Volvo V60 D5 AWD: Noch Wünsche?
Sicherheit und Lifestyle in Kombination bietet der Volvo V60 mit 215-PS-Dieselmotor und Allrad.

Selten zuvor bot ein Kombi derartig viel Fahrspaß wie der Volvo V60, vor allem in der Topausführung mit 215-PS-Dieselmotor, Automatik und Allradantrieb.
Wo sind die Ecken, wo sind die Kanten – wird so manchen Volvo-Fan fragen beim Anblick des Volvo V60. Mit der abgerundeten Front, der flachen Dachlinie und den breit ausgestellten Flanken, mag er so gar nicht in das angestammte Bild von der Schweden-Marke passen. Jetzt machen die Damen und Herren aus Göteborg also auch auf Lifestyle? Soll ja nichts schlechtes sein und außerdem haben sich die Techniker von Volvo als Ziel vorgegeben, die ausgezeichnete Fahrdynamik der Limousine S60 auch auf den Kombi zu übertragen. Um das Fazit gleich vorweg zu nehmen: Das ist ihnen auch sehr gut gelungen.
Im Dienste der Sicherheit
Mit dem Namen Volvo fast gleichgesetzt wird auch das Thema Sicherheit. Lifestyle hin oder her, bei diesem Kapitel wurde nichts rund gebogen. Eine ganze Seite könnte man voll schreiben, will man aufzählen, was der von uns getestete V60 D5 AWD Geartronic alles an Sicherheitsdetails auffahren kann. Wir wollen nur die wichtigsten herausgreifen. Serienmäßig in allen V60-Modellen sind Front-, Seiten- und Kopfairbags, Fahrdynamikregelung, Schleudertrauma-Schutzsystem und das City-Safety-System, das bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h eine automatische Notbremsung einleiten kann, um Auffahrunfälle zu vermeiden. Gegen Aufpreis gibt es dann noch ein Fahrerassistenz-Paket mit Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem, BLIS (Warnsystem zur Überwachung des Toten Winkels) und Driver Alert, das vor Übermüdung und unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrspur warnt.
Kameraauge sei wachsam
An der Front, den Seitenspiegeln und im oberen Teil der Windschutzscheibe befindet sich eine Armada an Sensoren und Kameras, die den Bereich um das Fahrzeug überwachen. Dank des Abstandsregelsystems hält der V60 stets ausreichend Freiraum zu vorausfahrenden Fahrzeugen. Auch wenn das System nicht voll aktiv ist, wird der Fahrer mehr als deutlich akustisch und optisch vor plötzlich zu knappen Abstand gewarnt. Wer hier nicht reagiert, muss schon auf Valium sein, und selbst dann würde das System den Bremsanker werfen, um die eventuellen Folgen zumindest in Grenzen zu halten. Gott sei Dank nicht ausprobiert, würde das System sogar Fußgänger erkennen und bis 35 km/h rechtzeitig zum Stehen kommen.
Um die Ecke geschaut
Das Sicherheitspaket lässt sich aber noch einmal auffetten, durch ein zusätzliches Kamerasystem, das nicht nur Bild von hinten liefert, zum leichteren Einparken, sondern auch von der Front. In einem zweigeteilten Display sieht man, was sich rechts und links vor dem Fahrzeug befindet. Man kann also quasi um die Ecke schauen – sehr angenehm und hilfreich bei unübersichtlichen Parkgaragen- oder Hausausfahrten.
Großtransporte erledigen andere
Damit aber genug über Unfälle und deren eventuelle Folgen gesprochen. Der V60 will gefallen und hat dafür ein dynamisches Äußeres bekommen. Er steht sehr breit da, was auch durch die relativ niedrige Silhouette unterstrichen wird. Und damit sind wir auch beim einzigen wirklichen Haken an der ganzen Geschichte. Ein Kombi will als Transporter genutzt werden. Mit 4,63 Metern Länge und 1,48 Meter Höhe wird recht schnell deutlich, dass das Ladeabteil des V60 nicht gerade üppig ausfällt. Bei voller Bestuhlung sind es 430 Liter, dank simplem Umlegen der Rücksitzlehnen wächst der ebene Laderaum auf 1241 Liter an. Wer also einen Kombi wegen seiner ureigensten Aufgabe als Transporter haben will, muss, um bei Volvo zu bleiben, zum weiterhin im Programm befindlichen V70 greifen. Der bietet unverändert 575 bis 1600 Liter Stauraum.
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