Mercedes E-Klasse T-Modell: Daddy Cool
Die neue Generation des Luxuskombis stellt Laderaum-Rekorde auf, ohne sich etwas anmerken zu lassen: Selten ist Vernunft so sexy. Erste Ausfahrt mit dem Volumenmodell E 220 CDI und dem 525 PS starken Überflieger E 63 AMG.

Das neue Mercedes E-Klasse T-Modell: Edelkombi mit extrem hohem Begehrlichkeitsfaktor. Leider teuer: ab 45.800 Euro. Im Bild die AMG-Version mit 525 PS.
Beim Kombianteil liegt Mercedes hinter der Konkurrenz von BMW und Audi – 20 Prozent gegen teilweise über 50 Prozent. Hintergrund sind wichtige Märkte wie Asien und USA, wo nicht nur Mercedes der Inbegriff von Eleganz ist, sondern eben auch die Limousine. Das Segment der Luxuskombis hat aber Mercedes mit dem E-Klasse T-Modell vor über 30 Jahren begründet.
Edellaster
Bei der neuesten Generation haben die Designer haben das nicht gerade kleine Heck geschickt in die E-Designlinie eingefügt, noch besser als beim Vorgänger. Gleichzeitig versucht Mercedes mit dem neuen T-Modell mehr denn je den Spagat und ruft neue Rekordwerte auf: 1950 Liter maximales Ladevolumen sind bei den Luxuskombis Spitze, der Vorsprung zur Konkurrenz beträgt 335 Liter – immerhin der Kofferraum eines VW Golf. Gewachsen sind dafür vor allem Radstand und Breite. Soweit die pragmatische Seite, der Rest ist Luxus: Das neue T-Modell ist überall bemüht, nicht den Eindruck eines Vernunftautos aufkommen zu lassen. Die Heckklappe öffnet serienmäßig elektrisch, auch lässig per Fernbedienung steuerbar. Dahinter ein Ladeabteil, über dessen Kuschelteppich sich jeder Louis Vuitton Koffer freut. Teleskopstangen werden auf Schienen montiert und verhindern rutschende Fracht, penibel verstaut werden sie zusammen mit einer faltbaren Box unter dem Boden. Die Sitzlehnen der zweiten Reihe kann man mit einem einzigen Hebelzug vom Kofferraum aus oder von den hinteren Türen aus umlegen, es entsteht eine nahezu ebene Ladefläche. Aber auch eine dritte, im Boden versenkbare Sitzreihe kann man einbauen, dann ist der Kombi zumindest für kürzere Strecken ein Siebensitzer. Sicher ist am Ende, dass sich kein anderer Kombi so nobel um seine Fracht kümmert.
Sanfter Gleiter
Die serienmäßige Luftfederung mit Niveauregulierung an der Hinterachse stellt sicher, dass der Fahrkomfort unverändert in den Kombi mitgenommen wird. Bei der Abstimmung findet Mercedes derzeit eine extrem harmonischen Weg, der Komfort ist Maßstab in der Klasse. Schon der 170 PS starke Vierzylinder-Diesel ist souverän und elegant, absolut beeindruckend auch die nur 5,7 Liter Mixverbrauch des 204 PS starken E 250 CDI. Der Verbrauch ist beim E 63 AMG T-Modell kein Thema, auch wenn die Praxiswerte unter 15 Liter nicht einmal schlecht sind – es handelt sich um einem 525 PS starken V8-Motor. Nach 4,6 Sekunden erreicht er 100 km/h und bei 250 km/h muß ihn der Begrenzer zurückhalten. Innen bekommt man von der Aufregung nichts mit, nur netter Sound wird zu den Passagieren vorgelassen. Die Unebenheiten federt das neue, elektronische Ride-Control-Fahrwerk ähnlich wie ein braves Dieselmodell weg. Die Speedshift-Automatik könnte mitunter noch einen Tick flinker sein, aber insgesamt wird der E 63 AMG im Sportmodus zum Performance-Handlingauto, soweit es bei 1,9 Tonnen Gewicht maximal möglich ist. Erstmals sind auch Keramikbremsen verfügbar – damit Daddy auch beim Anbremsen auf dem Nürburgring cool bleibt.
Daten & Fakten
Österreich-Start: 21. November. Dieselmotoren: E 200 CDI/136 PS, E 220 CDI/170 PS, E 250 CDI/204 PS, E 350 CDI/231 PS (4Matic opt.). Benzinmotoren: E 200 CGI/183 PS, E 250 CGI/204 PS, E 350 CGI/292 PS, E 350 4Matic/272 PS, E 500/388 PS. Preise: Diesel ab 45.800 Euro, Benziner ab 46.677 Euro. E 63 AMG T-Modell: Start März 2010. V8/525 PS, 0-100 in 4,6 sec, Vmax 250 km/h (abgeregelt). Preis noch offen.
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DruckenSenden16.10.2009 von Fabian Steiner