Kindersitztest mit guten Ergebnissen
Der ÖAMTC hat 18 Kindersitze getestet und sieht einen positiven Trend. Kein Sitz fällt durch.

Nicht nur die Sicherheit ist ausschlaggebend beim Kindersitztest des ÖAMTC, auch die Themen Bedienung, Komfort und Sitzpflege fließen als Testkriterien ein.
Jedes Jahr unterzieht der ÖAMTC die aktuellen Kindersitze einem großen Vergleichstest.
Heuer gab es erfreulicherweise für keinen einzigen der 18 getesteten Kindersitze ein „Nicht genügend“. Vier wichtige Kriterien stehen beim Test an erster Stelle: Sicherheit, Bedienung, Komfort und die Gebrauchseigenschaften. Bei den seit 2007 gleich gebliebenen Testkriterien wurden dieses Jahr 13 „Gut“, vier „Befriedigend“ und ein „Genügend“ vergeben. Das Testfeld ist in Babyschalen, Kleinkinder-Sitze und „Sitzerhöher“ unterteilt. Alle sechs getesteten Babyschalen sind unter den 13 mit der Note „Gut“ bewerteten Kindersitzen.
Note „Gut“ für die getesteten Babyschalen
In der Gewichtsklasse bis 13 Kilogramm, also den Babyschalen holte sich der Maxi Cosi Pebble den Klassensieg. Dank der Isofixbasis „FamilyFix“ können kaum Montagefehler gemacht werden, so ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Weiters mit „Gut“ bewertet wurden der Maxi Cosi Cabriofix, der Kiddy Maxifix Pro, der Chicco Autofix Fast, der Maxi Cosi Pebble ohne Isofixbasis, sowie der Kiddy Maxi Pro.
Der ÖAMTC rät dazu die Babyschalen erst möglichst spät durch Kleinkinder-Sitze zu ersetzen, da bei Säuglingen die Nackenmuskulatur im Verhältnis zur Kopfgröße noch unterdimensioniert ist. Durch die gegen die Fahrtrichtung montierten Sitze wird der Kopf eines Babys oder Kleinstkindes in den Sitz gedrückt.
Vier „Gut“ und ein „Befriedigend“ bei Sitzen ab neun Kilogramm
Bei den Sitzen von neun bis 18 bzw. 36 Kilogramm konnten vier „Gut“ vergeben werden. Darunter die Sitze: Kiddy Energy Pro, Maxi Cosi Pearl mit FamilyFix, Kiddy Guardian Pro, Cybex Pallas. Einzig der Peg Perego Viaggio bekam sowohl mit Isofixbasis als auch ohne, die Note „Befriedigend“.
Ab 4 Jahren bzw. bis 150 cm: „Sitzerhöher“
Bei den so genannten „Sitzerhöhern“ (15 bis 36 Kilogramm, ab 4 Jahren oder bis 150 cm Körpergröße) belegen der „Transformer T“ von Concord, der Maxi Cosi Rodi Airprotect und der Cybex Free Fix die vorderen Plätze. Alle drei wurden mit „Gut“ bewertet. Mit einem „Befriedigend“ wurden der Römer Adventure und der Recaro Monza Seatfix bewertet. Der Chicco Key 2-3 Ultrafix ist der einzige Sitz im Test, der mit einem „Genügend“ abgestempelt werden musste. In den Kategorien Bedienung und Komfort unterscheidet sich der Sitz nicht sonderlich von seinen Mitbewerbern. Jedoch konnten diese beim Seitenaufprallschutz deutlich besser abschneiden. Weiters wurden der Anschnallvorgang und die Reinigung schlechter benotet als die Konkurrenz.
Achtung: Neue gesetzliche Regelungen!
Wer nicht zumindest EC44-03 auf seinem Kindersitz stehen hat, sollte diesen rasch durch einen aktuellen „EC44-04“er-Sitz ersetzen, denn alle älteren sind seit dem 28. April 2010 verboten. Kindersitze der ECE-Klassen 0, 0+ und I (von Geburt an bis 18 kg bzw. dem vierten Lebensjahr), die zwar der „EC44-03“- oder der „EC44-04“-Regelung entsprechen, aber für die Rückhaltung des Kindes nur den Fahrzeuggurt verwenden, sind seit dem 1. Mai 2010 verboten. Somit müssen Kinder bis zumindest 15 Kilogramm Körpergewicht in einem mit Hosenträgergurten ausgestattetem Kindersitz sitzen.
Drucken26.05.2010 von Raphael Gürth