Toyota Auris: Aufgefrischt und ab Herbst als Vollhybrid
Fescher, hochwertiger und fahraktiver zeigt sich der neue Toyota Auris im ersten autonet-Test. Ab dem Herbst gesellt sich ein Vollhybrid zum unverändert gebliebenen Motorenprogramm.

Moderat Retuschiert zeigt sich der neue Toyota Auris von Außen. Innen gibt´s ein Qualitätsupgrade. Ab Herbst ist der Japaner als erster Kompakter mit Vollhybrid zu haben.
Toyota ist mit dem Auris vor drei Jahren angetreten, um in der europäischen Kompaktklasse aufzusteigen. Eine schwierige Aufgabe, denn kein anderes Massensegment ist so anspruchsvoll: Während Menschen überall auf der Welt in Ihr Auto steigen, um von A nach B zu kommen, haben die meisten Europäer jede Menge Ansprüche an Fahrdynamik, Qualität und Image. Toyota hat mehr Auris als davor Corolla verkauft, gibt aber zu, daß es noch besser laufen hätte können. Jetzt stärkt ein Update den Japaner – und es ist eine Art Pflichtübung vor der großen Kür im Sommer: Dann wird der Auris das erste Auto in der Kompaktklass sein, daß auch mit Hybridantrieb zu haben ist. Ein großer Schritt für die Autobranche, denn erstmals ist die sparsame Antriebstechnik dann auch im Massensegment verfügbar.
Innenraum-Upgrade
Zunächst macht sich der Auris aber fesch für den großen Auftritt. Vor allem im Innenraum wird optimiert: Dort gefällt das Design speziell durch die lässig geformte Mittelkonsole und die hochwertigen Instrumente. Nicht ideal war die Haptik der Kunststoffe, hier verbessert Toyota jetzt mit angenehmen Soft-Touch-Oberflächen. Dazu kommen kleine Retuschen, eine neue Armauflage in der Mitte und ein AUX/USB-Eingang. Neben dem teureren Navi-System mit großem Bildschirm gibt es nun auch eine kostengünstigere Variante von TomTom, die ebenfalls in die Mittelkonsole integriert ist – sie fällt zwar optisch ein wenig ab, bietet aber innovative Features. Wünschenswert wären etwas mehr schnell erreichbare Ablagen.
Zarte Exterieur-Retuschen
Das Außendesign orientiert sich an den aktuellen Toyota-Neuheiten wie Verso oder Avensis. Kühlergrill, Scheinwerfer und Lufteinässe wurden leicht geändert. Geblieben ist natürlich die insgesamt recht hohe Karosserie, die den Auris pragmatisch und raumorientiert macht. Mit einer neuen Sport-Ausstattungsvariente kann man sich jetzt aber auch dynamischer positionieren.
Fahraktiver und sparsamer
Das Fahrwerk ist nun ein wenig straffer und insgesamt sehr ausgewogen. Der komfortable Auris kann auch flott durch die Kurven bewegt werden. Geräusche und Vibrationen wurden reduziert, wobei hier speziell der kleine, 90 PS starke Diesel 1,4 D-4D mit einer sehr hochwertigen Vorstellung beeindruckt. Zudem bietet er souveräne Kraft und lag bei ersten Tests trotz mitunter flotterer Fahrweise bei 5,0 Liter Verbrauch! Das Motorenprogramm bleibt insgesamt unverändert. Hier hat Toyota schon im Vorjahr nachgelegt, speziell den neuen Benziner 1,33 dVVT-i mit Spartechnik und Stop-Start-System. Im Juli startet dann die Produktion des Auris-Highlights, das quer durch die Branche für Aufsehen sorgen wird: Ein vollwertiger Hybridantrieb wie im Prius wird erstmals überhaupt im Massensegment verfügbar sein. Beim Verbrauchswert soll dann ein Dreier vor dem Komma stehen. Der Preis wird zwischen Auris und Prius liegen – wo genau, wird entscheidend für den Erfolg des künftigen Auris HSD sein.
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DruckenSenden25.02.2010 von Fabian Steiner