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Lamborghini Gallardo Performante: Leichtathlet

So speckt Lamborghini den Gallardo Spyder ab. 65 Kilo leichter, 10 PS stärker - Superleggera ohne Dach.

zur FotoshowLamborghini
1485 Kilogramm Leergewicht, 570 PS Leistung und 540 Nm Drehmoment sind Kerndaten des Lamborghini Gallardo Spyder Performante. 
Porsche hat es vorgemacht, und seitdem die Schwaben zur großen Konzernfamilie gehören, eifert ihnen die schnellste und schärfste VW-Tochter Lamborghini gnadenlos nach: So, wie es aus Stuttgart alle paar Monate eine weitere Variante des Elfers gibt, legen auch die Italiener in schöner Regelmäßigkeit neue Spielarten ihrer Sportwagen auf. Zwar sind sie dabei nicht ganz so flink und einfallsreich wie ihre Kollegen aus dem Norden, doch dafür sind die Editionsmodelle aus Sant’ Agata viel schärfer, viel schneller und natürlich viel teurer. Das hält die Autos frisch und in den Schlagzeilen, und mit vergleichsweise kleinen Investitionen kann man so schön große Renditen erzielen, rechnen Experten vor.

Neuer Preis-Spitzenreiter
Der jüngste Streich ist der Gallardo Performante, eine abgespeckte Version des Spyders, die pünktlich zum Beginn der nächsten Open Air Saison ab April an den Start geht. Der Wagen kostet in Deutschland 217.651 Euro (der Preis für Österreich wird demnächst bekannt gegeben) und wird zum teuersten Modell, das derzeit bei Lamborghini produziert wird. Denn der große Bruder Murcielago ist bereits ausgelaufen und wartet auf den zum Genfer Salon avisierten Nachfolger.

Spyder auf Diät gesetzt
Die Entwicklung des offenen Zweisitzers haben sich die Italiener buchstäblich leicht gemacht. Schließlich ist der Performante nicht viel mehr als ein Superleggera ohne Dach. Auch hier gibt es deshalb zahlreiche Anbau- und Interieurteile aus Karbon, dünnere Sitze und eine ausgedünnte Ausstattung, mit der das Gewicht um 65 Kilogramm sinkt. Natürlich kann man daraus einen marginal geringeren Verbrauch ableiten oder minimal höhere Kurvengeschwindigkeiten. Aber eigentlich geht es einzig und allein darum, das Besondere zu etwas ganz Besonderem zu machen und ein paar Kunden etwas zu bieten, dass kein anderer hat – nicht einmal die restlichen Lamborghini-Fahrer.

Ganz besonders scharfes Stück
Deshalb sind es nicht die 1485 Kilo Trockengewicht, die den Performante auszeichnen, und nicht die zehn zusätzlichen PS, die Lamborghini noch einmal aus dem 5,2-Liter-Motor gekitzelt hat. Sondern es ist vor allem das Design des Tieffliegers, das vor dem Luxushotel genauso viel Eindruck schindet wie in der Boxengasse oder auf dem Parkplatz der Pistenklause. Sieht er für Laien aus wie jeder andere Supersportwagen, wissen Kenner auf den ersten Blick: Das ist ein ganz besonders scharfes Stück. Sieht schon der normale Gallardo bitterböse aus, wird der Performante mit seiner messerscharfen Frontschürze vom Biest zur Bestie. Wer deren Fratze im Rückspiegel ausmacht, räumt freiwillig die linke Spur, bevor ihn der wütende Stier auf die gesenkten Hörner nimmt.

Selbstbeherrschung ist gefragt
Wer das ausprobieren will, braucht vor allem ein Höchstmaß an Gesetzestreue und Selbstbeherrschung. Denn man muss sich schon arg zusammen nehmen, wenn man den Gallardo auf öffentlichen Straßen legal bewegen will. Angefeuert vom heißeren Brüllen des Zehnzylinders und aufgepeitscht von Gasstößen wie MG-Salven, die immer dann einsetzen, wenn das automatisierte Getriebe einen neuen Gang reinknallt, kämpft man den Stierkampf wie im Rausch. Man schneidet schneller durch die Kurven, als normale Fahrer eine Gerade nehmen, genießt bei jedem Zwischenspurt den schmerzenden Tritt ins Kreuz und erliegt leicht einem Rausch des Rasens, der sein Limit nur im schnellen Fall der Tanknadel findet. Dabei steht man ständig mit einem Bein im Gefängnis oder zumindest im öffentlichen Nahverkehr. Denn wer von 0 auf 100 in 3,9 Sekunden beschleunigt und 324 Spitze schafft, der fährt schneller ins Strafregister, als einem lieb ist.

Spür die Spur
Das ist bei jedem Lamborghini so und beim Performante nicht anders. Und wer behauptet, dass er die zehn PS oder die 65 Kilo spüren kann, ist entweder ein Vollprofi oder ein Hochstapler. Denn wenn Leistung und Drehmoment erst einmal die 500er-Marke überschritten haben, schmelzen große Unterschiede zu kleinen Nuancen, die nur noch beim Prahlen und Protzen an der Theke wirklich wichtig sind. Einzig das noch einmal steifer abgestimmte Fahrwerk macht sich beim Performante tatsächlich bemerkbar, weil man jetzt schon leichte Stöße im Kreuz spürt, wenn man nur über die Fahrbahnmarkierung wischt. Für was braucht man da noch eine Spurführungshilfe?

Lambo Gallardo Performante

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DruckenSenden02.12.2010 von Thomas Geiger

 

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