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VW: Hightech statt Eiskratzen

Mit klammen Fingern die Scheiben von Eis befreien gehört bald der Vergangenheit an. VW und Audi haben gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut die beschlagungs- und vereisungsfreie Autoscheibe erfunden. Wie´s geht, steht hier.

Gute Erfindung: Eine dünne Schicht aus Indiumzinnoxid soll in naher Zukunft ein Vereisen der Scheiben verhindern. 
Welch verheißungsvolles Versprechen: Nie mehr in der Kälte stehen und mit blaugefrorenen Fingern die Autoscheiben vom Eis befreien. Nie mehr in Ermangelung eines Eiskratzers die Kreditkarte ruinieren. Nie mehr Strafe zahlen, weil man sich im Stress nur einen Sehschlitz freigeschabt hat. VW und Audi kündigen für die nahe Zukunft die eis- und beschlagungsfreie Autoscheibe an. Und das ohne sich einen teuren Garagenplatz oder eine Standheizung leisten zu müssen.

So funktioniert´s
Das Geheimis liegt in einer transparenten, hauchdünnen Schicht aus Indiumzinnoxid die in einem speziellen Verfahren auf das Scheibenglas aufgetragen wird. Dabei handelt es sich im einen Halbleiter, den VW aufgrund seiner niedrigen thermischen Emissivität (Abstrahlungsvermögen) als "Low E" bezeichnet. Das Aufbringen auf Aussenseite der Verglasung verhindert den Strahlungsaustausch zwischen warmem Innenraum und kalter Umgebung und somit eine Kondensation. Dadurch kann kein Eisfilm auf der Scheibe entstehen.

Kein Allheilmittel gegen Eis
Gänzlich verhindern kann "Low E" ein Vereisen der Scheibe allerdings nicht, wie Thomas Drescher aus der Volkswagen Entwicklung betont. Gegen gefrierender Regen etwa kann auch diese Hitech-Beschichtung nichts ausrichten. Dann bleibt nur mehr der Griff zum Eiskratzer.   

Zukunftsnah
Bis die (fast) vereisungsfreie Autoscheibe allerdings in Serienproduktion geht, gilt es noch einige Probleme zu lösen. So hat sich herausgestellt, dass die Beschichtung den Funkverkehr in Auto, also Radio- und Handyempfang empfindlich stört. Drescher ist allerdings optimistisch die sache in den Griff zu bekommen: "Wir arbeiten sehr intensiv weiter und treiben Low E konzernweit voran."

DruckenSenden05.11.2010 von Christian Zacharnik

 

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