War da nicht einmal der Corolla? Wie Toyota daran arbeitet mit dem Auris eine gute Figur im Konzert der Kompaktklasse abzugeben, zeigt sich im autonet.at-Intensivtest.
So wie aus Raider Twix wurde, ist vor drei Jahren aus dem Toyota Corolla der Auris geworden. Da wie dort wusste man nicht so recht, wozu das gut war. Immerhin gibt es den Toyota Corolla ja bereits seit dem Jahr 1966. Wer seinen Horizont über den europäischen Kontinent hinausschiebt, wird feststellen, dass es den Corolla auch weiterhin gibt. Mit dem Namen Auris wollte man die Fokusierung auf Europa dokumentieren, die sich vor allem hinsichtlich der Fahrkultur zu erkennen gibt. Europäer haben eben andere Erwartungen an ein Fahrwerk wie etwa Amerikaner oder Kunden in asiatischen Märkten.
Optik vermittelt geräumiges Bild
So haben wir also hierzulande mit dem Namen Auris leben gelernt und wissen, dass es sich hier um das kompakte Konkurrenzmodell zu VW Golf, Opel Astra, Ford Focus, Renault Mégane und wie sie alle heißen mögen handelt. Nach nicht einmal dreijähriger Laufzeit darf der Toyota Auris nun schon in aufgefrischter Form seine Qualitäten zeigen. autonet.at hat für den Intensivtest den 99-PS-Einstiegsbenziner in der Ausstattungsvariante High genauer unter die Lupe genommen. Das Erscheinungsbild wurde dabei in Nuancen geändert. Der Kühlergrill mit den geschwungenen Lamellen und den stämmigen Einfassungen erinnert nun stärker an den größeren Avensis. Fast unverändert misst der Auris 4,25 Meter in der Länge, was in der Kompaktklasse schon eher zu den kürzeren Modellen zählt. Die Höhe von 1,52 Metern in Relation dazu vermittelt ein geräumiges Bild.
Mehr Schwung im Innenraum
Daher fühlt man sich im inneren des Toyota Auris auch nicht beengt. Das Platzangebot des Fünftürers ist auch in der hinteren Reihe ausreichend. Das Kofferraumvolumen von 354 Litern liegt knapp über jenem des VW Golf. Bei der Gestaltung des Interieurs fallen die Änderungen schon wesentlich deutlicher auf als bei der Karosserie. Toyota hat sich bei den Kunden umgehört und sich die lautesten Kritikpunkte zu Herzen genommen. Statt Hartplastik bekommt man nun auf dem Armaturenbrett Soft-Touch-Oberflächen präsentiert. Für die Mittelkonsole haben sich die Designer für schwungvolle Linien entschieden. Die Trennung zwischen Fahrer und Beifahrer zieht sich in einem massiven Bogen bis zwischen die Sitze hinein. Der Ganghebel der Sechsgang-Schaltung sitzt griffgünstig erhöht. Freischwebend geht die Konsole weiter zum Handbremshebel. Darunter befindet sich ein Ablagefach – eine Idee, die man seit mehreren Jahren von Volvo kennt. In zweierlei Ausführung gibt es den Instrumententräger. Im High-Modell sitzen in den Rundinstrumenten digitale Anzeigen für Tankinhalt, Kühlwassertemperatur und den Bordcomputer. Neu ist auch die Schaltempfehlungsanzeige mit grünen Pfeilen.
Warum sich der Toyota Auris gemütlich fährt und was er kostet, erfahren Sie auf Seite 2.