Neuer 1,6er Diesel für den Nissan Qashqai
Der Qashqai ist Nissans Zugpferd am österreichischen Automarkt. Um die Verkaufszahlen noch einmal kräftig ins Plus schnellen zu lassen, haben die Ingenieure dem Crossover ein neues Triebwerk spendiert. autonet.at ist den Qashqai mit 1,6-Liter Diesel in Málaga Probe gefahren.

Ab 26.200 Euro gibt es den Nissan Qashqai 1.6 dCi. Der Qashqai+2 startet bei 28.760 Euro.
Leise und unauffällig arbeitet der neue 1,6er Diesel vor sich hin. Die Innenraumgeräusche wurden wunderbar isoliert, von außen ist lediglich ein leises Klackern zu vernehmen. Diese etwas schwachbrüstig wirkende Akustik soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dem Commonrailer doch immerhin 130 PS und ein Drehmoment von 320 Newtonmeter inne wohnen. Eine beachtliche Leistung. Vor allem dann, wenn man sich vor Augen führt, dass das Drehmomentverhältnis ident mit dem des 2,0 Liter Selbstzünders ist. Aber kann dieses Downsizing Konzept in der Praxis tatsächlich funktionieren? Ja, es kann, mit kleinen Einschränkungen.
Flink in der Stadt, ein Cruiser am Land
Im Stadtverkehr gibt sich das 1,6er Triebwerk spritzig. Schon ab 1.750 Umdrehungen stehen die vollen 320 Newtonmeter auf Abruf zur Verfügung. Innerorts gibt es nichts, was den Fahrspaß zu trüben vermag. Außerorts entpuppt sich der Selbstzünder als laufruhiger Cruiser, selbst niedertourig lässt es sich ohne brummen oder ruckeln durch die Gegend zuckeln. Jenseits der erlaubten 120 Stundenkilometern lässt der souveräne Vortrieb dann aber deutlich nach. Ohne auf optimale Schaltmomente zu achten, permanentes bergauf und bergab fahren, sowie zeitweises übertreten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit, hat der Boardcomputer am Ende des Tages mit einem errechneten Durchschnittsverbrauch von 6,4 Litern pro 100 Kilometern quittiert. Unglaubliche 4,5 Liter pro 100 Kilometer werden hingegen von Nissan als Verbrauchswert angegeben. Schwer vorstellbar, aber unter perfekten Bedingungen mit jeder Menge Rückenwind vielleicht möglich.
Beim 1.6 dCi wird per Hand geschalten
Im Bezug auf das gemütliche Cruisen würde zum Qashqai 1.6 dCi auch ein Automatikgetriebe passen. Das behält Nissan aber exklusiv dem 2.0 dCi vor, den es jetzt ausschließlich mit dem Automat und in Kombination mit einem Vierradantrieb gibt. Der 1.6 dCi ist also nur mit einer äußerst knackigen Sechsgang-Schaltung zu haben. Dafür kann der Kunde beim neuen Selbstzünder zwischen Front- und Allradantrieb wählen.
Am Bildschirm einparken – Around View Monitor
Für mehr Komfort sorgt die neue Einparkhilfe Around View Monitor (AVM). Mit Hilfe von vier Kameras – eine am Kühlergrill, eine an der Heckklappe und je eine an den Außenspiegeln – ist es möglich, den Qashqai aus der Vogerlperspektive zu betrachten und in engste Parklücken zu quetschen. Der 5-Zoll große Touchscreen, der sonst auch als Multifunktionsdisplay fungiert, bündelt die einzelnen Videobilder zu einem Gesamtbild und vermittelt somit ein rundum Bild des Fahrzeuges. Einparken mit Videospielcharakter.
Los geht‘s ab 26.200 Euro
Den neuen Qashqai 1.6 dCi gibt es in den Ausstattungsvarianten Acenta und Tekna sowie in der Sonderlinie i-Way. Die Preise für den Fünfsitzer beginnen bei 26.200 Euro. Den Qashqai+2 mit neuem Dieselmotor und sieben Sitzen gibt es ab 28.760 Euro. Ab dem Modeljahr 2012 ist das AVM auch für den Qashqai erhältlich. In den Ausstattungsvarianten Tekna und i-Way ist die Einparkhilfe serienmäßig an Bord.
Nissan Qashqai 1.6 dCi: Schon gefahren
Der Qashqai ist definitiv Nissans Zugpf...
Vom Innenraum aus kaum wahrnehmbar, wer...
Im Stadtverkehr präsentiert das 1,6er T...
DruckenSenden12.11.2011 von Ronny Zieger
Intensiv-Test
Nach drei erfolgreichen Jahren ist das wichtigste Modell von Nissan runderneuert worden. autonet.at...