Pünktlich zum Frühlingsbeginn kommt die sechste Generation des japanischen Kultsportlers in der Roadster-Version zu uns. autonet ist den sexy Geheimtipp unter den Highperformance-Cars bereits gefahren.
Jubiläum! Seit mittlerweile 40 Jahren geistert der Z durch die internationale Sportwagenszene. Das heißt, bei uns geistert er, in den USA ist er alles andere als ein ätherisches Wesen und höchst präsent. Dergestalt nämlich, dass der Nippon-Sportler für sich in Anspruch nehmen kann, der meistverkaufte Sportwagen der Welt zu sein. Begonnen hat alles 1969 mit dem 240Z, dem damals noch der Name Datsun voranstand. Er und seine Nachkommen, namentlich der 260, 280, 300, 350 und 370Z, haben sich insgesamt 1,8 Millionen Mal verkauft. Letzterer trat in der Coupé-Version bereits im Juli vergangenen Jahres seinen Dienst an. Jetzt, 10 Monate später und pünktlich mit dem gerade auf Hochform auflaufenden Lenz, bringt Nissan den 370Z Roadster in Stellung.
Athletischer Körperbau
Was beim Erstkontakt mit dem 370Z Roadster sofort ins Auge sticht, ist das sich äußerst harmonisch in die klassische Roadster-Silhouette integrierende Stoffverdeck. Anders als beim Vorgänger, dem 350Z Roadster, müssen hier im geschlossenen Zustand nun keine optischen Einbußen mehr hingenommen werden. Ansonsten teilt sich der offene Japan-Athlet das hochaggressive Outfit mit der blechbedachten Variante des Athleten. Das fängt beim weit aufgerissenen Kühlerschlund an, geht über die stark Richtung Asphalt gebogene, lange Motorhaube, setzt sich bei den pfeilförmigen Scheinwerfern fort, arbeitet sich über die weit ausgestellten Radkästen nach hinten und findet im kurzen, knackigen Heck mit den extravaganten Leuchten und den armdicken Endrohren seinen wohlgeformten Abschluss. Eines kann unumwunden behauptet werden: Der 370Z ist auch in seiner Open-Air-Version ein extrem viriles Stück von einem Sportwagen.
Auch der Innenraum wirkt mit seiner kantigen Architektur sehr martialisch und macht keinen Hehl daraus, dass der Kultsportler mit harter Hand angefasst werden will. Die Verarbeitung ist auf Premium-Niveau, die Ergonomie perfekt: die vielfach verstellbaren Sportsitze bieten einen der zu erwartenden Performance angepassten Seitenhalt. Das kleine, dick belederte Sportlenkrad liegt fein in der Hand und der kurze Schaltstick schreit danach kräftig angepackt zu werden. Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann ist es der Einsatz vieler verschiedener Materialien, was einen etwas inhomogenen Eindruck hinterläßt.
Offen in 20 Sekunden
Der Knopf für den vollautomatischen Verdeckmechanismus ist nun nicht mehr, wie beim Vorgänger, relativ unzugänglich, sondern repräsentativ im Zentrum der breiten Mittelkonsole angebracht. Betätigt man den, öffnet das Fetzendach in 20 Sekunden. Ein nicht gerade niedriger Wert, der dazu führt, dass beim Öffnen oder Schließen an der roten Ampel doch etwas Hektik aufkommt. Ist die Mütze aber mal spurlos im Verdeckkasten hinter den Sitzen verstaut, macht sich ein ungetrübtes Open-Air-Vergnügen breit. Die Windschutzscheibe ist zwar strömungsgünstig stark geneigt, allerdings auch in der Vertikalen sehr schmal, sodass selbst bei Großgewachsenen genung Abstand zwischen Stirn und oberer Querstrebe ist. Ein sowohl optisch, als auf funktionell feines Detail ist das Glaswindschott zwischen den beiden Überrollbügeln. Sind die Seitenfenster hochgefahren, lässt es sich auch bei höherem Tempo angenehm offen fahren.
Was den Nissan 370Z Roadster zu einem der besten Sportwagen seiner Klasse macht und wie das Gesamturteil der autonet-Redaktion ausfällt, lesen Sie auf der nächsten Seite.