Brabus E V12 "one of ten"
Die Tuning-Schmiede Brabus wird ihrem Ruf einmal mehr gerecht und präsentiert auf der IAA in Frankfurt mit dem E V12 „one of ten“ die wohl schnellsten Limousine, allerdings auch die optisch fragwürdigste.

Liebe auf den ersten Blick? Wohl kaum bei diesen gewöhnungsbedürftigen Radabdeckungen.
Wie der Name „one of ten“ schon erahnen lässt, wird der Brabus E V12 genau zehn Mal über die Ladentische gehen. Der E V12 „one of ten“ ist angesichts seiner 800 PS zweifelsohne eine wahre Höllen-Maschine, aber das Design ist mehr als fragwürdig. Die vollflächige Abdeckung der Hinterräder und die neu geformte Seitenschwellenverkleidung dienen der Aerodynamik.
Tuning-Fans lassen in diversen Internet-Foren ihren Frust freien Lauf und sprechen von „Baumarkt-Tuning mit lustlos draufgepapten Karbonzeug“ und nennen die rund 600.000 Euro teure Tuning-Version der Mercedes E-Klasse „Geschmacksbefreit“.
Die inneren Werte zählen
Doch wie heißt es so oft: Die inneren Werte zählen. Und die können sich in der Tat sehen lassen. Der aufgebohrte V12-Biturbomotor leistet unglaubliche 800 PS, zudem liegt das maximale Drehmoment bei 1.420 Nm. Doch mit Rücksicht auf das ohnehin bereits verstärkte Fünfgang-Automatikgetriebe wurde es im E V12 auf 1.100 Nm begrenzt. Laut Brabus erreicht der „one of ten“ einen Topspeed von über 370 km/h, womit er wohl die schnellste Limousine der Welt ist. Um die 255/35er Pneus rund um die 19 Zoll großen Leichtmetallfelgen zu schonen, lässt die Bordelektronik allerdings „nur“ maximal 350 km/h zu.
Auch die Sprint-Qualitäten der zwei Tonnen Limousine können sich sehen lassen. In 3,7 Sekunden soll er von null auf 100 km/h sein, auf 200 km/h nach nicht einmal zehn Sekunden und die 300-km/h-Schallmauer durchbricht er nach 23,9 Sekunden. Ähnlich heftig wie die Beschleunigung ist auch der Verbrauch des Brabus-Schlachtschiffes. Stolze 15,7 Liter verbraucht der E V12 „one of ten“ auf 100 Kilometer und hat dabei einen CO2-Ausstoß von 372 g/km.
Leder soweit das Auge reicht
Während die Außenansicht zu Wünschen übrig lässt, versteht es der E V12 „one of ten“ im Innenraum auf allen Linien zu überzeugen. Sitzt der Fahrer erst einmal in den Sport-Ledersitzen, sieht er ringsum Carbonapplikationen am Amaturenbrett, der Mittelarmlehne und an den Türen. Abgerundet wird das ganze von einem komplett mit feinsten Alcantara verkleideten Dachhimmel. Wem das noch nicht reicht, der sollte einen Blick nach unten werfen, ist doch selbst der Boden mit Leder verkleidet.
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