Fiat Punto Evo: Mit offenem Mund
Nicht nur mit einer neuen Front will der Fiat Punto Evo für Aufsehen sorgen, sondern auch mit sparsamen neuen Motoren.

Der Fiat Punto Evo rollt ab November zu den österreichischen Fiat-Händlern.
Neues Gesicht, neue Motoren, neuer Name – der Fiat Grande Punto wird vom Punto Evo abgelöst – und zwar schon im November. Ab da stehen die aufgefrischten Modelle bei den heimischen Fiat-Händlern. Beim neuen Modell handelt es sich um ein tief greifendes Facelift, bei dem neue Motorentechnologien mit geringerem Verbrauch im Mittelpunkt stehen. Aber zunächst einmal zum Design.
Diskussionswürdige Front
Der Name Evo ist Programm, hebt sich doch der neue Punto deutlich von seinem Vorgänger ab. Die Designer haben sich zwar dieses Mal nicht so weit aus dem Fenster gelehnt wie beim legendären Multipla. Die Front des Punto Evo lädt aber herzlich gern zu Diskussionen ein. Der Bug wird dominiert von einem riesigen Lufteinlass mit einer sehr präsenten Plastikmaske und einer schmalen Chromleiste mit Fiat-Logo zwischen den Scheinwerfern. Neu sind bei bestimmten Versionen die runden Nebelscheinwerfer im unteren Bereich, die auch eine Abbiegelicht-Funktion haben. Am Heck wurden LED-Rückleuchten platziert. Durch die Karosserieänderungen wuchs der Punto leicht auf nun 4,06 m Länge.
Benzinmotoren mit elektrohydraulisch gesteuerten Einlassventilen
Dass Fiat Kompetenz im Motorenbau hat, wurde bei der Entwicklung des Common-Rail-Dieselmotors bereits unter Beweis gestellt. Damals haben die Fiat-Verantwortlichen aber nicht 100-prozentig an die Technologie geglaubt und die Entwicklung an Bosch abgegeben. Diesen Fehler will man heute nicht mehr machen. Stolz präsentieren daher die Turiner eine Neuheit bei Benzinmotoren. Im Punto Evo hält die Multiair-Technologie Einzug. Dabei wird ein 1,4-Liter-Benziner angeboten, der mit 105 PS und turboaufgeladen mit 135 PS erhältlich ist. Das wesentlich Neue an dem Aggregat ist seine Ventilsteuerung. Diese wird nicht mehr durch eine Nockenwelle an der Einlassseite erledigt, sondern vollkommen elektrohydraulisch. Damit ist für alle möglichen Lastzustände des Triebwerks die optimale Befüllung des Brennraumes möglich. Das hat zur Konsequenz, dass die Leistung um zehn Prozent steigt, das Drehmoment sogar um 15 Prozent, der Verbrauch dagegen um zehn Prozent gesenkt wird. Das macht sich natürlich gut für den bereits jetzt sehr niedrigen Flottenverbrauch der Italiener. Die 135-PS-Varainte des neuen Motors braucht nur 5,6 Liter pro 100 km und damit sogar um 0,1 Liter weniger als der schwächere Multiair-Motor. Der CO2-Ausstoß liegt bei 129 g/km. Gleichzeitig kann er auf eine ausgezeichnete Beschleunigung von 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h verweisen.
Bei den Dieselmotoren führt Fiat die neueste Generation der Common-Rail-Einspritzung ein, die noch präziser arbeitet als zuvor. Im unteren Drehzahlbereich steht mehr Drehmoment zur Verfügung. Für die guten Verbrauchswerte der gesamten Motorenpalette im Fiat Punto Evo ist auch das serienmäßige Start-Stopp-System mitverantwortlich. Im Stadtverkehr kann man sich dadurch bis zu 15 Prozent des Verbrauchs sparen.
Neues Navigationssystem in Kooperation mit TomTom
Der Innenraum wurde ebenfalls aufgewertet. Die Mittelkonsole hat nun eine schwarze Glanzoberfläche, die Türverkleidungen sind in Stoff ausgeführt. Beim optionalen Blue&Me-Navigationsgerät gibt es eine Neuerung. Fiat kooperiert mit dem Spezialisten TomTom. Das vollintegrierte Navi wird über einen Touch Screen gesteuert und bietet zusätzliche Fahrzeuginformationen, wie die „Eco Drive Info“. Dabei erhält der Fahrer Auskunft über seinen Fahrstil und Tipps zur Verringerung des Verbrauchs. Darüber hinaus lässt sich über Bluetooth und Sprachsteuerung auch das Mobiltelefon bedienen.
Bei der Sicherheit bietet der Fiat Punto Evo bis zu sieben Airbags inklusive des Knie-Airbags für den Fahrer sowie ABS und ESP mit einer Berganfahrhilfe.
Drei Benziner, zwei Diesel und eine Erdgasvariante
Die Preise wurden geringfügig geändert, wobei einige Modelle sogar günstiger geworden sind. Der Einstiegspreis liegt bei 13.990 Euro für den dreitürigen Punto Evo mit 75-PS-Benzinmotor. Der Fünftürer beginnt bei 14.490 Euro. Den Multiair-Motor mit 105 PS gibt es ab 17.690 Euro. Die Turboversion ist ab 17.880 Euro erhältlich. Der günstigste Diesel-Punto kostet 14.590 Euro und leistet 75 PS. Darüber gibt es noch eine stärkere Common-Rail-Version mit 95 PS ab 17.550 Euro. Abgerundet wird das Motorenangebot mit einer 70-PS-Natural-Power-Version, die sowohl mit Erdgas als auch Benzin betrieben werden kann und ab 16.250 Euro zu haben ist.
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