Porsche 911 Turbo: Stärker und sparsamer
Zum Abschluss der aktuellen 911er-Reihe wird der Turbo gezündet mit 500 PS und Doppelkupplungsgetriebe sowie einem um zwei Liter reduzierten Verbrauch.
Die Lufteinlässe vor den Hinterrädern und der breite Spoiler kennzeichnen auch den aktuellen Porsche 911 Turbo.
Zwar dominiert bei Porsche im Augenblick der Wirtschaftskrimi mit VW die Tagesordnung. Doch so ganz vergessen haben die Schwaben ihre Produktplanung auch im verlorenen Ringen um die Eigenständigkeit nicht. Kurz bevor in nicht einmal zwei Jahren die 911-Familie komplett erneuert wird, schließen sie deshalb jetzt auf der IAA den Reigen der Modellpflege ab und präsentierten nach dem Motto: Das Beste zum Schluss auch einen aufgefrischten Turbo. Ganz im Geist der Zeit wird der Spitzensportler zwar noch einmal stärker als früher, verbraucht künftig aber je nach Karosserie- und Getriebevariante bis zu 20 Prozent weniger.
Neuer Boxermotor schafft 500 PS
Möglich macht das ein erstmals in 35-Turbo-Jahren völlig neu entwickelter Motor: Der 3,8 Liter große Sechszylinder bleibt zwar der Boxertechnik treu, wird nun aber mit Benzindirekteinspritzung aufgerüstet und kommt so auf exakt 500 PS. Weil es auf Wunsch zudem die siebenstufige Doppelkupplung gibt, geht der Verbrauch um etwa zwei Liter zurück und liegt bei 11,4 bis 11,7 Litern. Das ist zwar noch immer stattlich. Doch zum Beispiel auf dem wichtigen US-Markt kommen die Schwaben so erstmals um die „Gas-Guzzler“-Strafsteuer für besonders durstige Säufer herum. Gleichzeitig steigt mit dem neuen Motor auch noch einmal der Fahrspaß: Immerhin schafft der Turbo den Sprint jetzt in 3,4 Sekunden und beschleunigt danach munter weiter bis auf 312 km/h.
Neu abgestimmtes Fahrwerk inklusive
Zum stärkeren Motor und dem neuen Getriebe gibt es ein neu abgestimmtes Fahrwerk, ein feiner programmiertes Stabilitätssystem sowie ein wenig frische Schminke für Scheinwerfer, Rückleuchten und Karosserieschürze, an denen zumindest die Profis die Modellpflege erkennen können.
Porsche 911 Turbo ab Ende November erhältlich
Leider bleibt von der Modellpflege auch die Preise nicht verschont: Sie klettern um 2500 bis 3260 Euro auf 174.720 Euro für das Coupé und 187.910 Euro für das Cabrio (das Doppelkupplungsgetriebe kostet knapp unter 4500 Euro Aufpreis). Gut, dass die Markteinführung in Österreich erst am 21. November beginnt, vielleicht sind bis dorthin die Aktienkurse ja wieder gestiegen.