Leisetreter
Überhaupt: der Komfort ist es, dem die Wolfsburger beim neuen Passat ganz klar ihr Hauptaugenmerk zuteil werden ließen. So wurde etwa die Akustik im Innenraum deutlich verbessert. Das zeigt sich uns bei den ersten Testfahrten rund um Barcelona ganz deutlich beim Basisdiesel, dem 105 PS starken 1.6 TDI. Selbst bei Autobahngeschwindigkeit ist nur entferntes Gemurmel zu vernehmen. Nun ist es soweit: Das von Dieselgegnern oft bemühte Argument der Lautstärke verliert im neuen Passat vollends an Schlagkraft. Erreicht wurde das durch eine neue, aus mehreren Schichten aufgebaute 4,46 Millimeter dicke Windschutzscheibe, in deren Mitte sich eine so genannte Akustikfolie befindet. Auch das Armaturenbrett wurde mit verbesserten Dämmmaterialien hinterfüttert. Wer eher auf kühle Zahlen, denn auf subjektives Empfinden wert legt: VW gibt die Reduzierung der Innraumgeräusche etwa bei Einstiegsbenziner 1.4 TSI mit 122 PS mit Minus 2 Dezibel an. Klingt im ersten Moment nicht viel, gewinnt aber an Aussagekraft, bedenkt man, dass sich das Lärmempfinden alle 3 dB verdoppelt.
Neue Komfort-Features
Was heutzutage, wenn von Komfort und Sicherheitsfeatures bei neuen Modellen die Rede ist, nicht fehlen darf, sind Elektroniksysteme wie Spurwechselassistzenz, Müdigkeitswarner, Fernlichtautomatik, Totwinkelassistent und adaptiver Tempomat mit Notbremsfunktion. All das ist im neuen Passat klarerweise optional zu haben. So gut, so bekannt. Was aber wirklich neu ist, und da hat VW wieder einmal einiges vorgelegt, ist das so genannte Easy Open System. Wer sich voll beladen der Passat Limousine nähert muss nur den Fuß unter den Stoßfänger bewegen und schon springt die Heckklappe auf. Ein Gimmick, das demnächst auch in BMW Modellen zum Einsatz kommen wird. Beim Variant ist Easy Open nicht erhältlich. Zu groß ist die Angst vor serienweisen Kinnhacken, die durch die lange Heckklappe ausgeteilt werden und vor allem in den USA eine wahre Prozessflut auslösen könnten. Man kennt sie ja, seine Pappenheimer.
Bis zu minus 18 Prozent Verbrauch
Beim Motorenangebot findet nach wie vor jeder Topf seinen Deckel: Wie schon beim Vorgänger gibt es 10 Motorisierungen zu Auswahl. Neu ist, dass sämtliche Aggregate mit Direkteinspritztechnik und 6-Gang-Schaltung versehen sind. Das Benziner-Portfolio umfasst nun ausschließlich TSI-Motoren. Den Einstieg markiert der 1.4er mit 122 PS und einem Durchschnittsverbrauch von 6,3 Litern. Der 1.8-TSI leistet 160 PS bei im Schnitt 6,9 Litern, gefolgt vom 211 PS starken Direkteinspritzer mit 2 Litern Hubraum. Die Phalanx bildet bei den Benzinbrüdern der 300-PS-V6 mit 4Motion. Letzterer wird Anfang 2011 nachgereicht. Für alle Benziner gibts optional das hochgelobte DSG.
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