzt einen V8-Motor. Möglich wurde diese erfreuliche Entwicklung durch eine Kooperation mit Yamaha: Dort konstruierte man einen hochmodernen V8, der so kompakt geraten ist, dass er sich nach alter Volvo-Sitte sogar quer einbauen ließ.

Abschied von der Vernunft
Was in einem Jaguar noch eher erwartet wird, reißt in einem Volvo die Sektgläser vom Tisch. Irgendwie marschiert ja trotz Hitech und trotz des immer flotter gebürsteten Designs gedanklich noch der Ikea-Elch im Hintergrund auf; wir denken an Harmonie und Verantwortung, an viele Airbags, an Kindersitz und Knäckebrot. Mit all dem will der S80 V8 nichts mehr am Hut haben: Dieses Auto ist ein endgültiger Abschied vom Streben nach Vernunft.

Dieses Auto ist Opulenz und Hedonismus, bietet Leistung im Überfluss und Luxus zum Abwinken: sogar das serienmäßige Leder ist feinnarbiger als sonst, das Holz schöner gemasert, die Mittelkonsole sorgfältiger strukturiert. Bei völlig außer Zweifel stehender Verarbeitungsqualität entsteht so der Eindruck einer Zentralanstalt für guten Geschmack.

Den Elch in die Flucht tröten
Dass dieser Eindruck von der Technologie in allen Ritzen weitergetragen wird, macht die Sache rund: das Soundsystem besitzt 650 Watt und könnte einen gereizten Elch in die Flucht tröten, die Scheinwerfer wedeln parallel zu den Lenkbewegungen durch die Nacht, und gegen gutes Geld kann auch das Fahrwerk seine Zauberkünste zeigen: per Knopfdruck macht die Elektronik aus der Sänfte einen Sportwagen.
 
Es ist ja eigentlich eine Verschwendung, da man den S80 gerne selbst bewegen wird; aber für den Fall, dass man in spezieller Begleitung unterwegs ist, kann man die Mittelarmlehne im Fond auch mit einem Kühlfach ausrüsten – und mit einer Ablage für zwei Champagnergläser. In diesem Fall würden wir aber vom V8 abraten – es sei denn, man will beim Anstoßen ein Lätzchen tragen.

DruckenSenden30.06.2009 von Peter Schönlaub

 

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