Maserati MC Stradale: Italo-Berserker
Da kommt was bitterböses aus Modena: der Maserati MC Stradale, seines Zeichens der schnellste je in Serie gebaute Dreizack aller Zeiten. Was passiert, wenn kompromisslose Renntechnik auf 450 PS treffen, lesen Sie hier.

Da glüht er dahin, der schnellste Maserati aller Zeiten, der MC Stradale: in 4,6 Sekunden geht´s dank 450 PS und einem Drehmoment von 510 Newtonmetern auf 100 Sachen.
Bislang gab’s dieses Auto nur mit Rennlizenz. Doch dann waren den reichen Rasern die paar Wochenende bei der Trofeo Maserati nicht mehr genug. Deshalb haben sie vehement eine Straßenversion ihres Rennwagens gefordert, und die Italiener ließen sich nicht lange bitten: Ab sofort gibt es den sonst so eleganten GranTurismo auch als bitterbösen MC Stradale. Im Rennanzug sieht er nicht nur schärfer aus als alle anderen Serienmodelle aus Modena, sondern er fährt auch so. Schließlich ist er der stärkste und schnellste Straßenrenner in der Firmengeschichte.
Sieht aus, wie er ist
Dass man diesem Auto mit besonderem Respekt begegnen sollte, sieht man bereits auf den ersten Blick. Denn wie der Rennwagen trägt der MC Stradale einen Kampfanzug mit ziemlich einschüchternder Wirkung: Der weit herunter auf den Asphalt gezogene Frontspoiler ist scharf wie ein Rasiermesser, durch die neuen Nüstern auf der Haube bläst der Bolide Dampf wie ein Kampfstier im Comic und die riesigen Kiemen an der Flanke stempeln den Weißen Hai zum Zierfisch. Dazu gibt es ein extrabreites Heck mit einem rabenschwarzen Diffussoreinsatz und einem kessen Spoiler.
Athletik-Chic
Auch innen gibt der Maserati den Sportler, der mit Überrollbügel und Hosenträger-Gurten sogar auf die Rennstrecke darf. Aber er kann sich eine Brise italienischer Eleganz nicht verkneifen: Neben dem Karbon gibt’s deshalb auch Klavierlack, die engen Rennschalen sind mit feinem Leder und weichen Polstern ausgeschlagen, und sogar die Kurte tragen Kuschelkissen aus Alcantara: Das ist wie 100-Meter-Lauf im Brioni-Anzug. Trotzdem zeigt der luxuriöse Purismus die erhoffte Wirkung: Weil die Rückbank komplett fehlt, die Rennsitze spürbar leichter sind und viel Karbon statt Blech zum Einsatz kommt, speckt der GranTurismo immerhin 110 Kilogramm ab.
Scharfes Gerät
Entsprechend wenig Feinschliff braucht es am V8-Motor, der weiter bei seinen 4,7 Litern Hubraum bleibt. Allerdings hat er jetzt 450 statt 440 PS und wird so zum stärksten Straßenmodell in der Firmengeschichte. Gleichzeitig klettert das maximale Drehmoment um 20 auf 510 Nm. Während die neue Renn-Automatik die Gänge bestenfalls in 60 Millisekunden wechselt und der Sportauspuff den Soundtrack der Formel1 in die Innenstadt holt, schießt der rasende Dreizack davon, als gäbe es kein Morgen mehr: Nur 4,6 Sekunden braucht er auf Tempo 100, und Schluss ist erst bei 301 km/h - so schnell war vor ihm noch kein anderer Maserati mit Straßenzulassung.
Rare Ware
Allerdings lassen sich die Italiener die Lizenz zum Rasen ordentlich bezahlen und schlagen für den Renntrim rund 30 000 Euro auf den ohnehin schon stattlichen Grundpreis des Luxus-Coupés. Da die österreichischen Preise noch nicht bekannt sind, liefern wir ihnen vorerst die in Deutschland gültigen: ab 152.300 Euro. Nicht abgeschreckt? Dann Beeilung: Von den 400 bis 500 Fahrzeugen, die Maserati bauen will, ist die Hälfte schon verkauft.
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DruckenSenden18.03.2011 von Thomas Geiger