VW CC TDI: Sexy sparen
Passat klingt nicht unbedingt nach Savoir vivre. Deswegen hat VW beim slicken Derivat des altbekannten Family- und Businessliners diesen Namenszusatz gestrichen. Geblieben ist das CC – wofür immer das auch stehen mag.

Der neue CC, jetzt ohne Passat im Namenszug. Das kann aber nicht über den offensichtlichen Verwandschaftgrad hinwegtäuschen.
Reden wir in einer oder zwei Generationen noch einmal. Vielleicht hat sich bis dahin in den Köpfen der Menschen manifestiert, dass der CC nun nicht mehr Passat heißt. Bis dato jedenfalls ist das noch nicht angekommen. Die Fragen zu unserem Testauto beziehen sich immer auf den Passat CC. Und auch wenn wir darauf hinweisen, dass nur mehr CC gültig ist, im nächsten Satz ist es dann aber schon wieder da, das Passat.
Der Reiz der Breitseite
Das mag mehrer Gründe haben: Einerseits weil es vielleicht ein bisschen wurscht ist und andererseits weil der CC seine Verwandtschaft auch in zweiter Generation einfach nicht ganz wegleugnen kann. Vorne und innen nämlich ist der Lebemann seiner etwas spießigeren Verwandtschaft wie aus dem Gesicht gerissen. Nicht, dass das ein großartiges Manko wäre – schon gar nicht nach dem im vergangenen Jahre erfolgten gelungenen Facelift der Passatfamilie. Allerdings könnten doch etwas deutlicher herausgearbeitete Unterscheidungsmerkmale nicht schaden. In der Silhouette und von hinten aber offenbart der CC dann die Sexappeal-Ambitionen doch recht deutlich: knapp geschnitten, schlank, elegant und dynamisch.
Sinnliche Fadesse
Innen ist der CC wiederum ganz offenkundig ein Passat-Abkömmling. Nichts deutet hier auf den etwas lockereren Lebensstil hin. Gut, als verstaubt kann die Atmosphäre auch nicht gerade bezeichnet werden, aber eben auch nicht als der gewünschten Attitüde entsprechend. Aber bevor wir hier jetzt einen falschen Eindruck erwecken: Seine Wirkung verfehlt der CC keineswegs. Der Wolfsburger lenkt die Blicke auf sich und in diesen ist durchaus eine gewisse Sinnlichkeit zu entdecken.
Erotik der Effizienz
Aber auch am Steuer kann sich mitunter ein leichter Erregungszustand einstellen. Das bezieht sich in gegenständlichem Fall weniger auf irgendwelche atemberaubenden Fahrleistungen, als vielmehr auf ebensolche Verbrauchswerte. Der 140 PS TDI genehmigte sich innerstädtisch nicht mehr als 6,4 Liter und auf der Autobahn 4,6 Liter bei erlaubter Höchstgeschwindigkeit. Und das, bis auf ein perfekt funktionierendes Start-Stop-System, ganz ohne irgendwelche Effizienztricks a la Leichtlaufreifen, verkleideter Unterboden, Hybrid oder ähnliches. Ja nicht einmal das handelsübliche manuelle Sechsganggetriebe tut der Effizienz irgendeinen Abbruch. Dem Komfort allerdings schon. Mittlerweile ist ein Auto mit Handschaltung fast schon so absurd wie eines ohne Klimaanlage.
Teure Konvention
Und trotzdem sind 42.906 Euro für den von uns getesteten CC zu berappen. Das ist dann doch eine ganze Stange Geld für die recht konventionelle Anmutung des Fahrzeugs - auch wenn Leder, Navi und sonstiges Komfort- und Sicherheitsbeiwerk verbaut ist.
VW CC TDI: Sexy sparen
Passat klingt nicht unbedingt nach Savo...
Reden wir in einer oder zwei Generation...
Das mag mehrer Gründe haben: Einerseits...
DruckenSenden16.08.2012 von Christian Zacharnik