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Kia pro_c’eed: Sport ist gesund

Der Koreaner aus der Nachbarschaft: In Deutschland entworfen und in der Slowakei gebaut, zielt er nun auf Hirn und Herz der Österreicher.

Kia Motors Corp.
Im Gegensatz zum Fünftürer tritt der pro_c’eed deutlich flacher und ein paar Zentimeter gestreckter auf.  
Schon ein Blick in die Preisliste offenbart den Charakter des neuen Kia: Während man üblicherweise für ein Coupé mehr zahlen muss als für die entsprechende Limousine, rechnen die Koreaner anders: Drei Türen müssen billiger sein als fünf. Das gefällt uns.

Dabei ist die Coupéversion des erfolgreichen Kia c’eed keineswegs eine um zwei Türen reduzierte Mogelpackung. Im Gegenteil: Die gesamte Karosserie wurde extra für einen sportlicheren Auftritt neu modelliert  Der pro_c’eed – so originell heißt das Auto – kommt deutlich flacher und um ein paar Zentimeter gestreckter daher als der Fünftürer. Seine tollste Seite ist aber das Heck: Opulent gerundet, mit hoher Gürtellinie und einem kleinen Dachspoilerchen ist die Rückansicht deutlich verführerischer als jene der pragmatischen Verwandten.

Genug Platz im Coupé
Zu den erfrischenden Vorzügen des Coupés zählt die Tatsache, dass man sich die Ästhetik eines Dreitürers fast ohne Nachteile erkauft. Der solide Kofferraum bleibt ohne Abstriche erhalten, und auch die Sitzplätze im Fond sind erwachsenengerecht.

Einzig eine etwas schlechtere Sicht nach schräg hinten und das übliche Sesselrücken beim Einstieg in den Fond sind artentypische Minuspunkte, mit denen man sich freilich gut arrangieren kann. Einziges wirkliches Hoppala: Man kann die Fondsitzlehnen mehr schlecht als recht nach vorne klappen, da vergibt man sich auf patscherte Weise möglichen Ladekapazitäten.

Sportlichkeit sieht anders aus
An die Vernunft appeliert unsere Motorisierung, der stärkere von zwei erhältlichen Diesel. Mit seinen 140 PS ist man sehr geschmeidig unterwegs, die sportlichen Talente darf man allerdings nicht überbewerten –rauchende Reifen sind jedenfalls anderswo zu Hause. Gegen forcierte Sportlichkeit sprechen auch der geringe Seitenhalt der Sitze und die etwas unpräzise Lenkung. Die perfekte Schaltung und der sehr lang übersetzte sechste Gang pflegen hingegen den Komfort; man wird hier ganz von selbst in die Rolle des flotten Gleiters gedrückt, was gut zum Status eines eleganten Coupés passt.

Zu dieser Geisteshaltung fügt sich nicht zuletzt auch eine satte Liste an Serienausstattungen. Es ist eine Freude, wofür man nicht extra Geld ausgeben muss, von ganz oben (elektrisches Glas-Schiebedach) bis ganz unten (Alupedale) ist alles da, mit dem man prahlen und strahlen kann.

DruckenSenden30.06.2009 von Peter Schönlaub

 

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