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Mazda3 MPS: Leistungssport

Autonet-Cheftester Manfred Stohl bringt das neue kompakte Kraftwerk an seine Grenzen – mit einem erstaunlichen Ergebnis.

zur FotoshowMarion Rodler
Ein Mann und sein Auto: Rallye-As Manfred Stohl mit dem Mazda3 MPS 
>>>Hier geht's zum Video: Manfred Stohl und der Mazda3 MPS<<<

Die vor Kraft gewölbte Motorhaube mit dem markanten Luftschlitz deutet es schon an: Hier wohnt ein Ausnahmetalent. Konkret ist es ein 2,3 Liter großer Turbomotor mit Direkteinspritzung, der dem Mazda3 zu außergewöhnlichen Fahrleistungen verhilft und zu einem der stärksten Kompaktwagen in Österreich macht.

Die Konkurrenz ist klar: Ford Focus RS (305 PS, Frontantrieb), Audi S3 (265 PS, Allrad) und BMW 130i (258 PS, Heckantrieb). Gegenüber diesen drei illustren Mitbewerbern hat der Mazda3 MPS einen offensichtlichen Vorteil: den mit 33.590 Euro bei weitem günstigsten Preis. Aber kann er auch mit Power und Performance überzeugen? Das klärt der Intensiv-Test mit Rallye-As Manfred Stohl im Driving Camp Pachfurth.

Schall & Rauch: Spektakuläre Turbo-Power
260 PS haben in diesem kompakten Umfeld keine Probleme, sich durch spektakuläre Fahrelistungen bemerkbar zu machen. Schon von der Leerlaufdrehzahl weg steht genug Power zur Verfügung, um die Antriebsräder zu malträtieren und die Räder von einem Aggregatzustand zum nächsten überzuführen: aus „fest“ wird „gasförmig“ oder anders gesagt, aus Gummi wird Rauch. In nur 6,1 Sekunden zoomt man auf 100 Stundenkilometer, die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf 250 km/h begrenzt.

Damit ist auch klar, dass man jederzeit Beifahrer zum Kreischen und seinen eigenen Führerschein in Gefahr bringen kann, wenn man nicht aufpasst. Doch nicht nur die schiere Power, auch die Kurven-Performance bewegt sich auf hohem Niveau. Um die Traktion weiter zu verbessern, hat Mazda in der neuen Generation ein Sperrdifferenzial eingeführt: „Damit wird der Speed in den Kurven erhöht “, lobt Stohl.

Hart und weich zugleich: Die Motor-Charakteristik
Auch in den vom Profi herbeigeführten Grenzsituationen bleibt der Turbomotor stets gut kontrollierbar. Manfred Stohl unterstreicht die guten Manieren des modernen Direkteinspritzers: „Die Gas-Annahme erfolgt sanft, die Lastwechselreaktionen sind weich, man spürt kein Ruckeln“ – keineswegs selbstverständlich für einen zugespitzten Motor mit einer spezifischen Leistung von deutlich mehr als 100 PS pro Liter. Trotzdem schicken wir hier einen Wunschzettel an die Mazda-Ingenieure: Auch wenn das Sechsgang-Getriebe sauber schaltet, ein Doppelkupplungsgetriebe wäre hier noch passender.

Der Motor wurde übrigens bereits im Vorgängermodell verwendet, zahlreiche Modifikationen im Detail sorgen jedoch für einen Rückgang der Emissions- und Verbrauchswerte. 9,6 Liter gibt Mazda für den kombinierten Gesamtverbrauch an, bei unserem beherzten Test lagen wir knapp unter zwölf Liter; in Relation zur Performance ist dieser Wert akzeptabel, zumal er bei zurückhaltender Fahrweise unter die Zehn-Liter-Grenze gedrückt werden kann.

Kraft unter Kontrolle: das Fahrwerk
Wer Manfred Stohl kennt, weiß es: Knüppelharte Fahrwerke für Straßenautos werden von ihm nicht geschätzt – auch nicht bei den schnellen Glühern. Daher ist der Wiener nach den Testfahrten mit dem Mazda3 MPS umso erfreuter: Der kompakte Japaner bietet nämlich keineswegs kompromisslose Sportlichkeit, sondern ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Power und Alltagstauglichkeit.

So lässt das tiefer gelegte Sportfahrwerk mit den markanten 18-Zoll-Felgen einerseits genug Spielraum für Komfort, vermittelt aber andererseits gutes Feedback. Die Lenkung ist direkt, die Bremsen sind gut dosierbar und die Reaktionen des Chassis sind auf Gutmütigkeit getrimmt. Es verlangt schon die ganze Kunst eines ehemaligen Rallye-Weltmeisters – und abgeschaltete Fahrhilfen –, um die spektakulären Stunts in unserem Video zustande zu bringen.

Warum die Größe doch entscheidend ist und wieso man für den Mazda3 MPS ein Studium braucht, lesen Sie auf Seite zwei - hier klicken.

>>>Hier geht's zum Video: Manfred Stohl und der Mazda3 MPS<<<

Mazda3 MPS: Zoom-Zoom

260 PS, 250 km/h – das sind Werte, die ...  

Schon der erste Blick zeigt: Obwohl der...  

Mit seinen hübschen Proportionen bleibt...  

DruckenSenden15.10.2009 von Peter Schönlaub

 
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