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Schon gefahren

Lamborghini Gallardo Superleggera: Bruder Leichtfuß

Dass der Wagen fünf Prozent weniger wiegt, kann man auf der Straße tatsächlich spüren: Als hätte der Chirurg noch einmal sein Skalpell gewetzt, schneidet der Gallardo jetzt noch schärfer durch die Kurven: Bissig, brüllend und brutal schnellt er bei jedem Gasstoß nach vorn und quittiert den Griff zu den Schaltwippen am Lenkrad mit einem vehementen Tritt ins Kreuz des Fahrers. Wie eingefädelt in die Kontaktschiene einer Carrera-Bahn folgt der Allradler bis weit in den Grenzbereich ganz unbeirrt seinem Kurs und macht aus jedem halbwegs ambitionierten Besserverdiener einen kleinen Hobby-Schumacher, der sich tief in die engen Schalensitze kauert und mit vor Aufregung feuchten Händen in das mit Wildleder ummantelte Lenkrad greift.

Noch einmal zehn PS aus dem V10-Motor herausgekitzelt
Zwar war Leichtbau beim Superleggera – nomen est omen – natürlich das wichtigste Thema. Doch ein neues Topmodell mit unveränderter Motorleistung, soweit ist die Sportwagengemeinde noch nicht. Deshalb haben die Italiener auch noch einmal an ihrem V10-Direkteinspritzer gefeilt und weitere zehn PS herausgekitzelt. Das ist zwar nicht viel. Doch zusammen mit dem geringeren Gewicht und einem maximalen Drehmoment von 540 Nm reichen die 570 PS immerhin für ein paar Zehntel Zeitgewinn: Statt 3,7 braucht Tiefflieger jetzt nur noch 3,4 Sekunden bis Tempo 100, nach weiteren 6,8 Sekunden sind 200 km/h erreicht und ein Ende findet der Vortrieb erst, wenn ein Jumbojet längst abgehoben hat: bei 325 km/h.

3,5 Liter weniger Verbrauch als der Vorgänger
Zwar geht es bei Lamborghini in erster Linie um Emotionen statt Emissionen. Doch als angenehmen Nebeneffekt gibt es zum Gewinn an Leistung und Tempo auch noch eine Steigerung der Effizienz: So ist der Benzin-Direkteinspritzer jetzt im Normzyklus mit 13,5 Litern zufrieden. Schon das sind fünf Zehntel weniger als beim normalen Gallardo mit 560 PS und automatisiertem Schaltgetriebe. Doch imposant wird der Vergleich erst mit dem letzten Superleggera von 2007: Obwohl 40 PS schwächer, hat der 20 Prozent oder 3,5 Liter mehr verbraucht. Und das, obwohl der neue Superleggera sogar einen kleinen Schönheitsfehler hat: Weil unter dem Schaufenster im Heck seit der Überarbeitung im Jahr 2008 der neue V10 steckt, ist der aktuelle Leichtathlet sogar zehn Kilo schwerer als sein Vorgänger.

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DruckenSenden25.03.2010 von Thomas Geiger

 
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01 Benzinkopf | 25.03.2010 22:36:01 | Melden


Ihr testets ja auch nur die richtig langweiligen Familienkutschen hier... ;)
Na - wie immer schöner Bericht zu einem abartig brachialen Auto! Traumhaft!
Und obwohl der Hinweis, dass es bei einem Lambo um Emotionen statt Emissionen geht nicht richtiger sein könnte, muss ich schon zugeben, dass sich meine Mundwinkel zu einer Beeindruckung zeigenden Geste hinreißen ließen, als ich gelesen hab, dass der Wagen "nur" 13,5 Liter braucht. Das ist schon eine reife Leistung bei der Power. Und wie die Teile erst klingen!!! Für ein Videoreview war keine Zeit oder? ;)

 

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