Rolls-Royce Ghost: Von wegen klein
Das Einstiegsmodell von Rolls-Royce kommt mit dem stärksten Motor der Firmengeschichte und einem gewohnt hohen Maß an Luxus.

Für den Ghost veranschlagt Rolls-Royce einen Einstiegspreis ohne Steuern von unter 300.000 Euro.
Seit 2006 füttert uns Rolls-Royce mit kleinen Häppchen zu seinem neuen Einstiegsmodell. Schon lange ist es ja kein Geheimnis mehr, dass die Briten an einem kleineren Modell unter dem Phantom arbeiten. Kurz vor der Premiere in Frankfurt lässt die BMW-Tochter nun die Katze aus dem Sack. Der Neue heißt Ghost, ist mehr als 40 Zentimeter kürzer als sein Schwestermodell, mit 570 PS der stärkste Rolls-Royce auf vier Rädern und was den Luxus betrifft auf keinen Fall ein Sparmodell.
780 Nm Drehmoment und 13,6 Liter Verbrauch
Das trifft auch auf den Preis zu. Zwischen 200.000 und 300.000 Euro liegt der Einstiegspreis ohne Steuern. Damit dürfte klar sein, dass sich Rolls-Royce nicht zum Massenhersteller aufschwingen will und dass es trotz Krise doch genügend Kunden für ein exklusives Modell aus Goodwood gibt. Der neue 6,6-Liter-V12-Motor mit 570 PS und das hohe Maß an Luxus wird den Phantom-Besitzern auch eher einen neidischen Blick entlocken, als ein mitleidsvolles Belächeln der nicht ganz so betuchten Ghost-Fahrer. Mit dem völlig neu entwickelten Zwölfzylindermotor pflanzt Rolls-Royce das stärkste Aggregat in der Firmengeschichte in ein Fahrzeug. Imposante 780 Nm Drehmoment liegen bereits bei niedrigen 1500 U/min an. 4,9 Sekunden dauert damit der Sprint von 0 auf 100 km/h. Bei 250 km/h wird elektronisch abgeriegelt. Beim Verbrauch werden gar nicht so jenseitige 13,6 Liter pro 100 Kilometer angegeben.
Klassische Schmetterlingstüren und Regenschirme in den Vordertüren
Mit seinen 5,4 Metern Länge wirkt der Ghost natürlich deutlich schlanker als der Phantom (5,83 bis 6,08 m Länge). Die sportlichere Ausrichtung kehrt auch der Kühlergrill hervor, der nicht mehr so stark an einen griechischen Tempel erinnert wie frühere Rolls-Royce-Modelle. Auf Wunsch ist die Motorhaube in der Farbe Silber Satin erhältlich, die zu einer der zwölf bestellbaren Außenfarben in Kontrast steht. Das kennt man bereits vom Phantom Drophead Coupé. Obwohl der Ghost wesentlich kürzer ist, müssen sich die Passagiere nicht beengt fühlen. Die Fondtüren öffnen sich klassisch nach hinten und können auf Knopfdruck geschlossen werden. Auf Wunsch gibt es eine Vielzahl von luxuriösen Komfortdetails wie ein Panorama-Glasdach, kühlbare Massagesitze oder ein DVD-Entertainmentsystem mit zwei Displays im Fond, die unterschiedliche Programme erlauben. Die teflonbeschichteten Regenschirme in den Vordertüren sind dagegen serienmäßig.
Handgefertigter Ghost entsteht in 20 Tagen
Weiters kann man sich mit technischen Einrichtungen versorgen, die weitgehend aus dem BMW-Regal bekannt sind: ein Infrarot-Nachtsichtsystem, ein Spurverlassenswarner, ein Fernlichtassistent oder der adaptive Tempomat mit Stop&Go-Funktion etwa. Wer sich die Anschaffung eines neuen Rolls-Royce Ghost überlegt, hat noch ein bisschen Zeit. Die ersten Modelle sollen 2010 auf die Straße kommen. Für den Bau eines handgefertigten Ghost brauchen die Arbeiter in Goodwood übrigens 20 Tage.
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