fb_fan_icon
Werde Fan!
tw_follow_icon
Follow us!
autonet.at

Mercedes E-Klasse Cabrio: Manifest des guten Geschmacks

Stilvoller kann man in dieser Saison dem mobilen Freiluftvergnügen nicht frönen, als im neuen Mercedes E-Klasse Cabrio. Bequemer auch kaum. Mit technischen Neuheiten wie dem Aircap nimmt Daimler Cabriofahren jedwede Unbill. autonet ist den Open-Air-Grandsigneur testgefahren.

zur Fotoshow
autonet.at hat sich zum Open-Air-Auftakt ans Steuer des neuen Mercedes E-Klasse Cabrios geklemmt. An diesem Wochenende feiert der offene Grandsigneur sein Marktdebüt. Preise: ab 49.450 Euro. 
Ich war 20 und mein erstes Auto ein Mazda MX-5 (Gott hab ihn seelig). Kaum den Typenschein in Händen ging es jugendlich ungestüm von Wien nach Südfrankreich. Das zurückgeklappte Verdeck blieb während der 1000 gefahrenen Kilometer unangestatstet. Das Einzige, was mir dieser Höllentrip abverlangte, war ein Batzen Sonnenbrand, ein temporärer Tinnitus und ein rußgeschwärztes Gesicht. Heute, fortgeschrittenen Alters und vom Leben weichgekocht, käme noch ein steifes Genick, ein chronisches Nervenleiden und eine ausgewachsene Bindehautentzündung dazu. Es sei denn, als fahrbarer Untersatz diente das neue Mercedes E-Klasse Cabriolet. Mit diesem Auto entbinden die Stuttgarter Offenfahren gänzlich von jeglicher Unbill. Selbst bei Tempo 160 umweht lediglich ein zarter Lufthauch das Haupthaar der Passagiere.

Luftkapperl
Die Zauberformel für die neue Komfortdimension beim Open-Air-Genuss heißt Aircap. Dahinter verbirgt sich ein Spoiler, der auf Knopfdruck aus der Querstrebe des Windschutzscheibenrahmens ausfährt und den Luftstrom über die Fahrgastzelle hinwegleitet. Auch den ansonsten so windgebeutelten Fondpassagieren eines Cabriolets verschafft das Aircap Linderung. Vom Funktionsprinzip her ist dieses 924 Euro teure Feature watscheneinfach und logisch. Umso unverständlicher, warum da bis dato sonst noch niemand draufgekommen ist. Der Grund ist wahrscheinlich in der Schwierigkeit zu suchen, ein solches Bauteil optisch ansprechend zu integrieren. Mercedes ist das gelungen. Hut ab. Es kann davon ausgegangen werden, dass Derartiges in Bälde auch bei anderen Herstellern zu finden sein wird.

Warmluftsee
Das war auch beim von Mercedes entwickelten Airscarf der Fall. In die Kopfstützen der Vordersitze integrierte Luftdüsen versorgen Fahrers und Beifahrers Nacken mit Warmluft. Die gibt es klarerweise auch beim edlen E-Klasse Cabrio. Allerdings in evolutionärer Form. Die Auslässe sind nun individuell verstellbar, die Heizquelle kann punktgenau dorthin gerichtet werden, wo man sie am dringendsten braucht, also an Schulter, Nacken, oder Hinterkopf. Insgesamt werden die Warmluftströme in der Fahrgastzelle derart effektiv gleichmäßig verteilt, dass sich, wie Mercedes das hübsch nennt, ein Warmluftsee bildet, in dem badend es sich selbst bei Minustemperaturen offen fahren lässt. Richtiggehend rührend umhegt fühlt man sich also im neuen Mercedes E-Klasse Cabrio.

Augenschmaus
Aber auch für das Wohl anderer Verkehrsteilnehmer wird gesorgt, und zwar für deren visuelles. Sie dürfen sich am Anblick des sehr mondänen Mercedes E-Klasse Cabriolets delektieren: schlank, klar gezeichnet, mit niedriger Schulterlinie. Der Verdeckkasten geht eben in den Kofferraumdeckel über. Kein Höcker oder sonstige Wucherungen stören die hochelegante Silhouette. Das schnittige Frontdesign geht mit jenem der übrigen E-Klasse-Derivate einher und wurde von uns schon dort eingehend gelobt. Das dickt wattierte Stoffverdeck integriert sich perfekt in diese blecherne Harmonie.

Gleitmittel
Konziliant gedämpft, beileibe aber nicht schwammig, leitet das Fahrwerk des E-Klasse Cabriolets über Bodenunebenheiten hinweg. Immer wieder erstaunlich, wie Mercedes den Spagat zwischen Sanftmut und fahraktiver Straffheit schafft. Allerdings: das E-Klasse Cabriolet mit Vehemenz um die Ecken zu jagen, ist ein Stilbruch. Dieses Auto gehört gegondelt. Und dafür reicht die Basismotorisierung, der 200 CGI, allemal. 184 PS bieten ausreichend Kraftreserven (8,6 s von 0 auf 100), die vier Zylinder arbeiten gleichförmig und der Verbrauch ist mit 7,9 Litern durchaus im grünen Bereich. Der zwar nicht unbedingt wohlfeile, aber durchaus angemessene Einstiegspreis für diese Motorisierung beträgt 49.540 Euro. Das Dieselpendant, der 220 CDI leistet 170 PS bei einem Drehmoment von 400 Newtonmetern. Dem um fast drei Liter niedrigeren Verbrauch stehen Mehrkosten von rund 1.000 Euro bei der Anschaffung gegenüber. (Alle Motorisisierungen samt ausführlichem Datenblatt und Preise sehen Sie unter Technische Daten)

Fazit
Mit dem neuen E-Klasse Cabrio hat Mercedes in diesem Bereich ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Vergleichbare viersitzige Cabriolets sind erst zwei Klassen darüber zu finden, etwa im Portfolio von Bentley oder Aston Martin. Obwohl: wird der Freiluft-Benz in der Top-Version E 500 mit 388 PS und allem nur erdenklichem Pipapo geordert, wird die 100.000er-Schallmauer im Handumdrehen geknackt, und ist damit auch schon fast wieder in diese Sphären.

Mercedes E-Klasse Cabrio: 1. Test

autonet-Chefredakteur Christian Zacharn...  

Offiziell läutet Daimler den Lenz am 19...  

Nach Limousine, T-Modell und Coupé trit...  

DruckenSenden19.03.2010 von Christian Zacharnik

 

Um diese Funktion zu nutzen, musst du eingeloggt sein.
Du bist noch nicht registriert? Geht ganz schnell und bringt jede Menge Vorteile!
Hier geht's zur » Registrierung

 
 

Newsletter
RSS