autonet.at
Schon gefahren

Opel Meriva: Schon gefahren

Mach hoch die Tür, das Tor macht weit
Länger wollen wir Sie nun allerdings nicht mehr auf die Folter spannen und kommen nun zum eigentlichen Clou des neuen Meriva, dem so genannten FlexDoor-System. Von der Konvention geeicht greift, wer die hinteren Türen öffnen will, zuerst einmal ins Leere. Der Griff befindet sich statt auf der rechten, auf der linken Seite der Türe. Das ist allerdings auch schon das Einzige, was einer gewissen Umgewöhnung bedarf. Ansonsten erschließt sich dem Benützer die Logik und Funktionalität der gegenläufig öffnenden Türen schnell und intuitiv. Be- und Entsteigen gelingt in einem angenehm verrenkungsfreiem Bewegungsablauf. Besonders zu schätzen wissen wird die FlexDoors, wer regelmäßig Kindersitze und die dazugehörigen Passagiere in den Fond hieven muss. Durch den extrem weiten Öffnungswinkel von 84 Grad sind die Türen stets außerhalb des Aktionsradius. Ebenfalls als äußerst vorteilhaft erweist sich dieses Türsystem auch bei engen Schrägparkplätzen. Statt sich mühsam aus oder in das Auto schlängeln zu müssen, betritt man nun die Fahrgastzelle geraden Rückens und aufrechten Hauptes.

Kein Selbstmord-Kommando
Das Horrorszenario, dass der hinten sitzende "G´schrapp" die Türe bei voller Fahrt öffnet, hat diesem Türsystem den bezeichnenden Namen "Suicide-Doors" eingebracht. Dieser Gefahr hat Opel beim neuen Meriva einen sprichwörtlichen Riegel vorgschoben. Ab 4 km/h werden die Türen versperrt, was optisch durch ein rot leuchtendes LED-Lämpchen im Bereich der Griffe angezeigt wird. 

Straffes Handling
Statt wie bisher auf jener des Corsa basiert der neue Meriva auf der Plattform des Zafira. Das zeitigt ein deutlich verbessertes Fahrverhalten. Das Fahrwerk ist straff ausgelegt, ohne dass dabei auf komfortables Abrollverhalten verzichtet werden muss. Durch den bereits angesprochenen verlängerten Radstand und die breitere Spur liegt der Meriva satt auf der Straße. Wer es darauf anlegt, die retrograde Peristaltik des Nachwuchses anzuregen, kann den Meriva durchaus forciert um die Kurve jagen. Bei höheren Geschwindigkeit fällt das niedrige Geräuschniveau im Innenraum auf.

Motorenpalette
Das der Dieselboom eindeutig am Ende ist, zeigt schon allein die Gewichtung bei der ab Juni zur Verfügung stehenden Motorenpalette: drei 1.4-l.Benziner und zwei Diesel, wobei letztere bei der ersten Fahrpräsentation erst gar nicht zu Verfügung standen. Und um ehrlich zu sein, wir haben die Selbstzünder auch gar nicht vermisst. Der Basis-Otto leistet 100 PS bei einem Drehmoment von 130 Newtonmetern und einem Verbrauch von 6,1 Litern. Als ideale Motorisierung für den rund 1,4 Tonnen schweren Meriva hat sich bei der ersten Ausfahrt der nächststärkere Benziner mit 120 PS und Turboaufladung herausgestellt. Die Fahrleistungen sind mit einer Beschleunigung von 11,5 Sekunden (0 - 100 km/h) und einer Höchstgeschwindigkeit von 188 km/h überzeugend, zumal der Verbrauch mit jenem des schwächern Kollegen ident ist. 0,6 Liter mehr verbraucht der Top-Benziner mit 140 PS, der dafür mit einem 6-Gang-Getriebe punktet.

Wer nicht um die Burg den Selbstzündern abschwören will, kann auch auf einen 1.3 CDTI mit 75 und einen 1.7 CDTI mit 100 PS zurückgreifen. Das Problem dabei: der kleinere Diesel macht mit einem Spurt von 0 auf 100 in 17 Sekunden nicht gerade durch besondere Spritzigkeit von sich Reden und der stärkere verblüfft mit einem höheren Verbrauch als der um 20 PS stärkere Benziner.

Preise
In der Basis-Version Cool&Sound kostet der Einstiegsbenziner zum Einführungspreis 15.490 Euro (gültig bis 30.06.2010). Die Dieselpreise beginnen bei 16.890 Euro. Der Top-Benziner in der Ausstattung Cosmo kommt auf 23.350 Euro.

Opel Meriva: Schon gefahren

Im Juni kommt die zweite Generation des...  

Wie fad der Vorgänger eigentlich ausges...  

Die vormals plane und reizlose Seitenan...  

DruckenSenden15.04.2010 von Christian Zacharnik

 
2 von 2
 

Um diese Funktion zu nutzen, musst du eingeloggt sein.
Du bist noch nicht registriert? Geht ganz schnell und bringt jede Menge Vorteile!
Hier geht's zur » Registrierung

 
 

Newsletter
RSS