15 von 17 Modellen holen sich die Höchstwertung von fünf Sternen. Nachholbedarf bei Heckaufprall und Fußgängersicherheit.
Die Organisation Euro NCAP hat wieder Autos gegen die Wand fahren lassen und sie auf ihre Sicherheit getestet. Das erfreuliche Ergebnis: 15 von 17 Modellen konnten überzeugen und erhielten die Höchstwertung von fünf Sternen. Mit nur drei Sternen muss sich der Toyota Urban Cruiser zufrieden geben, da es schwere Mängel bei der Insassensicherheit gibt.
Opel Astra überzeugt in allen Kategorien
Die Testreihe von Euro NCAP teilt sich in vier Kategorien auf: Erwachsenensicherheit, Kindersicherheit, Fußgängerschutz und Assistenzsysteme. Die beste Gesamtwertung erhielt bei den aktuellen Tests der neue Opel Astra, der in allen vier Kategorien überzeugen konnte. Über den besten Insassenschutz verfügt der Chevrolet Cruze. Ein zweites Modell von Chevrolet stand ebenfalls auf dem Prüfstand. Der im nächsten Jahr auf den Markt kommende Spark konnte in den Crashtests ebenfalls überzeugen. Aufgrund der neuen Kriterien von Euro NCAP erhalten aber nur Modelle mit serienmäßigen ESP fünf Sterne. Daher gibt es für den Kleinwagen von Chevrolet einen Stern Abzug. Wesentlich schlechter sieht es aber für den Toyota Urban Cruiser aus. Das japanische Crossover-Modell weist schwere Mängel im Bereich der Insassensicherheit auf. „Beim Pfahltest, der einen Seitenaufprall mit 30 km/h gegen eine Säule oder einen Baum simuliert, sind die Insassen im Toyota Urban Cruiser starken Belastungen im Kopfbereich ausgesetzt. Bei einem Frontalcrash ist die Verletzungsgefahr für Fahrer und Beifahrer im Beinbereich sehr groß“, fasst ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang das Ergebnis zusammen.
Neben dem Opel Astra und dem Chevrolet Cruze können sich weitere 13 Modelle über die maximale Anzahl von fünf Sternen freuen. Getestet wurden: Citroën DS3, Mazda3, Peugeot 308, Mercedes C-Klasse, Citroën C4 Picasso, BMW X1, Infiniti FX, Peugeot 308 CC, VW Scirocco, Citroën C5, Mercedes E-Klasse, Peugeot 5008 und Mercedes GLK.
Nachholbedarf für die Hersteller bei Heckaufprall und Fußgängersicherheit
Abseits des guten Gesamtergebnisses sehen die Experten aber noch einigen Aufholbedarf. Bei genauerer Analyse der Tests zeigt sich, dass vor allem im Fall eines Heckaufpralls und im Bereich der Fußgängersicherheit noch vieles verbessert werden kann. Bei einem Großteil der getesteten Fahrzeuge ist das Verletzungsrisiko bei einem Heckaufprall relativ hoch. Der Heckcrashtest wurde im heurigen Jahr neu aufgenommen in das Euro NCAP-Programm. Bei zwölf der getesteten Fahrzeuge ist die Gefahr groß, dass die Insassen bei einem Auffahrunfall Nackenverletzungen erleiden. Besonders schlecht abgeschnitten haben in diesem Bereich der Citroën C5 und der Peugeot 308 CC. Unbeschadet haben dagegen die Dummies den Heckcrash im VW Scirocco, im Opel Astra und im Chevrolet Cruze.
Was den Erwachsenenschutz und die Kindersicherheit betrifft erreichen die Modelle im Crashtest durchschnittlich 80 bis 90 Prozent der möglichen Punkte. Wesentlich schlechter sieht es dagegen im Bereich der Fußgängersicherheit aus. Elf der 17 getesteten Fahrzeuge erreichten deutlich weniger als die Hälfte der möglichen Punkte. Das Schlusslicht bilden hier der Citroën C5 und die Mercedes C-Klasse.
Hier geht es zu den Crashtest-Videos von
Opel Astra,
Toyota Urban Cruiser und
VW Scirocco.