Frankfurt im Zeichen der Krise
Die IAA präsentiert heuer 100 Weltpremieren. Die Palette reicht von spritsparenden Studien bis zu Hochleistungs-Sportwagen.
Von 17. bis 27. September öffnet die 63. IAA in Frankfurt die Pforten für die breite Öffentlichkeit.
Im heurigen Jahr finden sich die Automobilhersteller vorrangig auf den Wirtschaftsseiten wieder. Die Meldungen waren und sind meist nicht rosig. Die Wirtschaftskrise geht an kaum einem Hersteller spurlos vorüber. Manche Marken verschwinden gänzlich von der Bildfläche, andere finden sich unter neuen Eigentümern wieder. Nur wenige können trotz Krise positiv in die Zukunft blicken. Da ist es gerade richtig an der Zeit, das Publikumsinteresse auf die Kernkompetenz der Firmen zu richten – auf das Bauen guter Autos.
Mehr Weltpremieren als im Rekordjahr 2007
Auch an der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt, die alle zwei Jahre stattfindet, geht die Krise nicht spurlos vorüber. Nach 1046 Ausstellern im Rekordjahr 2007 haben sich für heuer 781 angemeldet. Darunter befinden sich 62 Hersteller. Die japanischen Hersteller Nissan, Honda, Mitsubishi und Daihatsu haben ihre Teilnahme für heuer abgesagt und einige andere begnügen sich mit kleineren Messeständen. An neuen Modellen mangelt es allerdings nicht. Insgesamt 100 Weltpremieren stehen zwischen 17. und 27. September auf dem Programm. Mehr als die Hälfte davon gehen auf den Messeständen der deutschen Hersteller über die Bühne.
Elektroautos lassen noch auf sich warten
Ein klarer Schwerpunkt der heurigen Messe liegt auf alternativen Antriebskonzepten. Eine Vielzahl von Herstellern ist in Frankfurt mit Elektroautos vertreten. Der Haken an der Sache ist aber, dass es sich zum überwiegenden Teil um Konzepte und Studien handelt. Vieles könnte zwar schon auf der Straße fahren, harrt aber noch der ausgiebigen Erprobung und hängt von den Fortschritten bei der Batterienentwicklung ab. Die Kunden werden je nach Hersteller auf ein Einführungsdatum frühestens Ende 2010 vertröstet.
Vom Opel Astra bis zum stärksten VW Golf aller Zeiten
In der Zwischenzeit können die Besucher aber das restliche Modellprogramm der Hersteller gustieren. Eine große Zahl an bekannten Modellen bekommt eine Neuauflage. An vorderster Front steht der Opel Astra, der auf ein Neues versucht, dem VW Golf Paroli zu bieten. Audi ist mit dem neuen A5 Sportback vertreten, BMW rückt den 5er GT und den X1 in den Mittelpunkt. Citroën bringt den neuen C3 an den Start und Fiat frischt den Punto auf. Bei Ford ist die Serienversion des neuen Kompaktvan C-Max zu sehen. Hyundai bringt den Tucson-Nachfolger ix35 nach Frankfurt. Die Konzernschwester Kia ist unter anderem mit dem Kompaktvan Venga vertreten. Mercedes hat unter anderem die Kombiversion der E-Klasse zu bieten. Ebenfalls ins Kompaktvan-Segment wagt sich Peugeot mit dem 5008. Gespannt darf man auf die Kombiversion des Skoda Superb sein und Volkswagen bietet eine breite Palette beginnend beim dreitürigen Polo, über den neuen Golf Variant bis zum Golf R 20 mit 270 PS.
Luxushersteller trotzen der Krise
Stark vertreten und der Krise scheinbar zum Trotz präsentieren sich die Hersteller von Sportwagen und Luxusmodellen. Aston Martin Rapide, Audi R8 Spider, Bentley Mulsanne, Ferrari 458 Italia, Jaguar XJ, Lamborghini Reventon Roadster, Maserati GranCabrio, Mercedes SLS AMG, Porsche 911 Turbo und Rolls Royce Ghost sind hier nur eine illustre Auswahl.
Ab 17. September für die Öffentlichkeit geöffnet
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird die 63. IAA am 17. September eröffnen. Ab dann können die Besucher täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr durch die weitläufigen Hallen wandern. Eine Reihe von Herstellern bietet außerdem auf dem Freigelände zahlreiche Möglichkeiten, die neuesten Modelle eigenhändig zu erfahren. Neben Probefahrten werden spezielle Spritspar-Trainings, Offroad-Parcours und eine Kartbahn geboten. Zusätzlich gibt es auch Sonderschauen und Oldtimerausstellungen und eine Vielzahl von Zubehörherstellern mit eigenen Ständen.