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Mercedes C 350 Coupé: Sanfte Gewalt

Diese Kombination geht runter wie Öl: Eines der (wenn nicht das) schönste(n) Coupé(s) der Gegenwart in Kombination mit einem der vielfältigsten Motoren, dem überaus smarten 3,5-l-V6 mit 306 PS.

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Eine Silhouette zum verlieben: Das C 350 Coupé von seiner schönsten Seite. 
Schönheit liegt nicht im Auge des Betrachters, ist keine Geschmacks- und keine Streitfrage – zumindest, wenn es das Mercedes C Coupé angeht und hier vor allem in der von uns getesteten Version mit allem, was dieses Auto noch schöner macht, als es ohnehin schon ist. Angesichts des Benzens waren sie alle hin und weg. Selbst Hardcore-Verachter modernen Automobildesigns blieb die Häme im Hals stecken. Es gibt so beneidenswerte Typen auf der Welt, die objektiv schön sind. Nicht interessant – schön.

Schöner Schein
Und es ist tatsächlich so, wie gesagt wird: Es sonnt sich trefflich im hellen Schein des Schönen. Wir wähnten uns während der viel zu kurzen Testphase unwiderstehlicher als es uns zusteht. Nur die jahrgangsbedingte Abgeklärtheit bewahrte uns vor der Peinlichkeit, den Versuch zu machen, das neu erlangte Selbstvertrauen zu zwischengeschlechtlichem Kleingeld zu machen. Obwohl Frühling und so. Wir fuhren, genossen, stiegen aus, warfen einen Blick zurück und seufzten leise.

Geschmacksicher
Und oft ist es ja so, dass, wenn man hinter die Fassade der Wohlform blickt, jäh zurückprallt. Gott, kann sich dahinter Abgründiges verbergen. Und hier? Nichts dergleichen. Der goldene Schnitt zieht sich bei diesem Auto wie ein roter Faden durch die Konstruktion. Apropos rot: Selbst die so eingefärbten Ledersportsitze kommen nicht einmal im Entferntesten in den Geruch des Halbseidenen. Während woanders dieser Limes längst überschritten wäre, verpufft dieser Effekt hier in absoluter Geschmackssicherheit.

Schamlos
Auch Saft und Kraft und hier vor allem deren Zurschaustellung ist nicht zeitgemäß und ruft zumindest bei distinguierteren Persönlichkeiten allenfalls Scham hervor. Nicht so im C 350 Coupé. Den Brüllaffen lässt der Deutsche nie heraushängen. Obwohl er mit 306 PS und sechs Zylindern durchaus das Recht dazu hätte. Wenn es denn nun mal in dicht bebauten Gebiet sein muss, dann entfleucht dem Mercedes ein zwar durchaus vernehmbares, allerdings alles andere als aufdringliches heiseres, sonores Fauchen. Und dann ist da noch diese Kraftentfaltung, die, von einer herzzerreißend perfekt abgestimmt 7-Gang-Automatik gefeatured, mit einem so eleganten Punch vonstatten geht, dass sie jeglicher Unsittlichkeit entbehrt. Das hat Suchtcharakter.

Nobel sparen
Der Spritverbrauch tut der noblen Performance des slicken Coupes letztendlich dann auch keinen Abbruch. Der mit allen optischen AMG-Insignien ausgestattete Benz hat eine Start-Stop-Automatik verbaut, die den Verbrauch innerstädtisch tatsächlich auf an die 9 Liter drosselt. Und ja, so wie diese Sparmechanismus agiert, passt er perfekt zu einem Sportwagen, wie das C 350 Coupé einer ist. Unmerklich schaltet sich der V6 an der Ampel aus und nimmt mit einem kurzen, ganz verhaltenen Hüstler wieder seine Funktion auf.

Süßer Schmerz
Die Rückgabe tat weh. Vielmehr geschmerzt hätte allerdings die Anschaffung, wären dafür doch 74.443 Euro notwendig gewesen. Und einen leichten Schmerz verspürten wir auch in der Schultergegend, nachdem wir zehn Tage den Gurt von sehr weit hinten hervorfischen mussten. Dabei stammt die Erfindung des elektrischen Gurtbringers doch von Mercedes, oder? Und um 74 Flocken wäre die Verbauung dann sicher nicht zuviel verlangt. Liebe Grüße.

Mercedes C 350 Coupé: Sanfte Gewalt

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Selbst Hardcore-Verachter modernen Auto...  

DruckenSenden28.03.2012 von Christian Zacharnik

 

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