30.06.09 von Peter Schönlaub
Mercedes GLK: Mit Ecken necken
Eine späte Hommage an den legendären G aus Österreich: Der Urenkel des Hardliners macht steile Winkel salonfähig – und steinerne Vorbehalte weich.
Der Mercedes GLK erinnert auf Grund seiner Kantigkeit an den legendären Puch G.
Ein kleines Stück Österreich steckt auch in diesem Auto, wenn auch nur ein virtuelles: Die Kantigkeit und Eigenwilligkeit muss als Hommage an den Mercedes G gelten, der ja eigentlich ein Puch G ist und damit so österreichisch wie Semmelkren oder Tauernlamm.
Was weiland der Funktion folgte – der Würfel besitzt bei kleinsten Abmessungen das größte Volumen – ist heute jedoch ein Statement gegen den Lifestyle. Die Verwechslungsgefahr unter den rund gelutschten SUV ist ja gegeben, und so erkämpft sich der GLK mit geometrischer Verbissenheit einen eigenständigen Auftritt.
(Fast) Alles ist anders
Mit dem seit fast 30 Jahren angebotenem G hat der GLK außer der Liebe zur Geradlinigkeit dennoch kaum etwas gemein. Er ist luxuriös, hypermodern und entspricht dem aktuellen Trend zum Downsizing. Während man vorne und hinten so großfürstlich sitzt, wie man es sich in einem Mercedes erwartet, stößt die kompakte Auslegung im Kofferraum schon an ihre Grenzen. Dafür stufen wir die Hochwertigkeit der Materialien und die Verarbeitungsqualität als neue Referenz in dieser Klasse ein.
Dieser Eindruck von Opulenz wird durch die Wahl des Sechszylinder-Diesels weiter angehoben. Der bekannte 320 CDI geht mit der Siebengang-Automatik eine überaus harmonische Verbindung ein und sorgt für äußerst noblen Vortrieb. Die Dieselhaftigkeit ist kaum wahrnehmbar, und der Bärenärmel von Drehmoment sorgt für eine erstaunliche Performance bei Zwischensprints. Ein Praxisverbrauch von zehn Liter muss angesichts der gebotenen Würde und Power als höchst angemessen gelten.
Doppeltes Glück, ein Idealfall
Ebenso fantastisch wie der Motor wurde das Fahrwerk abgestimmt. Wir bewegten uns allerdings doppelt außerhalb der Serienmäßigkeit. Zum einen fuhren wir das „Sportpaket Exterieur“ (2190 Euro), das eine Absenkung des Fahrwerks um 20 Millimeter beinhaltet; zum anderen wurden die darin enthaltenen 19-Zoll-Felgen gegen 17-Zoll-Winterreifen ersetzt. Beides gemeinsam ergibt einen Idealfall: Die Absenkung sorgt für Straffheit, während die 17-Zoll-Felgen mit ihren höheren Flanken mehr Komfort bei kurzen Stößen zulassen.
So gleitet man mit forschem Tempo und großer Gelassenheit durch schnelle Autobahnkurven – und lässt einfach das SUV raus.
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