Brite mit Doppelleben: Der Beste im Gelände, der Coolste vor dem Club. Das aktuelle Update hat mit einem Facelift nichts gemein – man kann von einem neuen Range Rover Sport sprechen. Test der beliebten V6-Dieselvariante.
Es kann nur einen geben: Der Range Rover ist eine Ikone wie Käfer, 911er oder Mini. Könige, Rockstars und Politiker lieben das Cool Car. Während der große Range Rover praktisch außer Konkurrenz in seiner eigenen Luxusliga fährt, tritt der Range Rover Sport gegen BMW X5, Mercedes ML und Co. an – aber er orientiert sich weniger an der Konkurrenz als am großen Bruder: Das Stilgefühl hat er vom klassischen Range Rover, den Celebrities wie Kate Moss heute wählen, wenn sie sich zu Partys fahren lassen. Auch die Offroad-Eigenschaften kommen aus der Familie, sie sind absolut herausragend. Für das Jahr 2010 gab es ein massives Update, das mit sanften Facelifts nichts gemeinsam hat: Die Optik wurde leicht verändert, Technik und Interieur sind aber in vielen Bereichen komplett neu. Man kann also von einem neuen Range Rover Sport sprechen.
Großes Lob für ... ?
Außen gab es keinen Handlungsbedarf und daher bloß zarte Retuschen: Der Kühlergrill wurde etwas dezenter als bisher gestaltet, was Geschmackssache ist. Die LED-Tagfahrlichter fallen mit lässiger Graphik auf. Der Innenraum wurde neu eingerichtet und damit eine bisherige Schwachstelle beseitigt: Mit der neuen Mittelkonsole und edleren Materialien kommt das Ambiente an die herausragende Noblesse des großen Bruders heran. Angenehme Bedienung über den praktischen Touchscreen, der Range Rover Sport ist Innen bestens organisiert. Großes Lob für die praktisch immer zugfreie Klimaanlage, das ist auch in der Premiumliga nicht selbstverständlich. Ordentlich großes Kofferraumvolumen, aber ein in Relation zur stattlichen Größe des Auto eher enges Fondabteil.
Massiger Antritt
Mit dem technischen Update rückt der bisher weniger präsente Beiname stärker in den Vordergrund: Es gibt mehr Sport. Der Range Rover Sport lässt sich richtig flott durch Kurven bewegen, ohne den Fahrer zu fordern. Die souveräne, entspannte Haltung ist unverändert. Querwellen kommen manchmal etwas stärker durch, aber das gibt es bei vielen SUV. Insgesamt schneidet der Range Rover Sport bei den Reisekomfort-Themen Fahrwerk, Innengeräusche und Sitze sehr gut ab. Wer es noch sportiver haben will, kann jetzt ein nicht ganz billiges Dynamik Paket bestellen, dass ein Adaptives Dämpfersystem mit Sportmodus inkludiert – nett zu haben, aber auch nicht wirklich nötig. Großartig ist der neue TDV6-Diesel mit modernster Technik und Doppelturbo: Von der Kurbelwelle kommen derartige Mengen Drehmoment, dass sich der Antritt ähnlich wie beim 510 PS starken Supercharged-Modell anfühlt. Spontaner Antritt, dennoch mit enspannter Art, dazu eine hervorragende Automatik.
Fazit:
Das Cool Car reiht sich mit neuer Technik und edler Einrichtung ganz vorne ein.