Nissan 350Z Roadster: Der Launenheber
Man findet immer gute Gründe, sich in den Kultroadster zu setzen. Die aktuellen lauten: mehr Power und noch bessere Performance.
Der Nissan 350Z Roadster sieht nicht nur sexy aus, sondern hat auch einiges unter der Haube.
Eigentlich ist der Nissan 350Z ja der beliebteste Sportwagen der Welt – und nur bei uns ein Exote. Dabei, Leute, besitzt der Nissan seinen Beliebtheitsstatus durchaus zu Recht. Er sieht nämlich nicht nur sexy aus, sondern fährt sich auch so – und ist gleichzeitig weit weniger kapriziös, als man angesichts der heißen Formen erwarten würde.
Perfekt geschnitten wie ein Sportsakko
Schon seine Dimensionen sind so perfekt geschnitten wie ein Sportsakko, er ist groß genug, um auch gestandene Mitteleuropäer menschlich drin unterzubringen und bietet einen würdigen Kofferraum – Golfbag-tauglich! Andererseits gibt es weder Speckgürtel noch Schwimmreifen, die den knackigen Charakter eines Sportlers verwässern würden.
Auch das Dach entspricht dieser Spreizung: Man muss es nur am Handgriff entriegeln, dann vollzieht sich das Laola des Verdecks in 20 Sekunden per Knopfdruck. Einmal offen, werden die Winde durch die Seitenscheiben und das serienmäßige Schott aus Glas gut im Zaum gehalten. Wieder geschlossen, bewegen sich die für Roadster typischen Windgeräusche auf erstaunlich niedrigem Niveau.
V6: Musterbeispiel an Elastizität und Geschmeidigkeit
Star der Ausfahrt muss aber trotzdem der Motor sein. Die legendäre V6-Motorengeneration von Nissan räumt ja jedes Jahr die begehrtesten Preise in den USA ab – und wenn man damit fährt, weiß man, warum. Der V6 ist ein Musterbeispiel an Elastizität, Geschmeidigkeit und für Dampf in den höheren Drehzahlen. Seit seinem letzten Update zu Beginn der Saison leistet er nun 313 PS, womit sich der 350Z Roadster brav auf Augenhöhe mit seinen deutschen Kollegen bewegt.
Die Zuspitzung auf die höhere Leistung hat allerdings zur Folge, dass man noch mehr als bisher die hohen Drehzahlen bemühen muss, was angesichts des tollen Sounds und der präzisen Sechsgangschaltung keine Mühe, sondern Lust bedeutet. Zu den Wundern aktueller Motorbaukunst zählt, dass das Auto im Alltag dennoch mit zehn, elf Litern Verbrauch bewegt werden kann.
Tanzeinlagen unter freiem Himmel
Unverändert gegenüber den letzten Jahren blieb das Fahrwerk. Die größtenteils aus aufwändigen Alu-Komponenten bestehenden Aufhängungen nageln den Roadster auf die Fahrbahn und sorgen für feines Feedback, unterstützt durch die scharfe Lenkung. Dass das Heck manchmal frech wird, ist kein Fehler, sondern nachgerade Pflicht. Wer würde bei blauem Himmel und Sechszylindermusik nicht zu tanzen beginnen?