Mazda CX-7 Diesel: Der Japan-SUV ist jetzt Europa-kompatibel
Lang erwartet: Ab sofort bietet Mazda seinen sportiven SUV auch mit einem 2,2-Diesel mit 173 PS an. Damit wird der Japan-SUV auch für Europa richtig interessant. Nicht zuletzt dank des günstigen Einstiegspreises von 34.290 Euro.

Den Mazda CX-7 gibt es ab sofort auch mit 173-PS-Diesel. Der Preis startet bei gut ausgestatteten 34.490 Euro.
Ein schlechtes Angebot war der Mazda CX-7 ja nie - ganz im Gegenteil. Den Japan-SUV gibt es seit 2007. Neben der schnittigen Form war der günstige Einstiegspreis stets das große Atout des Allradlers. Ab rund 38.000 Euro gab es einen vollwertigen SUV mit starkem Premiumcharakter und äußerst attraktiver Serienausstattung. Das einzige Problem: Erhältlich war er bislang nur mit 260 PS starkem Turbo-Benziner - nicht gerade das, was hierzulande gemeinhin weg geht wie die warmen Semmeln. Ecce: Nur 500 Stück wurden 2008 und 2009 verkauft.
Verkaufs-Turbo
Mit einem Diesel im Talon will Mazda nun die Verkaufszahlen vervierfachen: 1.000 Stück des fernöstlichen Sport-SUV sollen nun jährlich an Allrad-affines Publikum in Österreich ausgeliefert und der Marktanteil im Kompakt-SUV-Segment auf 2,5 Prozent verdoppelt werden. Ein ambitioniertes Ziel, zu dessen Erfüllung dem neben den Selbstzünder-Atout auch ein umfassendes Facelift und ein wie gehabt günstiger Einstiegspreis beitragen soll. Alles in allem also ein vielversprechendes Erfolgspaket, das die Mazda-Sans hier geschnürt haben.
Optisch aufgefrischt
Statt, wie andere SUV, mit martialischem Balzgehabe auf Kundenfang zu gehen, punktet der CX-7 seit seiner Markteinführung vor zwei Jahren mit etwas feingliedrigeren Wesenszügen - eher der Athletik, denn dem ruralen Offroad-Habitus zugetan. Der neue CX-7 wartet mit einer neu gestalteten Frontschürze auf, die dem Fahrzeug einen etwas aggresiveren Style verpasst. Zudem wurden an verschiedenen Stellen Chromleisten appliziert, die für einen hochwertigeren Auftritt sorgen. Neuer Look auch im Inneren: Das Armaturenbrett wurde neu gestaltet und die Materialien aufgewertet. Die Mittelkonsole wirkt aufgeräumter und großzügiger. Nach wie vor ein Minuspunkt: Das Navigationssystem lässt sich nur per Lenkradsteuerung bedienen, sodaß es dem Beifahrer unmöglich ist, hier helfend einzugreifen. Dieses Manko soll in der nächsten Generation ausgemerzt werden.
Leidlich agil
In bester Commonrail-Manier meldet sich der 2.2-l-Selbstzünder nach dem Dreh am Zündschlüssel distinguiert zu Wort. Da werden auch Akustik-verwöhnte Otto-Verfechter kaum Anlaß zum Herumnörgeln finden. Aus einem Hubraum von 2.184 Kubikzentimeter generiert der Vierzylinder 173 PS. Die im Vergleich zum 2,3-l-Benziner fast 100 PS weniger macht der Diesel mit einem um 20 Newtonmeter stärkeren Drehmoment zumindest auf dem Papier wett. In der Praxis allerdings haben die 400 Newtonmeter an dem doch sehr stattlichen Gewicht von rund 1.800 Kilo des CX-7 etwas zu kiefeln. Untenrum am Drehzahlband könnte es mitunter etwas agiler zugehen. Dafür verwöhnt das Aggregat in Reisegeschwindigkeit mit erlesener Laufruhe und - wie gesagt - tonaler Zurückhaltung.
Darf´s ein bißchen weniger sein
Hauptkaufargument für den neuen CX-7 mit Dieselaggregat ist allerdings der nun gesellschaftsfähige Verbrauch: Auf 100 Kilometer knöpft der CX-7 CD173 mit einem Normverbrauch von 7,5 Litern seinem Benzinbruder drei Liter ab. In der Stadt gönnt sich der Turbodiesel 9,1 Liter und auf Autobahnen und 6,6 des raffinierten Fossilbrennstoffs. Der CO2-Wert liegt bei 199 Gramm pro Kilometer - mehr als vier 4 Deka weniger als der Benziner. Zusätzlich wurde dem CX-7 ein SCR-Katakysator implantiert, der mittels Harnstoff-Einspritzung (AdBlue) den Stickoxid-Ausstoß weitgehend eliminiert. Der AdBlue-Tank befindet sich unter dem Gepäckraum und fasst 455 Liter. Diese Menge reicht für 20.000 Kilometer und wird im Zuge des regulären Service aufgefüllt.
Straffer und sicherer
Von den Non-Premium-SUV gelingt dem CX-7 die Annäherung an die Referenz-Fahreigenschaften der deutschen Mitbewerber am besten. Mit verantwortlich dafür ist das straffe, exakte Handling, mit dem der CX-7 schon in erster Generation überzeugte. In der 2009er-Version haben die Mazda-Ingenieure diese Qualitäten noch einmal verbessert. Das gelingt einerseits durch eine um fünf Prozent erhöhte Torsionssteifigkeit und andereseits durch eine Fahrwerksstraffung. Für mehr Sicherheit sorgen überdies der vermehrte Einsatz hochfester Stähle und optionale Features wie Spurwechselassistent und Notbremssignalfunktion.
Frühbucherbonus
Preislich hat der CX-7 in der Dieselvariante nocheinmal an Attraktivität dazugewonnen. Der Einstieg (Emotion) beginnt bei 34.290 Euro. Dafür sind 18-Zoll-Alufelgen, Klimaanlage, CD-Radio samt MP3 und ipod-Anschluß, Traktionskontrolle, elektrische Fensterheber, Front-, Seiten-, Kopf- und Schulterairbag serienmäßig mit an Bord. Die nächste Ausstattungsstufe (Challenge) kostet 36.090 Euro und wartet mit Tempomat, Licht- und Regensensor, Rückfahrkamera, 6-fach-CD-Wechsler und Bluetooth Freisprecheinrichtung auf. Das Navigationssystem kostet 700 Euro Aufpreis. Wer sich bis 31. Oktober für die 41.790 Euro teure Top-Version Revolution Top entscheidet, bekommt den Preis für das Navi gutgeschrieben.
Fazit
Der CX-7 von Mazda ist ein sportlicher SUV, der optisch im Vergleich zu vielen seiner Mitbewerber nicht allzu sehr einen auf dicke Hose macht. Das ist kein zu vernachlässigender Vorteil in Zeiten um sich greifender Pogromstimmung gegen SUV. Der moderat Sprit schluckende 2,2-l-Diesel im neuen CX-7 trägt maßgeblich zur gesellschaftlichen Akzeptanz bei. Schade, dass der CX-7 Diesel nicht mit Automatikgetriebe angeboten wird. Diesen Punkt gedenkt Mazda anläßlich des nächsten Facelifts zu anzugehen.
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