Alfa Romeo Giulietta: Charme-Offensive
Schönes Geschenk: Zum 100. Geburtstag der Marke schenkt sich Alfa Romeo ein neues Kompaktmodell.

Pfeilförmige Motorhaube, schmale Seitenfenster, muskulöser Auftritt - so präsentiert sich die neue Alfa Romeo Giulietta.
Alfa Romeo lebt – zwar haben die Italiener in den letzten Jahren ein wenig auf Sparflamme gekocht und seit dem Mini-Gegner MiTo keine echte Premiere mehr gefeiert. Doch pünktlich zum 100. Geburtstag im nächsten Sommer startet die sportliche Fiat-Tochter jetzt noch einmal durch und zeigt auf dem Genfer Salon die wichtigste Neuheit der jüngeren Geschichte: Den Nachfolger des 147. Der Kompakte, der den legendären Namen Giulietta wieder aufleben lässt, soll ab dem späten Frühjahr 2010 die Golf-Klasse stürmen und edlen Kompakten wie dem Einser BMW, dem Audi A3 oder dem ebenfalls für 2010 versprochenen Junior-Lexus das Leben schwer machen.
So muss ein Alfa aussehen – sportlich, knackig
Bei ihrer Charme-Offensive in der Golf-Klasse setzen die Italiener einmal mehr auf die Verführungskraft ihres Designs. Denn wie ihr kleiner Bruder ist die Giulietta die Blech gewordene Leidenschaft, der man beiderseits der Alpen lauthals „bella macchina“ hinterher rufen wird: Die Front trägt kess das legendäre „Scudetto“ als Kühlergrill und zeigt eine stark gepfeilte Motorhaube, die Flanke wird mit wenigen Lichtkanten zur Spielwiese kräftiger Muskeln und das Heck ist knackig wie die Kehrseite von Gina Lollobrigida in ihren besten Tagen – so muss ein Alfa aussehen.
Dazu gibt es große Lufteinlässe in der Fronpartie, Scheinwerfer wie Edelsteine und zwei Türen zum Fond, deren Griffe so geschickt versteckt sind, dass sie beinahe unsichtbar werden. Außerdem geht die Schöne mitsamt ihrer nagelneuen Plattform um mehr als zehn Zentimeter in die Länge und sprengt damit beinahe die Grenzen ihrer Klasse – vor allem die bislang arg eingeengten Hinterbänkler werden das goutieren.
Start-Stopp-System und Sperrdifferenzial serienmäßig
Aber Schönheit alleine reicht heute längst nicht mehr für den Erfolg in der mit Abstand am dichtesten besetzten Fahrzeugklasse Europas. Deshalb wollen die Italiener auch mit Technik punkten und rüsten den Hoffnungsträger kräftig auf: Nicht nur ESP und ein elektrisches Sperrdifferential für den Spaß in den Kurven sind serienmäßig an Bord, sondern ausnahmslos alle Modelle bekommen obendrein ein Start-Stopp-System für die Vernunft und einen DNA-Schalter fürs Vergnügen. Auf Knopfdruck kann man damit unter anderem den Charakter von Fahrwerk und Lenkung verändern und die Familienkutsche so zur Rennsemmel machen.
Motorenpalette sorgt mit bis zu 230 PS für ordentlich Dampf
Dazu passt auch die Auswahl der Motoren. Zwar gibt es für Knauser einen mutmaßlich relativ spaßfreien Selbstzünder mit 1,6 Litern Hubraum und 105 PS. Doch darüber rangiert als bessere Wahl ein Zweiliter mit 170 PS. Und bei den Benzinern setzten die Italiener auf ihren neuen 1,4-Liter-MultiAir-Motor, der wahlweise mit 120 oder 170 PS angeboten wird und schon in Punto und MiTo ordentlich Dampf macht. Am meisten Spaß jedoch verspricht der „Quadrifoglio Verde“, der als eigentliches Geburtstagsgeschenk geplant ist und mit einem 230 PS starken 1,8-Liter-Turbo sogar 100 Kerzen auf der Festtagstorte ausblasen dürfte.
Alfa Romeo MiTo Quadrifoglio Verde ab Dezember bestellbar
Apropos „Quadrifoglio Verde“: Ein sportliches Topmodell gibt es ab Dezember auch vom Alfa Romeo MiTo zu bestellen. Der Italo-Mini mit dem vierblättrigen Kleeblatt an der Flanke wird vom neuen MultiAir-Turbomotor mit 170 PS angetrieben. Das besondere an der neuen Motorengeneration ist die elektrohydraulische Steuerung der Einlassventile. Das bringt mehr Leistung bei geringerem Verbrauch. So stürmt der kleine MiTo in 7,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und setzt seinem Vorwärtsdrang erst bei 219 km/h ein Ende. Serienmäßig mit Start-Stopp-System ausgestattet genehmigt er sich aber lediglich sechs Liter Benzin auf 100 km. Das entspricht 139 g CO2/km. Der sportlich gestylte Alfa Romeo MiTo ist ab 21.860 Euro erhältlich.
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DruckenSenden02.12.2009 von Thomas Geiger