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Opel Antara: Hessen-SUV im ersten Test

Ab März schickt Opel den überarbeiteten Antara abermals ins Rennen um die Gunst der zahlreichen SUV-Kunden. Schmackhaft machen will man ihn mit einem verhaltenen Facelift, neuen Motoren und sowohl manuellem als auch automatisiertem 6-Gang-Getriebe. Der erste Test.

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autonet.at hat sich angeschaut, ob Opel mit dem neuen Antara im prosoperierenden SUV-Sektor wieder Land gewinnen kann. Marktstart ist im März zu Preisen ab rund 31.000 Euro. 
Alle Welt kauft derzeit einen Geländewagen. Kein anderes Fahrzeugsegment weist in ganz Westeuropa und vor allem in Österreich solch steil und stetig wachsende Zulassungszahlen aus. Doch ausgerechnet Opel kann davon nicht so recht profitieren: Obwohl die Hessen dieses Segment mit dem Frontera jahrelang dominiert haben, nimmt man sie heute auf der Buckelpiste kaum mehr war. Kein Wunder: Damals, als SUV noch Geländewagen hießen und man die Konkurrenten an einer Hand abzählen konnte, da war der Frontera der King unter den Kraxlern. Aber sein Nachfolger Antara kommt da nicht mit. Abgeleitet vom Chevrolet Captiva kam er zu spät auf den Markt, kann bei der Materialanmutung nicht mit den anderen Opel-Modellen mithalten und fährt obendrein zwischen den Stühlen. Denn im Vergleich zum VW Tiguan ist er zu groß und gemessen am Touareg zu klein, um einen Stich zu machen. Entsprechend schlecht sind die Verkaufszahlen: Während Chevrolet in Westeuropa auf 120 000 Captiva kommt, stehen für Opel nur 77 000 Fahrzeuge in den Büchern.

Vergissmeinnicht
Deshalb geben die Hessen aber noch lange nicht auf. Im Gegenteil, sagt Marketingchef Alain Visser und verspricht: „Opel meldet sich im SUV-Segment zurück. Wir wollen auch in dieser Fahrzeugklasse künftig wieder Stärke und Präsenz zeigen.“ Dabei ruhen die Hoffnungen vor allem auf einem kleinen Geländegänger, der auf Basis des Cosra entsteht und gegen Autos wie den Skoda Yeti oder den Suzuki SX4 antritt. Weil es bis dahin allerdings noch knapp zwei Jahre dauern wird, muss es der Antara noch so lange alleine richten. Und damit das Auto keiner ganz vergisst, kämpft es jetzt mit ein wenig Feinschliff gegen das Vergessen.

Verhaltenes Facelift
Der neue Chromschmuck am Kühlergrill, die geänderten Nebelleuchten und die frische Schminke am Heck kann man dabei als kosmetische Retuschen getrost vergessen. Und auch über den Wechsel von der mechanischen zur elektrischen Handbremse sowie ein paar frische Farben im Innenraum darf man hinweg sehen. Denn was wirklich zählt ist der Blick unter die Haube, wo drei neue oder zumindest gründlich überarbeitete Motoren Einzug halten. Sie alle kann man weitgehend frei mit Front- oder Allradantrieb bestellen und mit Schalt- oder Automatikgetrieben kombinieren, die nun alle und immer sechs Gänge haben.

Überarbeitete Motoren
Wichtigster Motor ist der neue Diesel mit 2,2 Litern Hubraum, den Opel gleich in zwei Leistungsstufen anbietet. Ihn gibt es deshalb mit 163 oder 184 PS. Vor allem in der stärkeren Version mit Automatik macht der Vierzylinder eine gute Figur. Gediegen und gelassen gleitet man damit über die linke Spur und hat mit bis zu 400 Nm auch genügend Kraft für einen Zwischenspurt. Auch mit Hänger am Haken dürfte dem Antara so nicht die Puste ausgehen, und beim Klettern und Kraxeln kann ein bisschen Kraft ja auch nicht schaden. Nur eilig sollte man es nicht haben: Auf Tempo 100 braucht der Zweitonner 10,1 Sekunden, und Schluss ist schon bei 191 km/h. Dafür stehen auch nur 7,8 Liter im Datenblatt. Nimmt man die schwächere Variante, schaltet von Hand und begnügt sich mit Frontantrieb, kommt der Antara auf dem Prüfstand sogar mit 6,3 Litern aus.

Minderheitenprogramm
Zumindest in Deutschland kaum mehr als ein Alibi ist der 2,4 Liter große Benziner, der nun 163 statt 140 PS leistet, auf 190 km/h kommt und bestenfalls mit 8,8 Litern zufrieden ist. Gegenüber dem Vorgänger ist das immerhin eine Verbesserung um 0,5 Liter. Wie unbedeutend die Benziner aber auf der Buckelpiste geworden sind, belegt eine vernünftige Entscheidung von Opel: Den V6 haben die Hessen kurzerhand aus dem Programm gestrichen.

Günstigeres Schwestermodell
Zwar hat der Antara innen wie außen etwas gewonnen, und die neuen Motoren passen besser in die Zeit. Aber ein Problem bleibt: Der Preis. Weil Antrieb, Ausstattung und Ambiente allenfalls durchschnitt sind, tut sich der Wagen im Wettbewerb vergleichsweise schwer. Das wird nicht leichter, wenn Opel dafür mindestens 31.082 Euro (2.4 ECOTEC in der Ausführung Selection mit Frontantrieb) verlangt. Schließlich gibt es das gleichmotorisierte Zwillingsmodell Captiva für runde 6.000 Euro weniger.

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DruckenSenden15.02.2011 von Thomas Geiger

 

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