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Mercedes CLS: Papa macht sich fein

Die zweite Generation des Mercedes CLS wird kantiger, stärker und sparsamer.

zur FotoshowMercedes-Benz
Optisch prägnanter, beim Verbrauch zurückhaltender und mit einer Fülle von interessanten Assistenzsystemen präsentiert sich die zweite Generation des Mercedes CLS. 
Welche Autos von heute werden in 20 oder 30 Jahren zu den automobilen Klassikern zählen? Darüber lässt sich herrlich diskutieren. Nicht nur bei Mercedes-Benz ist man überzeugt, dass der CLS das Zeug dazu hat. 2003 verzückten die Schwaben das Publikum der IAA in Frankfurt mit der „Vision CLS“ und machten damit den Widerspruch zum Programm. Eigentlich ist festgeschrieben, dass ein Coupé nur zwei Türen hat. Mercedes schuf mit dem CLS das erste viertürige Coupé. Der Begriff „coupéhafte Dachlinie“ ist mittlerweile in den verschiedensten Fahrzeugkategorien bis hin zu den SUVs immer wieder anzutreffen. Ebenso sieht sich der Mercedes CLS vermehrt mit unmittelbarer Konkurrenz konfrontiert. Diese reicht vom VW Passat CC über den brandneuen Audi A7 bis zum Porsche Panamera und Aston Martin Rapide. Damit war es Zeit für den CLS sich neu aufzustellen.

Kantiger und muskulöser
Die erste Generation des CLS konnte sich mehr als 170.000 Mal verkaufen – für ein Nischenmodell gar kein schlechter Wert. Das ausschlaggebende Kaufargument für die überwiegende Zahl der Kunden, war das Design. Limousine ist ja so was von „old school“ könnte man formulieren. Mit der feinen, eleganten Linienführung – im Speziellen dem bogenförmigen Dach – hebt sich der CLS von klassischen Fahrzeugkonzepten ab. In der neuen Generation hat das viertürige Coupé nicht direkt an Eleganz verloren, präsentiert sich aber kantiger und muskulöser. Der Kühlergrill ließ sich vom Flügeltürer SLS inspirieren, steht aufrechter und scheint sich nach vorne zu strecken. Die Dachlinie wurde weitgehend beibehalten, in der Seitenansicht ersetzt im unteren Türenbereich eine gerade Linie den Bogen der ersten Generation. Die Kotflügel sind ähnlich jenen der E-Klasse ausgeführt. Den finalen Kontrapunkt zu gewöhnlichen Limousinen setzen die Heckleuchten mit LED-Technik, die sich von den Seiten mandelförmig nach hinten ziehen.

Das hilfreiche Dutzend
Apropos Lichttechnik: Bei den Frontscheinwerfern kann Mercedes mit einer Neuerung aufwarten. Gegen 2015 Euro Aufpreis gibt es das LED Intelligent Light System. Dabei bestehen die Frontleuchten aus 71 LEDs, die mit variabler Lichtverteilung für Landstraße, Autobahn und bei starkem Nebel aufwarten können. Außerdem bietet dieses System eine aktive Kurvenlichtfunktion und einen adaptiven Fernlichtassistenten. Das ist aber nicht der einzige Helfer an Bord. Über ein Dutzend Assistenzsysteme können im neuen CLS verbaut werden, von den bekannten Sicherheitsfeatures Pre-Safe-Bremse, Distronic Plus, Nachtsichtassistent, der Anzeige von Geschwindigkeitslimits und dem Attention Assist bis zu den neuen Einrichtungen des aktiven Tot-Winkel-Assistenten und des Spurhalte-Assistenten bis zum aktiven Park-Assistenten. Die letztgenannten sind durch die neue elektromechanische Servolenkung erst möglich geworden. Wird eine durchgezogene Bodenmarkierung überfahren, kommt es zu einem Bremseingriff des ESP auf das gegenüberliegende Rad. Damit wird der CLS in Spur gehalten. Beim Park-Assistenten kann man die Lenkarbeit beim Einparken in Parklücken parallel zum Fahrbahnrand dem Fahrzeug übergeben.

Komfort auf Oberklasse-Niveau
Diese Helferlein erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern bringen auch ein Mehr an Komfort. Den wiederum, weiß natürlich Mercedes-Benz auch im Innenraum zu bieten: vom angenehm gestalteten Interieur mit unterschiedlichen, hochwertigen Materialien über ausgezeichnete Soundsysteme bis hin zum aktiven Multikontursitz für Fahrer und Beifahrer (1730 Euro Aufpreis), der nicht nur eine Massagefunktion bietet, sondern seine seitlichen Luftpolster auch bei dynamischer Kurvenfahrt aufbläst, um besseren Seitenhalt zu bieten. So lässt es sich auf langen Strecken angenehm reisen. Auch die beiden Passagiere im Fond müssen sich nicht vor mangelndem Komfort fürchten. Durch die tiefe Anordnung der Sitze genießen auch große Mitmenschen ausreichend Kopffreiheit. Der Kofferraum fasst 520 Liter. Durch Ziehen an zwei Hebeln, können die Rücksitzlehnen zudem umgelegt werden.

Welches Motorenangebot Mercedes für den neuen CLS parat hat und wie viel er kostet, erfahren Sie auf Seite 2.

Mercedes CLS: Eleganz trifft Kraft

Die Auswahl an viertürigen Coupés nimmt...  

Mit dem ersten CLS aus dem Jahr 2004 ha...  

Das Design ist nun kantiger und kraftvo...  

DruckenSenden15.10.2010 von Thomas Weibold

 
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