IAA 2009: Die Stories
15.09.09 von Thomas Geiger

IAA Live: Renault unter Strom

Renault setzt auf eine grüne Zukunft und präsentiert bei der IAA in Frankfurt gleich vier Elektroautos.

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Mit dem Twizy will Renault den Rollern den Kampf ansagen.  
Zwar hat kein anderer europäischer Autohersteller bereits so konkrete und hochtrabende Elektro-Pläne wie Renault. Doch was nutzt das Versprechen auf einen Großserien-Serienstart in nur zwei Jahren und ein ganze Flotte fahrfähiger Prototypen, wenn plötzlich an jedem Messestand ein Stromer steht. Damit sie in der grünen Welle nicht vollends untergehen, haben die Franzosen deshalb gleich vier Elektroautos mit zur IAA gebracht – darunter zwei, die verrückt genug sind, um wenigstens ein paar Blicke von Showstars wie dem elektrisch angetriebenen Mercedes SLS oder dem Audi E-Tron zu ziehen.

Renault Twizy: Mehr Vespa als Twingo
Als Blickfang mit einem gewissen Augenzwinkern dient die Studie Twizy, die ein wenig an einen längs halbierten Smart erinnert: 2,30 Meter kurz, 1,13 Meter schmal und mit zwei hintereinander montierten Sitzen ist der Stadtflitzer die komfortable, trockene und natürlich saubere Alternative zu den abertausenden Motós und Rollern, die den Stadtverkehr von Paris unsicher machen. Weil sich der Twizy eher an einer Vespa als an einem Twingo messen lassen muss, haben die Renault-Entwickler den Wagen extrem handlich konstruiert: Drei Meter reichen aus, um ihn zu wenden.

Mit einem 20 PS starken Elektromotor ist er allerdings auch bei den Fahrleistungen einem Roller näher als einem ausgewachsenen Auto. Denn schon bei 75 km/h ist der Spaß vorbei. Dafür muss man jedoch nur selten an die Steckdose: Weil die offene Karosserie Heizung oder Klimaanlage überflüssig macht und alle Energie dem Fahren dient, reicht der Lithium-Ionen-Akku für runde 100 Kilometer. Nur mit einem sauberen Antrieb ist es bei einer derart ausgefallenen Studie freilich nicht getan. Deshalb haben die Ingenieure auch ein pfiffiges Cockpit entwickelt und sich selbst für die Scheinwerfer einen netten Gag ausgedacht: Je nach Lust und Laune kann der Fahrer damit den anderen Verkehrsteilnehmern sogar Smileys zeigen.

Die Nase eines Delfins
Schon näher am Auto aber trotzdem noch weit in der Zukunft gerichtet ist der Zoe, der einen Vorgeschmack auf den überübernächsten Clio gibt: 4,10 Meter lang und mit dem Schwung eines Coupés gezeichnet, trägt der Viersitzer vier ungewöhnliche Schmetterlingstüren und die Nase eines Delfins. Unter der Haube steckt ein E-Motor mit 95 PS und 225 Nm, der 140 km/h erlaubt und Strom für 160 Kilometer hat. Auch hier gibt es wieder ein Gimmick aus der Designabteilung: Die Klimaanlage temperiert nicht nur den Wagen, sondern kann die Luft auch befeuchten, entgiften oder parfümieren.

Mehr Hintersinn hat die Ladetechnik des Zoe. Wie mittelfristig alle Elektroauto von Renault bekommt er einen Lithium-Ionen-Akku, der mit drei Verfahren betankt werden kann: Entweder man hängt das für vier bis acht Stunden an einergewöhnlichen Steckdose, oder man nutzt spezielle Ladestationen mit stärkeren Strömen, an denen die Batterie schon nach 20 Minuten voll ist.

2011 beginnt die elektrische Revolution
So abgedreht auch der Zoe noch sein mag, so greifbar ist die Technik unter der komischen Karosse. Denn dasselbe Paket aus Motor und Lithium-Ionen-Akku bauen die Franzosen auch im Kangoo und in ihrem neuen Stufenheck-Modell Fluence ein. Natürlich wurden selbst diese beiden Modelle für ihren Auftritt in Frankfurt etwas übertrieben geschminkt und futuristisch verfremdet. Doch denkt man sich die Formen und Farben ein wenig bodenständiger, hat man die beiden Autos vor Augen, mit denen die elektrische Revolution der Franzosen schon in zwei Jahren beginnen soll.

Renault: Die grüne Welle

Gleich vier Elektroautos stellt Renault...  

Renault Fluence   

Renault Fluence   

 

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