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Opel Insigia OPC: Durch die grüne Hölle

Mit dem 325 PS starken OPC radikalisiert Opel den Insignia. Wir sind mit dem Brachial-Rüsselsheimer über die Nordschleife des Nürnburgrings gewetzt.

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Schaut braver aus, als er ist: Der Opel Insignia OPC mit 325 PS. 
Der Insignia ist eine Zäsur für Opel. Mit einer völlig neuen Designlinie, aber auch mit neuen Premium-Gefühlen. Das spürt auch die OPC-Version. Auf den zappeligen Vectra OPC mit Tuning-Touch folgt nun ein seriöser Highspeed-Businesspartner. Oder Papas bester Freund, denn auch den Sports Tourer gibt es als Topversion. Jedenfalls erstaunlich, wie komfortabel das Fahrwerk trotz riesiger 20-Zoll-Felgen ist. Und wie entspannt der Insignia OPC durch den Stadtverkehr cruist. Aber was bedeutet das für den Spieltrieb des Autos, für Sport und Spaß? Zumal der Insignia groß geworden ist und immerhin 1,8 Tonnen wiegt - mehr als Konkurrenten wie der Passat R36 und der Audi S4. Nirgends kommt die Wahrheit besser ans Licht als auf der Nürburgring Nordschleife. Die berühmteste Rennstrecke der Welt ist auch die berüchtigste und anspruchsvollste. 20,832 Kilometer mit offiziell 73 Kurven, mit zunehmender Motorleistung sind es eher 100.

Durch die grüne Hölle
Dass es das Auto ernst meint, zeigt gleich der serienmäßige Recaro-Sitz mit ausziehbarer Oberschenkelauflage und tadellos tiefer gelegter Position. Nur sehr schmale Fahrer vermissen noch die Seitenwangenverstellung dazu. Obligat ist der Druck auf die OPC-Taste – speziell das härtere Fahrwerk und mehr Rückmeldung von der Lenkung wirken sich auf die Fahrdynamik aus. Das Roll-out mit niedrigen Drehzahlen begleitet sonorer Sound, bei höheren Drehzahlen bleibt das Aggregat aber akustisch zurückhaltender, man schaltet also mit Blick auf den Drehzahlmesser. Die ersten Meter hinunter in das Kurvengeschlängel der Hatzenbach-Passage zeigen es schon: Das Auto ist gutmütig und neutral. Die eigens für die OPC-Version konstruierte Vorderachse macht einen tollen Job und treibt dem Auto das Untersteuern aus. Der Insignia OPC bevorzugt eine saubere, ruhige Linie, die er mit beeindruckend hoher Querbeschleunigung in der Kurve belohnt. Etwas später, am steilsten Bergabstück in der Fuchsröhre, geht es mit Highspeed und Vollgas über Unebenheiten und durch Biegungen – hier zeigt der stoisch ruhige Insignia OPC, bis in welche feinen Nuancen sein Fahrwerk sportlich optimiert wurde. Es ist für ihn ein Heimspiel, rund 10.000 Kilometer sind die Entwickler mit den Prototypen auf der Nordschleife gefahren. Für die Tester bringt das Erkenntnisse, für die man 180.000 Kilometer auf normalen Straßen fährt. Das sagt kein spaßhungriger Cheftester, sondern die offizielle Trainingslehre von Opel.

Wolf im Schafspelz
Natürlich merkt man das Insignia-Gewicht von 1,8 Tonnen in engeren Kurven, dort ist der Astra OPC einfach agiler. In schnellen Kurven hat aber der Insignia mit seinem langen Radstand und der hervorragenden Abstimmung die Nase vorne, ebenso wie mit der hecklastig ausgelegten Traktion des per Haldex-Kupplung geregelten Allradantriebs. Auch die außergewöhnlich guten Bremsen arbeiteten erfolgreich gegen das Gewicht. Wie auch die 325 PS des 2,8-Liter-V6-Turbomotors, der ohne Turbo-Hammer auskommt und daher kräftiger ist als er wirkt. Aber das trifft ja auf das ganze Auto zu, dem man zuvor beim komfortablen Businesstrip ein so lustiges Nordschleifen-Hatzerl nicht zugetraut hat.

Blut geleckt? Den Opel Insignia gibt es ab sofort ab 49.190 Euro. Den Weg zum Nürnburgring weist das serienmäßige Navigationssystem.


Opel Insignia OPC

In freudiger Erwartung: autonet-Redakte...  

Und schon gehts los: Mit 325 PS auf die...  

Der 1,8-Tonner beschleunigt in 6 Sekund...  

DruckenSenden07.09.2009 von Fabian Steiner

 

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