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Schon gefahren

BMW 5er: Schon gefahren

autonet.at ist die neue bayrische Businessklasse, den 5er, testgefahren. Neben ausgesprochener Sportlichkeit überzeugt der Bajuware durch Effizienz, gelungenes Design und Oberklasse-Hightech-Features.

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Autonet ist den neuen 5er testgefahren. Fazit: ein Athlet im Businessanzug, der neue Bayer. Nach Österreich kommt der 5er im März. Kostenpunkt: ab 46.500 Euro (523i). Um 44.100 ist ab Juni der 520d zu haben. 
Jetzt können die Herren Abteilungsleiter, Außendienstler und Familienväter die Sportschuhe schnüren. Denn mit dem neuen Fünfer bringt BMW zu Preisen ab 44.100 Euro (520d; ab Juni) wieder mehr Dynamik in die gehobene Mittelklasse. Wo der Audi A6 das Designerstück gibt und die Mercedes E-Klasse den komfortablen Gleiter für notorische Kilometerfresser, positioniert BMW den Fünfer als Athlet im Anzug. Obwohl das mit Einser und Dreier wichtigste Modell der Marke sogar noch einmal spürbar gewachsen ist und nun stolze 4,90 Meter misst, ist er bei der ersten Ausfahrt wenige Wochen vor der Markteinführung am 20. März fast so handlich wie ein Dreier.

Ausbund an Dynamik
Möglich wird das mit dem ebenfalls aus dem Siebener abgeleiteten Fahrwerk, das vorn wie hinten auf neue Achsen setzt und gezielt verfeinert wurde. Vor allem wer Dynamik-Optionen wie die adaptiven Dämpfer und die mitlenkenden Hinterräder bestellt, erlebt im Fünfer sein weiß-blaues Wunder: Mit der Schaltwippe auf dem Mitteltunnel von komfortabel auf sportlich getrimmt, schneidet die Limousine damit so leicht und präzise durch die Kurven wie ein japanisches Küchenmesser durch die Lachssaite. Selbst die erste elektrische Servolenkung in dieser Klasse macht dabei eine gute Figur.

Ordentlich Holz vor der Hütte
Gestützt wird der sportliche Anspruch von den kraftvollen Motoren. Nicht umsonst haben sie mit dem Generationswechsel in der Leistung allesamt zugelegt. Schon im Basismodell 523i kommt der drei Liter große Reihensechszylinder auf 204, als 528i leistet er 258 PS und als 535i 306 PS. Wem das nicht genügt und die Zeit bis zum M5 zu lang ist, bekommt den 550i mit 407 PS. Auch die Diesel machen Dampf. Starten wird der Fünfer dort mit einem ebenfalls drei Liter großen Sechszylinder, der als 525d auf 204 und als 530d auf 245 PS kommt. Mit Drehmomenten zwischen 270 und 600 Nm schaffen die Motoren den Sprint auf Tempo 100 in maximal 7,2 und im besten Fall in 5,0 Sekunden. 230 km/h erreichen sie alle, und für die meisten sind auch 250 km/h kein Problem.

Kein Saufkumpane
Obwohl die auf Wunsch allesamt mit der neuen Achtstufen-Automatik lieferbaren die Motoren kräftiger sind und der Fünfer trotz erhöhten Aluanteils wieder schwerer geworden ist, geht der Verbrauch zum Teil um mehr als einen Liter zurück. So ist der sparsamste Benziner mit 7,6 und der genügsamste Diesel mit 6,1 Litern zufrieden. Wirklich knausrig wird es allerdings erst im Sommer, wenn der 520d mit Schaltgetriebe und Start-Stopp-Automatik kommt. 184 PS stark und 227 km/h schnell, ist er mit einem Verbrauch von 5,0 Litern das sparsamste Auto dieser Klasse.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie was die BMW-Ingeniuere alles an High-Tech in den 5er gepackt haben und was der Chefdesigner zu seinem Wurf sagt.

Gewicht zugelegt
Doch Rekordverbräuche hin und Rekuperation her – so ganz konsequent hat BMW diesmal nicht an der Sparschraube gedreht. Rund 100 Kilogramm Mehrgewicht sind nicht mehr zeitgemäß, und seit der Porsche Panamera die Kombination von Automatik mit Start-Stopp anbietet, sollte das eigentlich für alle neuen Modelle in dieser Liga gesetzt sein. Aber Abhilfe ist in Sicht, sagen die Bayern und versprechen eine Lösung für das nächste Jahr. Vorher allerdings machen sie in Genf mit einer Technologiestudie schon einmal Lust auf den Hybrid-Fünfer. Auch der übernimmt die Technik des Siebeners, kann aber anders als das saubere Flaggschiff wohl tatsächlich ein paar Meter rein elektrisch fahren.

Mal 3er, mal 7er
Während der Fünfer auf einer kurvigen Landstraße die Nähe zum Dreier sucht, gibt er auf der Langstrecke den kleinen Siebener. Gelassen, souverän, entspannt und komfortabel gleitet man damit von A nach B. Dabei hilft auch ein schier endlose Auswahl von Extras, mit denen die Preisliste auf das Format einer Illustrierten anschwillt. Ganz vorn stehen die Assistenzsystemen: Spurhalte- und Spurwechselhilfe, der elektronische Blick in den Toten Winkel, ein Nachsichtsystem mit Fußgängererkennung und eine Kamera, die Verkehrsschilder lesen kann, sind zumindest gegen Aufpreis verfügbar. Und zum ersten Mal bei BMW gibt es im Fünfer einen Parkassistenten, der den Wagen wie von Geisterhand in eine ausreichend große Lücke bugsiert sowie eine Video-Darstellung, die den Wagen beim Rangieren aus der Vogelperspektive zeigt.

Gelungenes Design
Dass ein BMW gediegen fährt und tolle Motoren hat, ist heute beinahe Selbstverständlich. Viel überraschender ist deshalb das Design. Denn nach Provokationen wie mit dem Fünfer GT, dem X6 und in gewisser Weise sogar dem Siebener schlagen die Bayern bei ihrem wichtigsten Modell eine versöhnliche Linie ein: Charakterstark, selbstbewusst und sportlich sind Adjektive, die Designchef Adrian van Hoydonck nutzt um die Leistung seines Teams zu beschreiben: Die Niere steht stolz im Wind duckt sich tief auf die Straße, neigt sich sogar ein wenig dem Ziel entgegen und lässt die Nase so deutlich spitzer erscheinen. Die Motorhaube erinnert mit ihrer leichten Pfeilform und tiefen Falzen an die Formel 1 und markante Lichtkanten in der schlichten Flanke lassen die Limousine ausgesprochen muskulös und kräftig wirken. Egal aus welcher Perspektive man den Fünfer anschaut – selten ist ein BMW in den letzten Jahren so uneingeschränkt gelungen wie dieses Modell.

Drucken22.01.2010 von Thomas Geiger

01 Gerhard82 | 25.01.2010 19:46:41 | Melden


Gefällt mir sehr gut, der neue 5er.
Der neue Beamer (entschuldigt den Anglizismus, aber mir gefällt das Wort so gut) ist ja richtig schnittig geworden. Vor allem gefällt mir, dass die Linienführung sehr harmonisch ausgefallen ist. Beim letzten 5er sah es ja eher so aus, als ob die Designer auf den Kofferraumdeckel vergessen und ihn erst im letzten Moment dazu gezeichnet hätten.

 

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