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Jeep Grand Cherokee: Neue Wege

American Way of Drive
Zwar hat das Auto eine deutsche Plattform. Doch unter der Haube gibt der Grand Cherokee den klassischen Ami: Statt eines Diesels oder einen aufgeladenen Vierzylinders gibt es einen brandneuen V6-Motor oder den guten alten Hemi-V8. Der Sechszylinder holt aus seinen 3,6 Litern Hubraum immerhin 286 PS und ist mit einem Verbrauch von 11,4 Litern gut zehn Prozent sparsamer als früher. Aber wenn schon American Way of Drive, dann richtig: Deshalb ist jenseits des V6-Motors der 5,7-Liter-Motor die erste Wahl. Immerhin protzt der Grand Cherokee dann mit 352 PS und 520 Nm. Die werden zwar noch über eine fünfstufige Automatik sortiert, doch kann auch die den vehementen Vortrieb kaum Bremsen: Wenn der Grand Cherokee davon stürmt und in 8,7 Sekunden auf Tempo 100 schnellt, denkt man unwillkürlich an ein wütendes Bison in der Prärie, und bei maximal 225 km/h will man von der Trägheit der Masse nichts mehr hören.

Dieselmotor folgt im Mai 2011
Finessen wie eine Bremsenergie-Rückgewinnung oder eine Start-Stopp-Automatik hat der Grand Cherokee noch nicht. Aber immerhin gibt es eine Zylinder-Abschaltung, die beim gemächlichen Cruisen vier Töpfe einfach stilllegt. Davon bekommt der Fahrer nichts mit – und der Bordcomputer leider auch nicht: Mit einem Normverbrauch von 14,1 Litern schon ein ordentlicher Trinker, gönnst sich der große Indianer im Alltag selten weniger als 15 Liter Feuerwasser. Aber Abhilfe ist in Sicht: Für Mai 2011 plant Jeep eigens für die Exportmärkte auch einen Diesel mit drei Litern Hubraum und 250 PS. Der Motor kommt allerdings nicht von Mercedes, sondern vom italienischen Motorenbauer VM.

Hart im Nehmen
Wo andere Geländewagen die Softies für die Schnellstraße geben, will der Jeep bei allem Komfort ein echter Offroader bleiben. Deshalb haben die Amerikaner ihn auf allen Abwegen getestet und das Allradsystem weiter verfeinert. Wie bei Land Rover prangt nun in der Mitte ein Drehregler, über den man das gesamte Fahrzeug für die bevorstehende Strecke mit einem Griff komplett einstellen kann – von der Kletterpartie auf der Geröllpiste bis zum schnellen Sprint über die Autobahn. In den nächsten Wochen sollen die ersten Modelle des neuen Jeep Grand Cherokee bei uns eintreffen. Beim Preis wird man die später folgenden Einstiegsmodelle wohl an der 55.000-Euro-Marke ansiedeln dürfen. Das sind aber immer noch gut 8000 Euro weniger als der Plattform-Spender M-Klasse verlangt.

Jeep Grand Cherokee: Mächtig

In den USA bevölkert der neue Jeep Gran...  

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Im Innenraum herrscht kein rauer Offroa...  

DruckenSenden26.11.2010 von Thomas Geiger

 
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