Peugeot 207 CC: Wolkenlos & heiter weiter
Um Jahre besser: Die zweite Auflage des Erfolgstyps ist gereift und gewachsen, aber keineswegs fremd geworden – zum Glück.
Der Peugeot 207CC ist keineswegs anders als der erfolgreiche 206CC - nur in jeder Hinsicht besser.
Das Bessere ist der Feind des Guten, und das Neue tritt das Alte in den Hintern. Binsenweisheiten wie diese sind oft schon als Mumpitz entlarvt worden, aber diesmal treffen sie den Nagel auf den Kopf: Der 207 CC ist keineswegs anders als der erfolgreiche 206 CC – nur in jeder Hinsicht besser.
Keine artgerechte Handlung
Der Fortschritt beginnt schon beim Dach: Jetzt wird keine helping hand gebraucht, um das Dach zu entriegeln, es herrscht Vollautomatik. In knapp mehr als 20 Sekunden gleiten die beiden Elemente übereinander und schlichten sich in den Kofferraum. Dieser ist ebenfalls größer geworden, wenn das Dach am Haupt sitzt, sogar regelrecht riesig. Wurde das Dach verstaut, besteht das übliche Handicap von Blechdach-Cabrios: Der verbleibende Laderaum ist schwer zugänglich. Immerhin stehen noch die beiden Fondsitze zur Verfügung, die weiterhin zu knapp sind, um landesübliche Menschen artgerecht zu transportieren.
Um eine ganze Generation erwachsener präsentiert sich der Innenraum, sowohl was die Dimensionen als auch seine Einrichtung angeht. Das Intereur ist charmant wie ein Abend in Begleitung der Witwe Clicquot, die Ellenbogen müssen nicht anstößig werden, und auch bei bedecktem Himmel brauchen große Herrschaften nicht den Kopf einzuziehen. Der Instrumententräger ist fein geschwungen und hüllt sich in akkurate Hochwertigkeit, dazu passt das feinlederne Gestühl unserer Topversion, inklusive Leder an Lenkrad und Schalthebel.
Gewichtige Verbesserung unter der Motorhaube
Eine gewichtige Verbesserung bringt nicht zuletzt das Motorenprogramm. Viele werden freilich die Premiere eines Diesels in diesem Umfeld mit großem Trara feinern, wir möchten bescheiden auf die sportliche Wahl hinweisen: den brandneuen 1,6 Turbo, der gemeinsam mit BMW entwickelt wurde und anderweitig im Mini brilliert.
Dieser kleine Schlauberger unterfüttert benzinerhafte Laufruhe und Leistung mit dem dicken Drehmoment eines Turbos. Im Gegensatz zu früheren Turbos setzt der Lader weich, nahezu unmerklich ein, sorgt für unkaprizösen Punch und überaus elegantes Fortkommen. Ein Verbrauch zwischen knapp acht und gut neun Litern sorgt dafür, dass sich kein Bitterstoff unter die Süßspeise mischt.
Und was ist noch alles besser? Der Klang der Soundeinheit, die Steifigkeit der Karosserie, der Strom der Lüfte – und Scheinwerfer, die böser dreinschauen als Jean Reno.