Renault Koleos Exception dCi 175: Beau visage
Nach drei mehr oder weniger erfolgreichen Jahren hat Renault letzten Herbst sein SUV überarbeitet. autonet.at hat den Koleos in der höchsten Ausstattung Exception und 173 PS einem Intensivtest unterzogen.

Optisch aufgehübscht und mit technischen Updates bestückt, steht der Renault Koleos seit letztem Herbst beim Händler.
In einer Zeit, in der die Gesellschaft mehr und mehr Wert auf ein perfektes Äußeres legt, ist es kein Wunder, dass wir da bei unseren Autos keine Ausnahme machen. Wer nicht den heutigen Schönheitsidealen entspricht, hat es also in allen Belangen schwer. Dass bekam auch der Renault Koleos bei seinem Marktstart 2008 zu Spüren. Der Verkauf wollte nicht so richtig anlaufen. Im Frühjahr letzten Jahres hat Renault deshalb als ersten Schritt die Preise gesenkt und im Herbst das Koleos-Facelift auf den Markt gebracht.
Neue Visage
Und mit Facelift beziehen wir uns tatsächlich auf die Front des Franzosen, an der die Änderungen am markantesten ausgefallen sind. Neue Scheinwerfer, Frontschürze und ein markanter Kühlergrill mit drei Chromstäben weisen die aktuelle Modellgeneration aus. Die Seitenblinker sind nun in die Außenspiegel integriert. Der Rest des Fahrzeugs blieb im Großen und Ganzen beim Alten. Was aber nicht schlecht sein soll.
Genügsam
So zum Beispiel der auf Sparsamkeit überarbeitete dCi 175-Motor der zwar kein Antrittsmonster ist – woraufhin auch die 9,9 Sekunden Beschleunigung bis Tempo 100 deuten – aber dafür begnügt er sich selbst voll beladen auf der Autobahn bei Tempo 120 mit Portmonee-freundlichen 6,5 Liter auf 100 km. In der Stadt steigt der Verbrauch bei dauerndem „wegsprinten“ von Ampel zu Ampel seltenst auf mehr als 7,5 Liter. Gekoppelt ist das stärkste Aggregat der Antriebspalette (neben dem von uns getesteten 173 PS starken Selbstzünder, gibt es auch noch eine 23 PS schwächere Version) immer mit einem präzise schaltbaren und gut abgestuften 6-Gang-Hanschaltgetriebe. Wer mit dem Koleos auch mal ins Gelände fährt, für den gibt’s sperrbaren Allradantrieb.
Langstreckengleiter…
Auf den, nur im ersten Augenblick wenig Seitenhalt bietenden vorderen Sitzen, lässt es sich selbst auf langen Strecken bestens aushalten. Halten sich die Seitenwinde halbwegs in Grenzen, sind auch 191 km/h Reisegeschwindigkeit mit dem Koleos dCi 175 möglich. Bis 175 km/h marschiert der Franzose recht ordentlich, danach ist es nur eine Frage der Zeit bis man vollbeladen die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Das Fahrwerk fühlt sich auf Autobahnen am wohlsten und bügelt hier selbst kleinste Querrillen aus. Gegen die ab 150 km/h wahrnehmbaren Windgeräusche, verbauen die Franzosen in der höchsten Ausstattungsvariante Exception ein weniger überzeugendes BOSE-Soundsystem. Den richtigen Weg weist im Koleos serienmäßig ein fest verbautes und über den Joystick in der Mittelkonsole bedienbares TomTom-Navigationssystem mit 7-Zoll Monitor.
…mit Klapptischen
Nicht nur Fahrer und Beifahrer chillen auf ihren Volants, auch die hinteren Passagiere nehmen auf einer bequemen und in der Neigung verstellbaren Rückbank Platz. Dazu gibt es noch ein kleines Klapptischchen mit Getränkehalter wie im Flieger. Apropos Flieger: Ein großes, zweigeteiltes Panorama-Glasdach, wobei sich hier der vordere Teil öffnen lässt, gibt auf allen Plätzen den Blick gen Himmel frei. Der Kofferraum fasst großzügige 450 Liter Volumen. Schmeißt man die hinteren Mitfahrer kurzerhand raus und klappt die Rücksitze um, sind’s bis zu 1380 Liter.
Fazit und Preis
Mit dem Koleos ist Renault ein fein abgestimmtes Klein-SUV gelungen, das sich sowohl auf der Landstraße als auch in der Stadt oder im Gelände bestens wohl fühlt. Zu haben ist der Koleos bereits ab 29.990 Euro als zweiradgetriebene 150 PS starke „Bose Edition“. Wählt man den dCi 175 und die höhere Ausstattung Exception sind 36.390 Euro fällig. Lederbezüge, das BOSE-Soundsystem, ein Tempomat und Speedlimiter, das große Panoramaglasdach, Keyless-Go und einiges mehr ist dabei bereits als Serienmitgift mit an Bord. Zusätzlich stehen dann nur noch zwei Optionen in der Liste. Zum einen für 523 Euro die neue Außenfarbe Maple Orange und zum anderen Bi-Xenon Scheinwerfer mit statischem Kurvenlicht für 654 Euro. Macht unterm Strich 37.567 Euro.
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