Was auf den ersten Blick wie ein tolles Angebot für einen Mietwagen aussieht, kann sich spätestens bei der Rückgabe als wahrer Albtraum entpuppen. Daher empfiehlt es sich im vorab Preise zu vergleichen und ganz wichtig: das Kleingedruckte genau durchlesen.
Die wertvollste Zeit im Jahr ist der Urlaub. Hat man den Arbeitsalltag erst einmal hinter sich gelassen, will man sich einfach nur in Ruhe entspannen und die wohlverdiente Auszeit in vollen Zügen genießen. Immer mehr Menschen setzen bei der Urlaubsplanung auf „Fly and Drive“, sprich mit dem Flieger in den Urlaubsort, hinein in den Mietwagen und auf eigene Faust die Region erkunden. Aber es ist vorsicht geboten: Was Anfangs wie ein Schnäppchen aussieht, kann kostspielige Folge haben.
Online Preise vergleichen, vorab buchen
Das oberste Gebot: Vorab Preise vergleichen und am besten gleich buchen, denn es gibt ernorme Preisunterschiede. So ergab etwa ein Test der Arbeiterkammer, die die Preise in zwölf europäischen Urlaubsländern bei acht Anbietern verglich, Preisunterschiede weit über 200 Prozent zwischen dem billigsten und teuersten Anbieter. So ergab der AK Test das ein Citroen C1 bei „Holiday Autos“ für eine Woche gerade einmal 142 Euro kostete, während man bei „AVIS“ für einen VW Vox stolze 438,48 Euro locker machen muss – ein Unterschied von 208,8 Prozent.
Abhilfe schaffen in diesen Fällen Homepages wie www.checkfelix.com oder etwa www.billigermietwagen.de. Diese Seiten vergleichen alle verfügbaren Angebote diverser Anbieter mit Preis- und Leistungsübersicht für den gewünschten Ort und die gewünschte Zeit.
„Gründe für die großen Preisdifferenzen liegen einerseits in der Verfügbarkeit der billigsten Mietwagenkategorie, anderseits in der Insassenversicherung“, erklärt AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina. Das heißt: Manche Vermieter haben eine Versicherung im Preis bereits inkludiert, während andere diese erst gar nicht anbieten, oder erst Vorort bei der Abholung abgeschlossen werden können.
Um keine Bösen Überraschungen zu erleben, gilt es folgendes zu beachten:
- Das Kleingedruckte genau durchlesen: Sollte etwas unklar sein, sofort nachfragen.
- Rundgang ums Auto machen: Vor Fahrtantritt das Fahrzeug genau kontrollieren und eventuelle Schäden, auch wenn sie noch so klein sind, vom Vermieter schriftlich bestätigen lassen.
- Vollkaskoversicherung abschließen: Selbstbehalt klären und die Bedingungen genau abklären. Denn oft sind Schäden an Reifen, Glas, Unterboden und Innenraum aus der Versicherung ausgeschlossen.
- Tankregelung beachten: In der Regel ist es so, dass man das Fahrzeug voll getankt bekommt und genau so auch wieder zurückgibt. Wenn der Vermieter als besonderes Zuckerl anbietet, den Wagen selbst wieder aufzutanken, sollte man dankend ablehnen. Denn oft ist dieses „Service“ mit höheren Kosten Verbunden, als wenn man selbst zur Tankstelle fährt.
- Einwandfreien Zustand bestätigen lassen: Bei der Rückgabe sollte man sich vom Vermieter unbedingt schriftlich bestätigen lassen, dass das Fahrzeug ohne Schaden übergeben wurde.
- Andere Länder, andere Sitten: Beim Fahren selbst gilt höchste Konzentration. Speziell in Südeuropa ist eine andere Fahrweise als bei uns üblich.