Mazda3 iStop: Sprinter auf Sparflamme
Keineswegs Arbeitsverweigerung - ab sofort stellt auf Wunsch auch der Mazda3 seinen Motor Dank Start-Stopp-System an der Ampel ab.
Vor der geschlossenen Schranke heißt es für den Motor: "Mach mal Pause."
Mazda dreht seinen Autos zusehends den Sprithahn zu. Allein innerhalb des letzten Jahres haben die Japaner – nicht zuletzt wegen des wachsenden Mazda2-Anteils – ihren Verbrauch um acht Prozent gedrückt. Doch für die Zukunft ist ihnen das noch nicht genug: Mindestens 30 Prozent weniger CO2-Ausstoß haben sich die Ingenieure deshalb bis zum Jahr 2015 zum Ziel gesetzt. Erreichen wollen sie das vor allem mit einer neuen Motorengeneration mit Benzindirekteinspritzung und einer pfiffigen Start-Stopp-Automatik, die in den nächsten Jahren flächendeckend ausgerollt werden soll. „Im Jahr 2015 wird es bei uns kein Auto mehr ohne diese Technik geben“, sagt Pressesprecher Jochen Münzinger.
Ihren Einstand gibt diese sparsame Kombination ab sofort im neuen Top-Benziner für den Mazda3: Der 22.590 Euro teure Zweiliter leistet 151 PS, kommt auf 191 Nm, beschleunigt den Wagen binnen 10,4 Sekunden auf Tempo 100, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 204 km/h. Dabei verbraucht er im Mittel 6,8 Liter und ist deshalb 14 Prozent sparsamer als der entsprechende Motor beim Vorgänger.
Mazda3 i Stop springt schneller wieder an als andere Systeme
Während man die Direkteinspritzung mittlerweile fast überall finden kann, gehen die Japaner bei der Start-Stopp-Automatik einen ganz eigenen Weg. Zwar muss man auch bei ihnen den Gang herausnehmen und den Fuß von der Kupplung lupfen, um den Motor vor der Schranke oder der roten Ampel in die Pause zu schicken. Doch erstmals nutzen sie nicht allein die Kraft des Anlassers, sondern die Verbrennungsenergie, um ihn danach beim erneuten Treten der Kupplung wieder zu starten. Dafür werden die Zylinder beim Abschalten des Motors so nivelliert, dass immer einer von ihnen im Arbeitstakt gestoppt wird. Spritzt man dann zum Start Benzin ein und zündet, käme der Motor sogar ganz ohne elektrische Hilfe in Gang. Weil zusätzlich trotzdem noch die Kurbelwelle gedreht wird, startet der Motor sanfter und schneller als alle bisher bekannten Systeme: Statt nach 0,7 meldet sich der Benziner deshalb schon nach 0,35 Sekunden zurück und ist dabei so weich und leise, dass man den Unterschied kaum spürt. Für Münzinger ist das die ideale Kombination: „Der Verbrauch sinkt, der Fahrspaß bleibt.“