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Mercedes R-Klasse: Auf Samtpfoten durch Raum und Zeit

Mercedes glaubt weiterhin an das üppige Raumkonzept der R-Klasse und lässt ihre eine umfassende Modellpflege zuteil kommen.

zur FotoshowMercedes-Benz
Die aufgefrischte Mercedes R-Klasse kommt in Österreich im September auf den Markt. Der Vorverkauf hat aber bereits begonnen. 
Daran haben die erfolgsverwöhnten Schwaben schwer zu kauen: Mit großem Tamtam als Auto für eine neue Dimension präsentiert, gilt die R-Klasse Spöttern noch immer als veritabler Flop: Selbst die abgespeckten Varianten mit vereinfachtem Sitzkonzept und Heckantrieb konnten dem gemeinsam mit M-Klasse und GL entwickelten Raumkreuzer keinen nennenswerten Rückenwind verschaffen. Zwar ist und bleibt die R-Klasse ein formidables Familienauto für breite Straßen und lange Strecken, und die Marktforscher bescheinigen ihr einen exzellenten Wiederverkaufswert und einen geringen Wertverlust. Doch außer in China, wo man den Status noch ganz ungeniert über die Größe des Autos definiert, fährt das Fünf-Meter-Schiff den Erwartungen weiter hinterher. Insgesamt waren es seit dem Debüt vor fünf Jahren nur rund 100.000 verkaufte Einheiten. Doch Mercedes gibt nicht auf, sieht sich von verkappten Nachahmern wie dem Fünfer GT von BMW sogar bestätigt und hält weiter am Konzept des SUV-Tourers fest.

Großer Aufwand will belohnt werden
Statt das Auto beim bevorstehenden Generationswechsel der M-Klasse im nächsten Jahr sanft einzuschläfern, wurde der Raumkreuzer deshalb jetzt sogar noch einmal mit großem Aufwand aufgemöbelt. „Dabei haben wir rund 500 Teile ausgewechselt und viel mehr Aufwand betrieben als bei einer üblichen Modellpflege“, sagt Projektleiter Uwe Windmüller, der das Auto im US-Werk Tuscaloosa betreut. Lohn der Mühe sind vor allem ein neues Gesicht mit stärkerem Charakter und mehr Nähe zum Rest der SUV-Familie, ein paar aktualisierte Assistenz- und Komfortsysteme und insbesondere Motoren, die alle weniger verbrauchen und zum Teil trotzdem mehr leisten. So soll das verkannte Genie, das bei uns zu Preisen ab 58.990 Euro Mitte September in den Handel kommt, auf der Zielgeraden doch noch zum R-Folgsmodell werden.

Optischer Generalumbau
Damit jeder den Kurswechsel erkennt und den Schwaben ihren Treueschwur zum Zwitter aus Limousine, Kombi und Geländewagen glaubt, haben sie für ein Facelift diesmal ungewöhnlich tief ins Blech gegriffen: Bis auf die Kehrseite ist deshalb außen quasi nichts mehr, wie es einmal war: Die einstigen Kulleraugen verschwinden unter eckigen Deckgläsern. Der Kühler hat mehr Charakter und steht steiler im Wind, die Motorhaube wurde stärker konturiert, und an den Flanken stechen neue Felgen mit bis zu 21 Zoll ins Auge.

Innere Werte wurden erhalten
Auch innen gibt es zwar ein paar neue Dekors und Designs, und in der Preisliste findet man ein paar neue Extras. Doch weil es an der luxuriösen Lounge aus Lack und Leder nie ernsthaft Kritik gab, bleibt die neue R-Klasse hier ganz die Alte: Kaum steigt man ein, sinkt der Blutdruck, der Pulsschlag verlangsamt sich und man reist wie auf Samtpfoten durch Zeit und Raum. Aus der leidigen „Wann sind wir endlich da?“-Frage wird so ein überraschtes „Oh, schon am Ziel“, wenn man die Kopfhörer zum Videosystem absetzen und sich aus den feudalen Pullmann-Sesseln schälen muss.

Dabei ist der noble Sternenkreuzer flexibler als manch klassischer Van: Auch künftig gibt es ihn mit zwei Radständern, vier, fünf, sechs oder sieben Sitzen in zwei oder drei Reihen und einem Ladevolumen, das mit bis zu 2385 Litern manchem Kleinlaster zur Ehre gereichen würde. Das T-Modell der E-Klasse, für viele der Inbegriff des geräumigen Sternenkreuzers, kann man dagegen glatt vergessen.

Motoren-Update: mehr Leistung, weniger Verbrauch
Mit der Fahrt durch den Jungbrunnen gibt es auch ein paar Frischzellen für die Motorpalette – vor allem bei den Dieseln: Während der 231 PS starke V6-Benziner im R 300, der 3,5-Liter mit 272 PS im R 350 und der 388 PS-V8 im R 500 unverändert bleiben, gibt es für die Selbstzünder nun mehr Leistung bei weniger Verbrauch und obendrein mehr Auswahl: An der Basis seht der R 300 CDI mit 190 PS, der nun sieben Prozent weniger verbraucht und mit 7,6 Litern in der Liste steht. Darüber rangiert der vor allem auf den US-Markt zugeschnittene R 350 BlueTec, der mit seinem AdBlue-Katalysator zu den saubersten Dieseln der Welt zählt. Er leistet 211 PS und verbraucht jetzt noch 8,4 Liter – 0,3 Liter weniger als früher. Am größten ist jedoch der Fortschritt beim R 350 CDI: Seine Leistung steigt von 224 auf 265 PS, während der Verbrauch um 0,8 auf 8,5 Liter fällt. V6-Durst bei V8-Dampf argumentiert Mercedes mit Blick auf maximal 620 Nm, einen Sprintwert von 7,6 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h. „Das ist die sportlichste R-Klasse aller Zeiten“, sagt Produktmanager Alfons Hierhammer, bevor er seine Gäste auf die Testfahrt schickt. Natürlich wird der Raumriese auch damit nicht zum Rennwagen. Doch reichen die Reserven aus, falls beim entspannten Powercruisen auf der Landstraße mal ein Lastwagen dazwischen kommen sollte. Und auf der Autobahn ist die R-Klasse ohnehin unschlagbar: Einmal in Schwung gekommen, rollt sie bis zum Horizont.

Bis auf die Einstiegsmotoren alle mit Allradantrieb
Trotz der intensiven Modellpflege dürfte der Weg zum R-Folg für den Raumkreuzer ebenso schwierig wie steinig werden. Deshalb ist es sicher gut, dass auch die Option auf Allradantrieb weiter im Programm geblieben ist.

Auffrischung für die R-Klasse

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DruckenSenden10.06.2010 von Thomas Geiger

 

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