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Sommerreifentest: Der Qualitäts-Check

32 Reifen im Test. Nur sechs zeigen Mängel bei Nässe. Zwei Modelle fallen im Test durch.

ÖAMTC
Vom teueren Qualitätsprodukt bis zum Billigreifen mussten sich in den beiden beliebtesten Dimensionen Reifenmodelle dem Sommerreifentest stellen. 
Die Temperaturen zeigen nach oben. Ganz darf man den Winter zwar noch nicht abschreiben. Doch sollte man sich langsam Gedanken über neue Sommerreifen machen. Es ist zwar erlaubt, abgefahrene Winterreifen mit weniger als vier Millimeter Profiltiefe als Sommerreifen zu verwenden. Wegen der Profilgestaltung und der Gummimischung der Winterreifen weisen dies bei höheren Temperaturen aber weniger Grip auf, wodurch sich der Bremsweg verlängert und das Fahrzeug in Kurven auch leichter wegrutschen kann. Experten empfehlen daher die Verwendung von echten Sommerreifen. Als Vorinformation können die Reifentests des ÖAMTC herangezogen werden.

Sicherheit, Verschleiß und Spritverbrauch als Kriterien
Für die heurige Saison hat der Automobilklub insgesamt 32 Reifenmodelle in den beiden weitverbreiteten Dimensionen 175/65 R14 T und 195/65 R15 V hinsichtlich ihrer Fahreigenschaften auf nasser und trockener Straße, der Geräuschentwicklung, dem Spritverbrauch und dem Verschleiß überprüft. Neben den Sicherheitskriterien spielen immer mehr auch die lange Haltbarkeit der Reifen und ihr Einfluss auf den Spritverbrauch eine Rolle. Die Testkandidaten bilden ein breites Preisspektrum ab.

Fünf Testsieger bei den „kleinen“ Reifen
In der kleineren Reifendimension, die vor allem bei Kleinwagen zum Einsatz kommen sind fünf Kandidaten als „sehr empfehlenswert“ eingestuft worden. Dazu zählen der Continental ContiPremiumContact 2, der Uniroyal RainExpert, der Michelin Energy Saver, der Hankook Optimo K715 und der Semperit Comfort-Life 2. Acht weitere Modelle wurden als „empfehlenswert“ eingestuft – sie schwächelten leicht auf nasser Fahrbahn, sind aber bei trockenere Witterung gut. Drei Reifenfabrikate erhielten nur das Urteil „bedingt empfehlenswert“. Für den italienischen Dayton D110 gibt es ein „nicht empfehlenswert“, weil er bei Nässe einen viel zu langen Bremsweg aufweist.

Sehr gute Ergebnisse bei meistgekauften Reifen
In der meistverkauften Reifengröße 195/65 R15 V erhielten von den 15 Modellen gleich sieben das Testurteil „sehr empfehlenswert“. Zu den Testsiegern gehören: Vredestein Sportrac 3, Bridgestone Ecopia EP 150, Nokian V, Maloya Lugano, Continental ContiPremiumContact 2, Dunlop SP Sport Fastresponse und Semperit Speed-Life. Wegen leichter Schwächen auf nasser Fahrbahn sind sechs weitere Modelle als „empfehlenswert“ eingestuft worden und der Sava Intesa hp ein „bedingt empfehlenswert“. Wegen des deutlich längeren Bremsweges auf nasser Fahrbahn erhielt der Chengshan CSR66 ein „nicht empfehlenswert“. ÖAMTC-Reifenexperte Friedrich Eppel verdeutlicht das Urteil: Wo man mit dem besten Nassbremser bei einer Vollbremsung aus 80 km/h bereits steht, hat man mit diesem Modell noch 46 bis 47 km/h Restgeschwindigkeit“. Verschärfend kommt noch hinzu, dass das chinesische Modell auch als Winterreifen (M+S) gekennzeichnet ist.

Expertentipp: Rasch bestellen
Die detaillierten Ergebnisse des Sommerreifentests findet man auf der Homepage des ÖAMTC. Nach den Erfahrungen mit den Lieferengpässen bei Winterreifen in der vergangenen Saison raten die Experten auch dazu, die Sommerreifen rechtzeitig zu bestellen. Denn auf Grund steigender Rohstoffkosten könnte es bei manchen Modellen wieder zu Lieferengpässen aber auch Preissteigerungen kommen.

Drucken10.03.2011 von Thomas Weibold

 

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