Mercedes GLK 250 CDI: Eine Prise Sport
Der kompakte Benz-SUV GLK ist in seiner kraftvollen Zurückhaltung eine Augenweide. Geradezu ideale motorische Begleitmusik ist dabei der neue 2,5-l-Vierzylinder-Diesel mit 204 PS: Bei den gebotenen Kraftreserven ein Ausbund an Effizienz.

Kantig, schnörkellos: Der Mercedes GLK, motorisiert mit einem vierzylindrigen Ausbund an Kraft und Effizienz, den 250 CDI.
Man muss es ja nicht übertreiben mit dem Sport – hier einmal die Treppe nehmen, statt dem Lift, da einmal die Zähne mit der altbewährten Zahnbürste putzen anstatt mit dem neumodischen Elektroteil. Diesen Vergleich kann man zu Hilfe ziehen, will man auf das Wesen des Mercedes GLK 250 CDI 4Matic mit AMG-Sportpaket eingehen. Beim kleinsten SUV-Modell in der Palette weigert sich Mercedes (noch) standhaft vor einer eigenen AMG-Version. „Ist auch gut so“, wird so mancher Kritiker anmerken, „wozu braucht man das auch?“
Gehegt und gepflegt
Die Frage hat ihre Berechtigung, schließlich wurzeln ja alle SUV-Modelle bei Geländewagen, die zum Zweck entwickelt wurden, abseits befestigter Straßen zu fahren, um dort spezielle Aufgaben zu erledigen. Vom ursprünglichen Einsatzzweck haben sich die Sports Utility Vehicle weit weg entwickelt. Nicht zuletzt wegen der optischen Aufmachung und des Preises hüten sich SUV-Besitzer davor, ihr geliebtes Fahrzeug im Gelände zu bewegen. Der Auftritt hat etwas für sich, die Kunden wollen das und die Kunden kaufen das und da wir in einer freien Gesellschaft leben, dürfen sie das auch.
Der Charaktertyp
Das Wesen des Mercedes GLK liegt in einem recht kantigen Erscheinungsbild – keine rund ausgestellten Radläufe, keine Motorhaube im Kaugummiblasen-Stil, keine abfallende Dachlinie, kein Rubens-Hinterteil. Die Kante ist Programm, alles im Kasten. In noch deutlich stärker ausgeprägter Form kennt man das vom Urahn, dem Mercedes G (für Patrioten auch gerne immer noch Puch G). Dem GLK sieht man seine Offroadtalente besser an, als so manchem Konkurrenten, wirklich ins Gelände fahren werden aber trotzdem nur die wenigsten wollen. Dafür kann man sich lieber der optischen Auffettung bedienen und Eindruck schinden, beispielsweise mit dem AMG-Sportpaket. Das kostet 4529,52 Euro Aufpreis und beschränkt sich auf folgende Exterieur-Änderungen: AMG-Front- und Heckschürze mit optischem Unterschutz in Chrom, AMG-Leichtmetallräder, Kühlergrill mit zwei glatten Chromlamellen, Seitenschweller in Wagenfarbe lackiert, Sportfahrwerk mit 20-mm-Tieferlegung, Chrom-Rammschutzleiste und Chrompaket. Will man auch im Innenraum etwas sportliche Zier haben, sind weitere 1146,96 Euro einzukalkulieren. Im Sportpaket Interieur sind dann Leder-Schaltknauf, Dreispeichen-Lederlenkrad mit Schaltpaddels, Sitzbezüge in der Kombination Stoff und Ledernachbildung, ein silberfarbenes Kombiinstrument, Edelstahl-Sportpedale, Innenraumlichtpaket und Fußmatten (!) enthalten. Hat man das alles nicht, geht die Welt auch nicht unter, aber schön aussehen tut es allemal.
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DruckenSenden07.03.2011 von Thomas Weibold