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Schwere Mängel bei Kindersicherung

Der ÖAMTC schlägt Alarm: 40 Prozent aller Kinder sind im Auto falsch oder gar nicht gesichert.

zur FotoshowAlbrecht e. Arnold/Pixelio
Nicht immer sind Kinder im Auto - wie auf diesem Bild - richtig gesichert.  
2008 kamen im Straßenverkehr mehr als 1500 Kinder unter neun Jahren bei Verkehrsunfällen zu Schaden. Doch die meisten Kinder ziehen sich diese Verletzungen nicht auf der Straße, sondern im Auto zu. Der ÖAMTC hat daraufhin vor Österreichs Schulen und Kindergärten eine Überprüfung der richtigen Kindersicherung unternommen. "Das Ergebnis der Erhebung hat unsere schlimmsten Befürchtungen sogar noch übertroffen", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.

Beobachtet wurde die Kindersicherung in allen neun Bundesländern und absolutes Schlusslicht ist das Burgenland. Gerade einmal in 47 Prozent der beobachteten Fälle konnte eine richtige Kindersicherung festgestellt werden. „Musterschüler“ ist hier die Steiermark, wo immerhin 76 Prozent auf eine vorschriftsmäßige Beförderung des Nachwuchses setzen.

Wenn Kinder zu Wurfgeschossen werden
Die Vergehen, die der ÖAMTC beobachtete, sind ebenso erschreckend wie besorgniserregend. So kam es nicht selten vor, dass die Kinder in den überprüften Fahrzeugen ohne Kindersitz auf dem Beifahrersitz saßen. "Sie waren nur mit dem Fahrzeuggurt gesichert und hatten teilweise ihre Schultaschen am Rücken", schildern die ÖAMTC-Tester.

Doch es geht noch schlimmer: Einige Kinder knieten oder standen auf der Rücksitzbank, andere purzelten ebenso wie ihre Schultaschen ungesichert durchs Auto. In diesen Fällen will man sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn der Lenker zu einer Notbremsung gezwungen wird. Auch falsch verstandene Nachbarschaftshilfe wurde beobachtet, beispielsweise fünf Kinder, die auf einmal ohne Kindersitze mitgeführt wurden.

Im Auto pfui, auf der Straße hui – und umgekehrt
Umso überraschender ist die Tatsache, dass Eltern, die bei der Sicherung der Kinder im Fahrzeug selbst absolut fahrlässig vorgehen, vor den Schulen umso mehr Verantwortungsbewusstsein zeigen und ihre Kinder sogar persönlich über die Straße führen.

Auch gibt es Fälle in denen genau das Gegenteil der Fall ist und Eltern, die ihre Kinder im Auto vorbildlich sichern, dann andere gefährliche Fehler begehen: "Einige hielten das Auto so an, dass ihre Sprösslinge auf der Fahrbahnseite aussteigen mussten. Nicht auszudenken, wie das ausgeht, wenn sich ein anderes Auto schnell nähert", sagt die ÖAMTC-Expertin.

Keine Besserung in Sicht
"Bei ihrer Erhebung haben die ÖAMTC-Tester Dinge gesehen, die nicht nur den Verkehrsvorschriften widersprechen, sondern jeden verantwortungsvollen Menschen erschüttern müssen", sagt die ÖAMTC-Expertin abschließend. "Es lässt sich auch keine Verbesserung erkennen. Schon im Jahr 2001 hat der ÖAMTC eine ähnliche Erhebung durchgeführt. Die aktuellen Ergebnisse unterscheiden sich von den damaligen nur marginal."

Die richtige Kindersicherung

Immer wieder kommt es zu gravierenden M...  

Der ÖAMTC hat sich auf die Lauer gelegt...  

Oft sind die Kinder zu klein für die Si...  

DruckenSenden17.03.2010 von Raphael Pikisch

 

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