autonet.at ist exklusiv den ersten Kia mit Alternativantrieb gefahren. Der Forte vereint einen Flüssiggasverbrenner mit einem Elektromotor in sich. Pferdefuß: In Österreich wird es den smarten Sparer nicht geben – leider.
Yes, we can also: Kia zeigt mit dem Forte LPI Hybrid, dass das Thema Alternativantrieb auch an ihnen nicht spurlos vorüber gegangen ist. Bislang ist es in diesen Belangen ja etwas leise um den koreanischen Hersteller gewesen. Während Toyota, Honda aber auch viele deutsche Hersteller Hybridantriebe in ihrem Produktportfolio vorweisen können, oder das zumindest in Bälde tun werden, ließ Kia ein derartiges Engagement bisher vermissen. Aber: Der Schein trügt. Heimlich still und leise hat der Autobauer aus Korea ebendort den Kia Forte LPI Hybrid aus der Taufe gehoben. Die Besonderheit: der Kia Forte LPI Hybrid ist das erste Fahrzeug weltweit, das einen Flüssiggasverbrennungsmotor mit einem E-Aggregat verbindet.
Nicht in Österreich zu haben
Bevor Sie allerdings nun zum nächsten Kia-Händler hirschen, um sich ein Exemplar des Hybrid-Exoten zu sichern, sei Ihnen gesagt: Dieses Auto gibt es ausschließlich in Korea. Ein Launchtermin für den österreichischen Markt ist nicht vorgesehen. Das liegt zum einen am Flüssiggasbetrieb: Während das sogenannte LPG (Liquefied Petroleum Gas) in Korea an nahezu jeder Tankstelle um die Hälfte des Preises von Benzin angeboten wird, ist und bleibt dieser Treibstoff in Österreich eine rare Ausnahmeerscheinung. Landesweit bieten lediglich 15 Tankstellen Flüssiggas an. Hinderlich für eine Etablierung auf dem hiesigen Markt ist auch die Limousinen-Form des Forte LPI Hybrid, die in Österreich kaum auf Interesse stoßen würde. Wer einen hybridisierten Kia sein Eigen nennen will, muss noch bis 2013 warten: Die nächste Cee´d-Generation soll es dann auch mit bivalentem Antrieb geben.
Ausgereiftes Hybrid-System
Davon, dass Kia das Wechselspiel zwischen Verbrennungs- und E-Motor aber längst beherrscht, hat sich autonet.at nun bei einer Testfahrt mit dem ersten und einzigen Forte LPI Hybrid in Österreich überzeugt. Unter der Motorhaube verrichtet ein 1,6-Liter-Vierzylinder seinen Dienst, der im Flüssiggasbetrieb 114 PS leistet. Die 53 Liter fassenden Tanks befinden sich platzsparend unter den Fondsitzen. Unterstützt wird der Verbrennungsmotor von einem 20 PS starken Gleichstrom-Synchron-Aggregat, das im Gehäuse des CVT-Automatikgetriebes untergebracht ist. Gespeist wird der Stromer von einem 180 V Lithium-Polymer-Batteriesatz im Kofferraum des Fahrzeugs.
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