Seat Ibiza ST: Auto Emocion für Pragmatiker
Mini-Kombis sind Vorzeige-Pragmatiker, aber nicht besonders sexy. Der Seat Ibiza ST hat das beste Outfit der Klasse, noch aufregender ist aber der Blick auf die Preisliste. Erste Ausfahrt mit dem schicken Tiefpreis-Kombi.

Mit der nötigen Würze verfeinert Seat in Form des Ibiza ST das Segment der Kombis auf Kleinwagenbasis.
Die Designer haben es mit den kleinen Kombis nicht leicht. Großer Raum in der kleinen Klasse ist ein Unglück für die Proportionen, völlig klar bei der Kombination kurz-hoch-schmal. Umso erstaunlicher, was Seat daraus gemacht hat: Frontansicht und Heck sind stimmig, sehen aus manchem Blickwinkel richtig flott aus. Seitlich machen die für Seat typischen, markanten Sicken Stimmung. Unterm Strich sicher das schickste, flotteste Outfit aller Mini-Kombis.
Bei Preis und Ladevolumen vorne dabei
Die meisten werden ihren Blick dennoch zuerst auf die Zahlen richten. Auch wenn sich Seat als Vertreter der Auto Emocion fühlt: Kleine Kombis sind Vorzeige-Pragmatiker, es geht um viel Raum für wenig Geld. Der Ibiza ST nimmt diese Vorgaben sehr ernst: 12.850 Euro sind ein spektakulärer Preis für ein echtes Familienauto, um 810 Euro extra komplettiert man den Ibiza ST mit Klima und Radio. Ebenso überzeugend: 430 Liter Ladevolumen, durch Umlegen der Fondlehnen erweiterbar auf knapp 1200 Liter. Beeindruckende 515 Kilogramm erlaubte Zuladung. Auch pragmatisch gesehen ist der Ibiza ST in seiner Klasse vorne dabei.
Raumfahrzeug für Familien und Sportler
Was bedeutet das in der Praxis: Der Ibiza ST hat mehr Basiskofferraum als die Golfklasse und ist mit umgelegten Fondlehnen ein echtes Raumfahrzeug für Familien und Sportler. Das trauen Außenstehende dem Kleinen gar nicht zu. Weil man die Sitzfläche vorklappen kann, entsteht beim Umlegen eine ebene Ladefläche, die Fondlehnen sind serienmäßig im Verhältnis 2:1 geteilt. Nur Specials wie einen zusätzlich umlegbaren Beifahrersitz oder Verzurrösen sind auch in der Aufpreisliste nicht zu finden. Das Cockpit ist zweckmäßig eingerichtet: Es gibt keine Highlights, aber auch keine Enttäuschungen. Die Materialien sind optisch ansprechend, bis auf einen Teil des Armaturenbretts aber hart Kunststoffe.
Benziner von 70 bis 105 PS
Das Fahrverhalten profitiert vom hochwertigen VW-Baukasten des Polo und dem geringen Gewicht –– der Ibiza ST hat Spaßpotenzial: Im durchaus agilen Ibiza ST zahlt sich auch die Sportausstattung mit etwas flotterer Abstimmung aus. Die normale Auslegung ist komfortorientiert, angenehm im Alltag auch das gute Lenk- und Schaltgefühl. Man fährt den Ibiza ST gern. Der oft gewählte Einstiegs-Benziner, ein 1,2-Liter-Dreizylinder mit 70 PS, ist zum Mitschwimmen im Verkehr gedacht. Der Dreizylinder-Sound ist präsent, aber nicht aufdringlich. Ein souveräner, toller Benziner ist der 1,2 TSI mit 105 PS – durch die Aufladung ist er sehr entspannt zu fahren und bietet gleichzeitig Fahrspaß.
Ecomotive-Version mit 3,1 Litern Verbraucht folgt
Durchaus unterhaltsam auch die 1,6 TDIs mit 90 und 105 PS. Der kleinere 1,2 TDI mit 75 PS ist mehr für die Verbrauchsrekorde zuständig. Auch wenn diese Werte in der Praxis sehr schwer zu erreichen sind: 3,9 Liter offizieller Mixverbrauch beim 1,2 TDI sind top, mit der etwas später folgenden Ecomotive-Variante erreicht dieser Motor sogar 3,1 Liter und nur noch 89 g/km CO2-Wert. Auto Emocion für Pragmatiker.
Markteinführung am 18. Juni
Die Preise beginnen wie erwähnt bei 12.850 Euro für den 70-PS-Benziner. Den günstigsten Ibiza ST mit Dieselmotor gibt es ab 14.990 Euro. Das Topmodell in der Preisliste bildet der Ibiza ST 1,6 TDI Sport für 19.040 Euro. Neben dem Basismodell Reference gibt es noch die Ausstattungsstufen Style und Sport. Bei den angegebenen Preisen handelt es sich um Aktionspreise, die bis 31. August gelten. Die Markteinführung bei den österreichischen Seat-Händlern startet am 18. Juni.
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