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Opel Insignia OPC: M-Jäger

Er ist das stärkste, was Opel bisher vom Band laufen ließ: der Insignia OPC. 325 PS, in 6 Sekunden von 0 auf 100 Sachen. Der martialische Rüsselsheimer im autonet-Intensivtest.

zur Fotoshow
Kein halbstarker Marktschreier: der Opel Insignia OPC macht eine kraftvolle, aber trotzdem nicht einer gewissen Eleganz entbehrende Figur. An Bord ist alles, was in dieser Leistungsklasse derzeit en vogue ist. Der Preis hält sich dennoch in Grenzen: Ab ca. 50.000 Euro. 
Als schnellste Serienlimousine in der Konzerngeschichte bezeichnet Opel seinen Insignia OPC. Das ist allerdings streng genommen nicht richtig. Es war nämlich vor 21 Jahren als er die Auto-Quartett spielenden Halbwüchsigen hellauf begeisterte: Der Opel Lotus Omega, seines Zeichens die anno dazumal sogar weltweit schnellste Serienlimousine. 377 PS generierte der von dem britischen Sportwagenhersteller getunte Rüsselheimer aus einem 3,6-Liter-Reihensechszylinder mit Biturbo-Aufladung. Derart befeuert ging es in 5,4 Sekunden auf 100. Beim Sprint auf 200 Sachen schlug der als Biedermann getarnte Brandstifter sogar den Ferrari Testarossa. Das Ende der Fahnenstange war bei 285 km/h erreicht. Gebaut wurde der Überdrüber-Rüsselsheimer nur 907 Mal. Der Stückpreis betrug in heutigen Geldwert umgerechnet rund 90.000 Euro.

Würdiger Nachfolger
Schnitt. Fast forward in die Gegenwart. Der würdige Nachfolger des Highperfomance-Omega heißt Insignia. Statt Lotus, prangt das verheißungsvolle Akronym von Opel Performance Center am Kofferraumdeckel des Brachial-Hessen. Statt eines fetten Flügels ziert nun eine kecke Lippe das Heck des Business-Racers. Das ist aber auch schon das einzige Zugeständnis an geflissentliches Understatement. Ansonsten macht der Insignia OPC keinen Hehl aus dem, was in ihm steckt. Gewaltige, chromumrandete Lufteinlässe zeugen von des V6-Turbos Bedarf an viel frischer Luft. Das um 10 Millimeter abgesenkte Sportfahrwerk ruht auf wuchtigen 245er-19-Zöllern. Optional gibt´s 20er-Walzen. In die Heckschürze integrierte Endrohre vom Durchmesser eines steroidgedopten Bizeps zeigen Nachzüglern, wo der Hammer hängt. Derart ausstaffiert lässt es sich kaum inkognito durch die Landschaft gondeln. Wo immer der Insignia OPC auftaucht, die Blicke der Umstehenden gelten ihm. Und wer nicht schaut, wird spätestens schauend gemacht, ertönt das dumpfe Grollen des 2.8-Liter-Dampfhammers.  

Gut bei Stimme
Im Kaltlauf pflanzt sich der kehlige Sound kräftig in den Innenraum fort. Derart nämlich, dass einem schon ordentlich der Schädel brummt. Hat sich der Business-Sportler allerdings einmal warm gelaufen, agiert das Kraftwerk in akustisch feinsinnigerer Manier. Zumindest, solange die Drehzahlen in zivilem Bereich gehalten werden. Die Übung des niedertourigen Dahingleitens beherrscht der Insignia OPC bravourös. Die Maske, oder der mit der Marke oftmals spöttisch in Verbindung gebrachte Hut fällt allerdings, werden forcierter Gaseinsatz mit spätem Schalten kombiniert und die bei 5.250 Touren zur Verfügung stehenden 435 Newtonmeter voll ausgereizt.

Kein ungestümer Haudrauf
Dabei ist der Insignia OPC allerdings alles andere als eine fatalistische PS-Schleuder. Nie entsteht der Eindruck, den Kräften hilflos ausgeliefert zu sein. Sämtlichen Antriebskomponenten ist stets ein ziviler Gehorsam eigen. Das 6-Gang-Getriebe ist klarerweise sportlich ausgelegt, behält sich jedoch eine gewisse Verbindlichkeit bei. Das permanente Allradsystem entbindet von jeglichen Traktionsschwierigkeiten. Sämtliche elektronischen Regelsystem wie die Untersteuerungs- und Kurvenstabilitätskontrolle agieren zurückhaltend, ohne den Spaßfluss zu unterbrechen. Wem das Ganze dennoch etwas zu schaumgebremst wirkt, ist zum Druck auf die OPC-Taste angehalten. Dann geht der Insignia vollends in Kombat-Stellung, was sich optisch in einer Rotfärbung des zentralen Armaturenfelds manifestiert. Spätestens dann wirkt sich auch das Bewusstsein als äußerst beruhigend aus, über Hochleistungsbremsen der Marke Brembo mit 355-Millimeter-Scheiben zu verfügen.

Fazit
Den Verbrauch als Entscheidungsgrundlage für den Erwerb des Opel Insignia OPC heranzuziehen ist eher nicht ratsam. Ein Wert unter zwölf Liter wird dem Bordcomputer so gut wie nie zu entnehmen sein. Wird auf alles, was der Effizienz zuträglich ist gepfiffen, prangt schnell mal die Zahl 18 am Infodisplay. Diesbezüglich spielt Opel im direkten Konkurrenzumfeld eindeutig in der oberen Liga. Dem gegenüber steht allerdings ein für diese Leistungsklasse regelrechter Kampfpreis. Der Insignia OPC ist bereits ab 49.190 Euro zu haben. Der wesensgleiche Audi S4 etwa ringt seiner präsumtiven Kundschaft rund 10.000 Euro mehr ab.

Opel Insignia OPC: Intensivtest

Opel Performance Center, kurz OPC, ein ...  

Damit nur ja kein Zweifel über die Geis...  

. . . am Schaltknauf . . .   

DruckenSenden15.03.2010 von Christian Zacharnik

 

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