Um den Schulweg sicher zu bewältigen, bedarf es der Einhaltung einiger Regeln. Die gelten aber nicht nur für die Kinder, sondern auch für Eltern und andere Verkehrsteilnehmer.
Für viele Kinder beginnt in den ersten Septembertagen der Ernst des Lebens. Die Schule sperrt ihre Pforten wieder auf und daher ist allmorgendlich und in den Nachmittagsstunden vermehrt mit Schulkindern auf den Straßen zu rechnen. Viele Erstklassler feiern dabei ihre Premiere im Straßenverkehr. In manchen Situationen tun sie sich schwer, daher ist erhöhte Vorsicht geboten. Kinder haben auf Grund ihrer Größe eine andere Wahrnehmung des Geschehens und außerdem ein eingeschränktes Blickfeld. Sie können Geschwindigkeiten noch nicht richtig einschätzen, ebenso wie den Bremsweg eines Fahrzeuges. Man darf sie nicht als kleine Erwachsene sehen und muss sich auf ihre eingeschränkten Fähigkeiten einstellen und als Fahrzeuglenker nachsichtig und aufmerksam sein. Im Jahr 2008 sind 444 Schüler auf dem Schulweg verunglückt. Wenn alle Verkehrsteilnehmer einige wichtige Regeln beachten, ließe sich diese Zahl ohne großen Aufwand senken.
Wenn die Eltern Taxi spielen
Den Weg von und zur Schule können die Schüler auf unterschiedliche Weise bewältigen. Erklären und üben sollte man auf alle Fälle. Sind Mama und Papa so nett und fungieren als Privattaxi sollten sie zumindest zwei Dinge beachten. Die Kinder sollten nur auf der Gehsteigseite aussteigen und die Ausstiegsstelle sollte möglichst nah bei der Schule sein. Wenn es geht, vermeidet man, dass die Kleinen die Straße überqueren müssen.
Was die Kinder beherrschen sollten
Mit der neuen Herausforderung Schule wächst auch das Selbstbewusstsein. Ob die Kinder schon reif genug sind, den Schulweg alleine zu bewältigen, sollte man aber genau überprüfen. Auf alle Fälle sollte der Fußweg zur Schule zumindest einmal gemeinsam bewältigt werden. So sieht man, wie lange die Kinder für ihren Schulweg benötigen. Damit kann man es sich am Morgen genau einteilen, dass es nicht zu hektisch wird. Kinder sollten nur dann alleine zur Schule gehen, wenn sie die Gefahren des Straßenverkehrs einschätzen können. Sie sollten auf Zuruf stehen bleiben, wissen was sie im Straßenverkehr dürfen und was nicht und die für uns alltäglichen Regeln beherrschen.
Etwa:
- dass man zum Überqueren der Straße möglichst den Zebrastreifen nützt,
- dass man an der Bordsteinkante stehen bleibt und nach links und nach rechts schaut, bevor man die Straße überquert,
- dass man sich versichert, dass die ankommenden Fahrzeuge auch tatsächlich stehen bleiben, etc.
Was man bei der Auswahl des sichersten Schulwegs bedenken sollte und worauf Autofahrer besonders achten sollten, erfahren Sie auf Seite Zwei.